Zwei Treppen werden am Pool in den Hang gebaut

Gepostet am Okt 3, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten

Zwei Treppen werden am Pool in den Hang gebaut

War 2016 der Poolbau unser Sommerprojekt, drehte sich der Sommer 2017 um die zugehörigen Außenanlagen. Neben einer zweiten Steinterrasse oder den Umbau der fertigen Rasenflächen für unseren Mähroboter war auch die Anlage des Rasens auf der Südseite eine Schwerpunktaufgabe.

Wie ich in dem passendem Blogeintrag bereits schrieb, ergaben sich während des Anfüllens der Erde und der Aussaat des Samens immer wieder kleinere Arbeiten und Projekte am Rande. Unter anderem musste ich, solange der große Erdwall des Poolaushubs noch vor dem Technikhäuschen  lagerte, immer umständlich rückwärts auf allen Vieren in die Öffnung krabbeln. Die Öffnung ist ca. 1,30m hoch, liegt aber etwa 80cm unter der Erde. Bisher hatte ich direkt vor der Öffnung noch  einen Schacht welche ca. 30cm vor der Wand begann um etwas besser durch die Öffnung zu kommen. Dies musste besser gelöst werden – man wird ja schließlich nicht jünger.

Ich vergrößerte also den kleinen Schacht vor der Öffnung zum Pool-Technikhaus auf eine Länge von gut 120cm bei einer Breite von gut 150cm. Nach unten grub ich rund 15cm unter die Oberkante der Poolbodenplatte. Obwohl das Loch gar nicht so riesig aussah, zeigte mir der Erdhaufen des Aushubs, welchen ich nach und nach meiner Muttererde beimischte, das wahre Ausmaß der Buddelei.  Um meinem Ziel einer einfachen aber praktischen Treppe nachzukommen setzte ich zunächst im Abstand von gut 100cm links und rechts eine Wand aus Betonschalsteinen mit einer Höhe von 75cm. Dies entsprach drei Reihen. Nach Süden hin folgte eine weitere Wand, ebenfalls aus Betonschalsteinen. Die Steine wurden durch alte Eisenrohre, teilweise noch von meinem Zaunbau, untereinander bewährt und danach vollständig mit Beton ausgegossen.

Nach einer Woche war dieser soweit verfestigt das es weiter gehen konnte. Mit einem Abstand von 30cm setzte ich eine Rasenborde parallel zur Wand des Technikhäuschen zwischen die beiden Stützwände und richtete diese in Flucht und Waage aus. Der Bereich von gut 100cm x 30cm und einer Tiefe von 15cm zwischen Häuschen und Borde wurde mit Beton ausgegossen so das mit der anstoßenden Poolbodenplatte eine Ebene entstand. Rückwandig wurde die Borde ebenfalls mit Beton gestützt damit der Druck sie nicht umstoßen würde. Nun hieß es wieder warten bis der Beton angetrocknet war. Einen Tag später setzte ich dann eine zweite Rasenkantenborde 25cm versetzt hinter die erste Borde. Mit alten Ziegelsteinen fixiert lag die Unterkante der neuen Borde etwa 5cm unter der Oberkante der ersten Borde. Nun goss ich den Bereich hinter der ersten Borde bis zur Oberkante komplett mit frischen Beton aus und ließ diesen, geschützt vor der starken Sonneneinstrahlung eine Woche durchtrocknen. Ein Wochenende später folgte die letzte Betonmischung. Diese füllte ich in den Bereich hinter die zweite Borde – wieder bis zur Oberkante. 25cm hinter dieser war ja bereits der Schalstein von meiner Stützwand. Nach abermals erfolgter Trocknung des Betons hatte  ich nun einen kleinen Podest direkt unten vor der Wandöffnung, gefolgt von zwei Treppenstufen sowie einer dritten Stufe die sich ja durch den ausgegossenen Schalstein ergab.

Mit 25 Tritttiefe  und 20cm Stufenhöhe konnte ich somit die gut 80cm Höhendifferenz überwinden und zukünftig vorwärts wie rückwärts ganz entspannt in mein Technikhaus laufen.

Ein ähnliches Problem hatte ich übrigens am Zugangspunkt zu meiner Poolterrasse. Der Bereich hinter dem Skimmer und dem Unterwasserscheinwerfer war ja als Wanne angelegt worden. War man nun einmal in dieser Wanne konnte man sich, bei einer Terrassenhöhe von ungefähr 170cm, leicht gebeugt, relativ gut und frei bewegen. Um aber überhaupt in diese Wanne zu kommen musste man auf der Südseite  zwischen angehäufter Erde und Terrasse auf allen Vieren durch eine gut 60cm flache Unterführung robben. Wollte man dann noch Werkzeuge oder Technik mit mitnehmen wurde es richtig schlimm. Kurzerhand grub ich auch hier ein entsprechend groß dimensioniertes Loch und verfuhr wie bei meiner Treppe zum Technikhaus.

Lediglich mein Versorgungsschlauch mit meinem Stromkabel war nun im Weg da ich diesen ja auf der Außenseite der Wanne durch die Erde verlegt hatte. Kurzerhand setzte ich zwei Schellen und befestigte den Schlauch an der Stützwand um ein versehentliches abreißen zu vermeiden. Die fertige Treppe beginnt hier knapp vor der eigentlichen Terrasse so das der Gang nicht ganz so bequem wie bei der ersten Treppe ist. Auch muß man  vom unteren Podest die gut 50cm hohe Stützwand übersteigen um in die Wanne zu gelangen. Aber es ist allemal besser als vorher!

 

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