Das Haus,  Der Garten

Ein neuer Pflastersteinweg und Wäscheplatz entstehen

Im Blogeintrag “Das vierte Brennholzlagerregal mit Solarkollektoren für den Pool wird gebaut” habe ich den Bau eines Brennholzlagerregals inklusive der Solarheizung für den Pool beschrieben. Die Holzlagerregale befinden sich auf der Westseite des Grundstücks und sind mittels Rasen von der Poolfläche getrennt. Da ein Großteil der Erde vor den Brennholzregalen aufgeschüttet war, und zudem der Rasen überwiegend im Schatten stand, wollte dort keine feste und vor allem robuste Grasnarbe anwachsen. Zum einen ergab dies ein unschönes Bild, und zum anderen mußte man zum Holz holen bei feuchten Wasser durch den Schlamm waten.

Ein langer befestigter Weg sollte dem Abhilfe schaffen. Also begannen die Planungen und Markierungen. Ich entschied mich, wie bei den anderen Pflasterwegen, erneut für das Altstadtpflaster um dem Grundstück ein einheitliches Gesamtbild zu geben. Beim Bau des Pflasterweges fasste ich natürlich auch die Anlegung eines gepflasterten Wäscheplatzes ins Auge.
Bisher befanden sich Wäschespinne&Co. ebenfalls auf dem Rasen was spätestens beim Rasenmähen nervig wurde.

Ziel des Projektes war also die Anlage eines Pflasterweges entlang der Brennholzlagerregale welcher im Wäscheplatz vor dem dritten Regal endete. Dieser Platz sollte perspektivisch später einmal als dritte Terrasse und/ oder zweite Gartenküche – Stichwort Pizzaofen – fungieren. Zunächst wurde der Pflastersteinweg mit  Spannschnüren abgesteckt und ausgerichtet.

Da die drei Holzlagerregale mit ihren jeweils 3 seitlichen KG-Rohr-Fundamenten nicht ganz exakt in einer Linie lagen, mußte ich bereits hier improvisieren und den Weg bestmöglich so nah wie möglich an den Regalen in einer Flucht ausrichten. Zum Rasen hin sollte der Pflastersteinweg ein leichtes Gefälle haben um das Wasser von den Regalen fort zu bringen. In der Länge wollte ich auf Stufen und Rampen gänzlich verzichten um später problemlos mit der Schubkarre agieren zu können. Bereits hier zeigte sich ein sehr uneinheitliches Höhenniveau entlang des Weges. Am Südende müsste ich gute 50cm auffüllen während ich am Nordende bis zu 30cm abschachten müsste. Ich begann also mit dem Aushub für den späteren Weg. Die Erde, welche ich ja erst im Vorjahr gesiebt aufgetragen hatte, nutzte ich direkt zum Auffüllen auf der Südseite. Nach ungefähr 5 laufenden Metern im Aushub begann ich mit dem Setzen der ersten Borden. Mein Ziel war es den folgenden Erdaushub dann direkt an die Bordenaußenseiten zu bringen um vom Pflasterweg aus einen sauberen Übergang zum Rasen zu erhalten.

Bei einem Maß der Pflastersteine von 7cm, 14cm und 21cm ergab sich eine
theoretisch mögliche Breite von 98cm. Ich wählte daher den Abstand zwischen den Borden mit 100cm um links und rechts noch jeweils 1cm Luft zu haben. Die Borden wurden mit Betonestrich gesetzt und entlang der Richtschnur in Höhe und Flucht ausgerichtet. Nach der Trocknungszeit wurde der Bereich zwischen den Borden zunächst mit Frostschutz aufgefüllt und verdichtet. Diesen Bauzustand zog ich dann bis auf gut 12m nach Norden zum Übergang in den Wäscheplatz weiter. Parallel zum Setzen der Borden füllte ich mit dem Aushub den Südbereich immer weiter auf und verdichtete die Erde.

Aus den Vorjahren hatte ich dann am Nordende noch ungefähr 3qqm an Muttererde auf einem Erdhaufen liegen. Dieser wurde in diesem Zusammenhang natürlich auch gesiebt und anschließend als Deckschicht auf die verdichtete Erde aufgebracht. Auch den Rasensamen säte ich bereits zu diesem Zeitpunkt im südlichen Segment.

Mit der Lieferung des Verlegekies und der Pflastersteine konnte das Verlegen dann endlich auch beginnen. Meine Gehre hatte ich ja noch von den anderen Wegen. Ein ca. 110cm langer 50er Balken an welchen ich eine ca. 98x30cm große OSB Platte so angebracht hatte, das ich sauber eine Kieshöhe von 6cm abziehen konnte. Die Pflastersteine haben eine Höhe von 8cm und den Überstand von 2cm musste dann die Rüttelplatte egalisieren. Stück für Stück fuhr ich die Steine mit der Schubkarre an den

Verlegeplatz, zog den Kies ab und setzte mein bewährtes Verlegemuster bis die erste Palette an Pflastersteinen alle war.

Nun war es erst einmal an der Zeit den Übergang der Borden in den Wäscheplatz zu bauen und den Platz selber einzufrieden. Für die erste Ecken nahm ich im Sichtbereich einen vorgefertigten 90° Winkel mit 25x25cm. An den anderen Ecken wurde Borde an Borde gesetzt da der rechte Winkel nicht komplett aufging. Optisch stört dies meiner Meinung nach aber nicht. Nachdem auch der Beton der Wäscheplatzborden getrocknet war, konnte ich die Bodenhülse für die Wäschespinne setzen. Zunächst buddelte ich ein ca. 25x25x50cm großes Loch und betonierte ein KG Rohr bündig mit der Bordenhöhe. In dieses wiederum betonierte ich die Bodenhülse, ebenfalls bündig zur Borde. Die ca. 30cm lange Hülse hatte somit durch das 50cm lange KG Rohr genug halt um die Wäschespinne auch unter Belastung halten zu können.

Nun konnte es wieder ans Verlegen gehen und während mein Abziehbrett auf den Wegen wunderbar funktionierte, wurde es beim Wäscheplatz mit einer Breite von knapp 5m schon deutlich schwieriger. Auch der Wäscheplatz bekam ein leichtes Gefälle zum Rasen hin. Eine Ausrichtung mit der Wasserwaage entfiel somit da ich die Höhe des Verlegekieses an den Bordenhöhen links und rechts festmachen musste. Durch den „Wilden Verband“ verlegte ich die Fläche auch meterweise Stück für Stück. Eingelassene Abziehrohre im Kiesbett schieden somit ebenfalls aus. Nach wirklich langen Grübeln war die Lösung dann doch überaus pragmatisch. Ich schraubte ein 2m langes und ein 4m langes Richtbrett einfach der Länge nach aneinander und fixierte mein Abziehbrett dann mittels zweier Schraubzwingen. Die Beiden Gehren haben nun zwar einige Löcher mehr, aber das Ergebnis spricht für sich.

Das restliche Abziehen des Kieses und das Verlegen der Pflastersteine waren dann Fleiß- und Kopfarbeit. Immer wieder mußte ich, gerade bei den ersten  Quadratmetern, das Muster überprüfen um keine Fehler zu machen. An einem Freitag Abend war es dann soweit, der letzte Stein wurde gelegt und lediglich
die halben Steine auf der Ost- und Nordseite fehlten.

Diese Aufgabe wollte ich dann am folgenden Samstag „fix“ erledigen. Gebraucht habe ich dann aber dennoch gute 6 Stunden. Die Steine wurden zunächst angezeichnet und mit der kleinen Flex (125er) dann über alle vier Seiten mit einer Diamantscheibe geschnitten. Bereits nach dem zweiten Stein entschied ich mich neben einer Schutzbrille auch eine Atemschutzmaske, mein Basecap sowie meine Ohrschützer aufzusetzen. Mit dieser Ausrüstung und durch den feinen Betonstaub, welcher mich gänzlich weiß einfärbte, hätte ich jedem Alien Konkurrenz machen können. Gegen Nachmittag war dann aber der letzte Pflasterstein zugeschnitten und in seiner Öffnung versenkt. Ich konnte die Fläche also noch vor dem Sonntag einrütteln.

Und so verbrachte ich eine weitere Stunde mit meiner Rüttelplatte und verdichtete den Pflastersteinweg und den Wäscheplatz zu einer homogenen Fläche. Abschließend wurde der Fugensplitt noch ausgebracht und grob eingekehrt. Fertig

 

© 2018, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

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