Der Baum muss weg – Kletterer am Werk

Gepostet am Aug 16, 2013 in Blog, Der Garten

Der Baum muss weg – Kletterer am Werk

Unser Grundstück war zum Zeitpunkt des Kaufes vor gut 5 Jahren ziemlich verwildert. Neben dem meterhohem Gras und Unmengen an Efeu konnten wir damals auch die wild gewachsenen Obstbäume, Nadelbäume und eine kranke Buche fällen.

Leider war es uns damals jedoch nicht gestattet auch andere Bäume zu fällen. So wächst noch immer direkt auf der Grundstücksgrenze am Gehweg ein ca. 20m hoher Ahorn dessen Äste im Herbst ab und zu sogar auf die Straße fallen. Mehr als die Äste schnellstmöglich weg zu räumen können wir jedoch nicht tun.

 

Ein weiterer Baum, diesmal an der Grundstücksgrenze auf der anderen Seite war damals auch nicht zur Fällung freigegeben obwohl ein Teil der Krone bereits kahl war. Über die Jahre hinweg zeigte sich aber das dieser Baum, eine Linde, regelmäßig große und morsch-faulige Äste auf das Nachbargrundstück abwarf. Also fragten wir erneut nach einer Fällgenehmigung um die Gefahr zu bannen. Diesmal mit Erfolg.

 

Ein erster Versuch wurde mit einem 20t Bagger angegangen. Der Baum wurde an der Baumkrone mit einem Lastenseil verknotet und so an der Baggerschaufel befestigt. Da der Baum wegen einer Stromleitung nur einen sehr engen Fallwinkel bei einer Fällung hätte wollten wir ihn unten absägen und mittels Bagger kontrolliert zu Fall bringen.

 

Leider zeigte sich bereits beim ersten straff ziehen des Seiles das der Baum bei einer solchen Aktion auseinanderbrechen würde. Wir brachen daher diese Fällmethode ab.

Nun standen wir vor dem Problem das wir den Baum nicht vom Boden her fällen konnten und eine Hebebühne aufgrund der Hanglage auch nicht in Betracht kam. Dies war eher ein Job für professionelle Baumfäller welche zur Fällung in den Baum steigen würden. Leider fand sich trotz Recherche kein solches Team in unserer Gegend so das wir in dieser Angelegenheit zunächst nicht weiterkamen.
Ein Glücksfall war daher die Saale-Orla-Schau, eine regionale Ausstellermesse, auf welcher mittig positioniert eine Baumschnittfirma ihren Stand aufgebaut hatte. Schnell kamen wir ins Gespräch und vereinbarten einen Termin zur Besichtigung.

 

Einige Tage später bekamen wir dann auch Besuch von der Firma Gartenservice Alexander Beck aus Unterwirbach. Der Baum wurde inspiziert, die Genehmigungen gesichtet und ein Termin zur Fällung ausgemacht.

 

Da ich an jenem Tage leider nicht von der Arbeit weg kam übernahm meine Frau den Part der Überwachung und Dokumentation per Kamera um auch für die Nachwelt Bilder dieser Aktion zu haben.

Die beiden Profis stiegen direkt in den Baum und holten von dort Stück für Stück die großen Äste nach unten. Später folgte dann der Stamm welcher ebenfalls Stück für Stück gefällt wurde. Die Beiden waren sogar so lieb uns den Stamm in passende Ringe zu sägen damit ich diese später direkt spalten konnte. Wir hätten sogar die Wurzel mit einer speziellen Fräse entfernen lassen können was wir jedoch erst einmal nicht taten.

 

Also ich am späten Nachmittag nach Hause kam war alles schon gelaufen. Meine Frau hatte bereits die Zweige und Blätter komplett geschreddert und das gefällte Holz war sorgsam aufgestapelt.

Ich konnte daher am folgenden Wochenende bereits beginnen das Holz zu spalten und in meinem neuem Brennholzregal zum trocknen einsortieren.

Beim Spalten stellte ich dann fest das der Stamm des Baumes zu einem Drittel bereits gammelig war. Im unteren Teil befanden sich auch viele eingewachsene Nägel welche schon vor Jahren eingeschlagen wurden sein mussten und somit enorm zur Schädigung des Baumes beigetragen hatten. Das war natürlich nicht das passende Holz um meine neue Gänsfors Spaltaxt aus zu probieren so das ich an diesen stellen auf Vorschlaghammer und Eisenkeile zurückgriff. Trotz seiner Größe von gut 15-20m Höhe blieb am Ende nicht mehr als ungefähr 4 Festmeter vom Baum übrig So konnte man sich beim Volumen des Holzes täuschen.

 

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei der Baumschnittfirma Gartenservice Alexander Beck . Sollte der Ahorn an meiner Grundstücksgrenze irgendwann einmal als Gefahr eingestuft werden und ich eine Fällgenehmigung bekommen werde ich sicherlich auf die beiden Profis zurückgreifen.

Zum Abschluss einfach nochmal eine Gegenüberstellung von Vorher zu Nacher:

Vor der Baumfaellungnach der baumfaellung

 

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