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Waschküche im Keller

Das Waschhaus im Keller für die beiden Wohnungen im Erdgeschoss ist nun schon seit gut einem Jahr fertig. Bis heute habe ich es aber nicht geschafft einen Beitrag hierzu zu schreiben oder die Bilder ein zustellen. Daher will ich den heutigen Tag hierfür nutzen.

Zur Ausgangssituation: In beiden Wohnungen hatte ich provisorische Waschnischen eingerichtet. So gab es in der Küche der ersten Wohnung einen zusätzlichen Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss für eine Waschmaschine. In der zweiten Wohnung trennte ich sogar einen Teil des Flures für die Waschecke ab.

Langfristig wollte ich aber keine Waschmaschinen in den Wohnungen. Ersten waren die alten Holzböden für eine Waschmaschine ungeeignet und zweitens wollte ich die Feuchtigkeit nicht in den Wohnungen haben. Also beschloss ich einen Teil des großen Hauptkellers abzutrennen.

Hierzu wurde zunächst eine Wand quer durch den Keller abgestellt so das sich für die Waschküche eine L-Grundform ergab. Die Innenseite der Wand verplankte ich zunächst mit Spanplatten und darüber dann mit Gipskartonplatten. Die Wäscheleinen sollten schliesslich später ausreichend halt finden. Gleichzeitig wurde der Bereich des Elektrohauptanschlusses auch mit Gipskarton verkleidet. Für die Hauptsicherung und einen meiner Verteiler setzte ich einfach Revisiontüren ein. So waren die Kabel und Rohre an diesen Wänden schnell und einfach aus der Sicht. Vorsorglich legte ich jedoch noch einzelne Extrakabel für die anderen Kellerräume da ich ja später nur noch bedingt neue Zuleitungen legen konnte.

Die Waschküche bestand nun also aus den beiden Schenkeln des “L`s”. Im großen Schenkel hatte ich an der Decke sämtliche Heizungs- und Wasserrohre sowie einen Großteil der Elektrokabel liegen. Also wurde die Decken auch hier in zwei Stufen abgehängt. Im Bereich der Rohre auf eine Höhe von knapp 210 cm und im mittleren Bereich auf ca. 230 cm. Der Aufwand war zwar bedeutend höher, sollte sich aber mit praktischen und optischen Vorteilen schnell bezahlbar machen. Für die Beleuchtung wählte ich eine Neon-Feuchtraumlampe.

Die übrigen Ziegelsteine hatte ich zuvor bereits vom Putz befreit und mit Deep and Dry behandelt. Unsere bisherigen Erfahrungen waren durchaus positiv mit diesem Mittel obgleich es aus Kostengründen nur reduziert zur Anwendung kam. Anschliessend habe ich die Ziegelwände mit Sanierputz geschlämmt um die optische Grundstruktur zu erhalten. Die weiße Feuchtraumfarbe bildete dann schliesslich den Abschluß des Wäscheraumes.

Lediglich die Wäscheleine fehlte noch. Da ich den Spanplatten nicht wirklich vertraute, und auch auf der Ziegelwand ein harmonisches Bild erzeugen wollte, setzte ich auf beiden Seiten ein dickes (und gut verschraubtes) Kantholz an die Wand. In dieses Holz wiederum kamen dann die Haken an welche letztlich dann die Leine aufgehängt wurde.

Der kleine Schenkel des “L`s” wurde dann etwas komplizierter. Hier sollten die Waschmaschinen und ggf. auch die Trockner der beiden Wohnungen aufgestellt werden. Zunächst goß ich am späteren Stellplatz einen Betonsockel. Dann setzte ich zunächst die Metalprofile für die Gipskartonwand. Hinter der Wand wurde ein Wasserrohr von der Hauptleitung her zugeführt. Für das Abwasserrohr konnte ich das 50er HT nutzen welches ich beim Bau des Makler-Büros vorsorglich installiert hatte.

Die Zuleitungen für den Strom zog ich mit einem 2,5er Kabel direkt vom Sicherungskasten der einzelnen Wohnungen. Dafür gingen zwar nochmal einige Meter Kabel drauf, allerdings kann man nun den Strom für die Waschmaschine und den Trockner direkt in der Wohnung ein und aus schalten. Nachdem alles installiert war konnte ich die Wand nun auch mit Gipskarton verplanken. Auch hier wurde nach dem Spachteln und Schleifen ein Glasfaservlies aufgebracht bevor dann die weiße Farbe folgte.

Für die Abrechnung des Wasserverbrauchs habe ich an den beiden Auslasshähnen jeweils eine Wasseruhr eingebaut. Hier gab es dann einige Rennerei da keine Standart-Wasseruhr passte sondern eine spezielle Uhr für Zapfstellen installiert werden mußte. Eine solche gab es im Baumarkt nicht und im Internet eine zu kaufen erwies sich auch als schwierig da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wußte wie die Bezeichnung für eine solche Wasseruhr lautete. Nach einige Recherchen konnte ich dann aber die passenden Wasseruhren finden.

Letztlich wurde der Fußboden mit Ausgleichsmasse noch eben ausgegossen und nach einer Schicht Grundierung mit Feuchtraum-Beton-Farbe gestrichen.  Der Wäscheraum kann nun im Winter zum trocknen der Wäsche genutzt werden und im Sommer gehts dann wieder ab raus auf die große Wäschespinne im freien.

© 2014 – 2018, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

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Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

2 Comments

  • S.Aliji

    Guten Tag
    Ich möchte bei den Waschmaschinen auch Wasseruhren montieren. Können Sie mir bitte sagen, welche Wasseruhren Sie verwendet haben? Ich bin auch schon länger auf der Suche nach dem passenden Model.
    Danke im Voraus für Ihre Hilfe.
    Freundliche Grüsse
    S.Aliji

  • Maik

    Hallo,

    also ich habe sogenannte Zapfhahnzähler installiert. Die von mir verwendeten Modelle haben folgenden Spezifikationen:

    Zähler ” Made in Germany ” / Hergestellt in Deutschland
    1 Kaltwasserzähler 1/2″ Neu geeicht 2016 / Eichung bis 2022 vorhanden
    In diesem Set wird folgendes angeboten : 1 Kombiverschraubung passend Standard Zapfhähne
    1 Schlauchverschraubung für Schlauchanschluss 1/2 ”
    1 UV Abdeckkappe Blau ;Alle benötigten Dichtungen

    Die Zähler gibt es direkt bei Amazon unter folgendem Link http://amzn.to/2cpIzbv

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