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Der Bau einer Blockbolengarage im Garten

Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass ich nach und nach Platzprobleme im Haus bekommen würde. All die Gartengeräte, großen Maschinen und Werkzeuge oder die Baustoffe wie die Betonsäcke fanden im Keller keinen Platz mehr. Durch den Umbau der Kellerräume sind all die Gerätschaften ja bereits mehrfach umgezogen, doch nun brauchte es eine Dauerlösung. Ich war also bereits seit längerer Zeit nach einem schicken und praktikablen Werkzeugschuppen für den Garten.

Leider ist es trotz – oder vielleicht auch wegen??? – des großen Angebots eine Kunst etwas Brauchbares und meinen Vorstellungen Entsprechendes zu finden. Das Gartenhäuschen sollte groß genug für alle aktuellen und zukünftigen Anforderungen sein. Es sollte robust und pflegeleicht sein und darüber hinaus natürlich auch einen gewissen Sicherheitsstandart erfüllen.

Neben all den Wellblechhütten, den Kleinstschuppen oder Unterständen wurde ich einfach nicht fündig. Ein Arbeitskollege brachte mich dann aber auf die Idee mir einfach eine Garage in den Garten zu stellen. Wer sagt schliesslich das man eine Garage nur als Garage nutzen könnte. Anfänglich eher skeptisch gefiel mir diese Idee aber immer besser, besonders aufgrund mangelnder Alternativen.

Ich informierte mich nun tiefgehender mit Fertiggaragen, gemauerten Garagen, Metallgaragen und schliesslich auch Blockbohlengaragen. Dabei stieß ich auf die Karibu 28 mm Stufendach Blockbohlen Garage.

Um diese Garage, besser gesagt dieses Gartenhäuschen standsicher aufbauen zu können benötigte ich zunächst ein Fundament. Ich begann also damit den Boden an der SüdOst Ecke einzuebnen und einen Koffer für den Frostschutz auszuheben. Da sich in diesem Teil des Gartens noch der Frostschutz der Hausgründung,also Schlacke, befand konnte und musste ich jedoch nicht zu groß und tief buddeln.

Zuvor jedoch stimmte ich die Höhe meines Gehweges mit dem Fundament des Gartenhäuschen ab. Mein Ziel war es den Weg und das Haus faktisch auf einer Ebene parallel am Haus zu haben. Die Erde vom Ausschachten nutze ich daher bereits am Gehweg um das Niveau der späteren Rasenfläche ebenfalls ebenerdig zum Gehweg zu bekommen.

Nachdem der Koffer gegraben war wurde dieser dann mit angeliefertem Frostschutz aufgefüllt und mehrfach verdichtet. An dieser Stelle sei einmal mehr erwähnt das sich die Rüttelplatte bereits mehrfach bei unserem Projekt bewährt hat.

Zum Schluss setzte ich noch die Schalungsbretter für den Beton. Hier galt es nun die Abstände zum Haus aber auch dem späteren Gehwegverlauf zu beachten. Aber auch das Niveau des Fundamentes selber musste ohne Gefälle sein – kurzum, den Aufbau der Schalungsbretter inkl. deren Versteifung in der Erde benötigten einen halben Tag

. Abschliessend verlegte ich noch eine Folie um das Fundament gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen.

Dann konnte aber der Beton geliefert werden. Ich habe auf eine Bewährung aus Metallmatten verzichtet, dafür aber (beim angeliefertem) Beton spezielle Glasfasern beimischen lassen. Dies soll den selben Effekt haben. Insgesamt musste ich dann ca. 5m³ Betonestrich einbringen, verdichten und gerade an den Schalungsbrettern abziehen.

Da der Beton an der Oberfläche eher porös bzw- furchig war zog ich nach 3 Wochen Trocknungszeit nochmal eine dünne Schicht Baukleber drüber. Somit war der zukünftige Boden des Hauses eben und auch weniger empfindlich gegen Niederschlagswasser.

Die Zeit bis zur Lieferung des Blockbohlenhauses nutzte ich dann um die Fläche zwischen Haus, Gehweg und Fundament mit Erde auf zu füllen. Ich hatte ja noch genügend Erde vom Trockenlegen des Hauses übrig.

Als die Lieferung per Spedition kam war ich zunächst über die doch unerwartet geringen Ausmaße des Paketes überrascht. Ich begann zunächst damit den Inhalt mit dem Lieferschein zu vergleichen und räumte mir alle Bauteile direkt an meine Baufläche. Als ich dann aber mit den Grundhölzern beginnen wollte war ich am verzweifeln. Diese waren einfach nicht da. Etwas genervt und wütend räumte ich zunächst die Lieferpalette weg um in den Baumarkt zu fahren um dann imprägnierte Kanthölzer zu kaufen. Dies war jedoch gar nicht nötig, da aus der Palettenkonstruktion ein Zettel fiel auf welchem Stand “Bestandteil des Bausatzes”. Ich war Baff!! Ich nahm mir die zweite Aufbauanleitung (Es gab eine normale und nochmal eine zweite mit den Garantiebestimmungen usw.) und las voller Staunen das die Palette, ja selbst die Folie vom Transportschutz mit verbaut werden musste. Das war mal wirklich effizient! Nunja, statt der Folie habe ich dann aber doch mein Teerband genommen um die unterste Holzschicht vor Nässe zu schützen.

Folgend zeige ich euch die Bilder vom Aufbau welcher wirklich sehr einfach und logisch vonstatten ging. Ich habe das Haus zu 80% alleine aufgebaut – wobei auch ein vollständiger Aufbau durch nur eine (kräftige) Person durchaus möglich wäre.

Die Bretter bzw. Bohlen werden immer versetzt aufeinander gesetzt und vollständig in den Winkeln verschraubt. Die Türen habe ich zunächst an die finale Stelle gestellt und fixiert und dann mit dem Blockbohlenhaus verschraubt.  Die Seitentür war ebenfalls fertig montiert. Lediglich der Einsatzort fehlte. Dieser kann aber frei variiert werden da an gewünschter Stelle einfach das entsprechende Loch gesägt wird.

Nachdem das Haus dann fertig aufgebaut war bin ich aber von den Bauplänen abgewichen. Ursprünglich waren Stirnbretter aus Holz vorgesehen. Ich habe jedoch auf Alublech zurück gegriffen. Das ist haltbarer und sieht auch besser aus. Das Dach habe ich zunächst mit der mitgelieferten Dachpappe benagelt und anschliessend dann Bitumenschweissbahn aufgebracht. Dachrinnen welche meine Wasserwürfel füllen ergänzen mittlerweile das Dach.

Wie man auf den Bildern sehen kann habe ich auch die Rasenfläche sukzessive aufgefüllt und bereits begrünt. Mit dem Schutzanstrich in taubenblau – mein Ziel war aber eher ein taubengrau – war das Häuschen fertig.

Im Inneren habe ich neben Lagerregalen noch Wandhalterungen, Haken und am Dach ein großes Netz eingebaut um auch wirklich allen möglichen Lagerplatz nutzen zu können.

© 2015 – 2018, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

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Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

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