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Überraschung im Garten

Nach all den Schäden, Mängeln und Problemen mußte es aber auch mal gute Nachrichten geben. Und gut 6 Monate nach Beginn unserer Arbeiten hatten wir auch eine erneute Überraschung, eine schöne Überraschung.  Gerade als Hoschi mit dem großen Rasenmäher einmal die Urwaldatmosphäre gelichtet hatte begann ich einige einzelne Sträucher zu entfernen. Zu meiner Überraschung fanden wir unter der Grasnarbe einen gepflasterten Weg. Wie sich weiter herausstellte war dieser Pflasterweg vom Hauseingang über die gesamte Westseite, durch den Garten bis zum Ende des Grundstücks angelegt. Nach all den Jahren in welchen sich niemand um das Grundstück kümmerte verwilderte der Weg so stark das sich eine 3  bis 10 cm dicke Erdschicht samt Grasnarbe entfalten konnte. Natürlich stand für uns sofort fest diese Grasnarbe ab zu tragen und den Weg wieder frei zu legen. Doch leichter gesagt als getan.

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Auf diesen Bildern sieht man den Zustand vor der Freilegung. An einigen Stellen, insbesondere direkt um den Hauseingangsbereich war das Pflaster schon vorher zu sehen. An anderen Stellen war dagegen nichts als Rasen.

Nun stellte sich die Frage wie der Weg wieder effektiv freigelegt werden könnte. Daher versuchte ich zunächst eines, mit Schaufel und Muskelkraft die Erdnarbe abtragen. Dies war jedoch sehr mühselig. Die Schaufel verkantete sich ständig an den kleinen Pflastersteinen. Die Lösung bestand dann darin die Erdschicht gegen das Gefälle abzuschaufeln. Das Regenwasser der letzten Jahre hatte die Fugen um die Steine herum zum Teil ausgewaschen so das die Steine von einer Seite her immer Überstanden. Alle anderen Lösungsansätze zur Abtragung der Erdschicht mußten wieder verworfen werden. Eine Kehrmaschine hätte uns die Steine herausgelösst. Der Kärcher war zu schwach um die feste Erdschicht abzusprühen. Er kam dann danach zum Einsatz um die restliche Erde weg zu sprühen. Also blieb es bei der guten alten Handarbeit.

Nach gut 2 Stunden war ein Teil des Weges an der Grundstücksgrenze dann aber endlich freigelegt.

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Aufgrund von Zeitmangel blieb es jedoch vorerst bei diesem kleinen freigelegtem Stückchen. Bis eines Tages eine Überraschung auf mich wartete. Ich kam nach der Arbeit nach Haus und staunte nicht schlecht. Mein Papa hatte bereits früher Feierabend gehabt und die freie Zeit genutzt die Erde weiter ab zu tragen. Als ich also zum Haus kam war bereits ein großes Stück an der Westseite von ca. 3x5m freigelegt. Was blieb mir also anderes übrig als schnell den Anzug gegen eine Arbeitshose zu tauschen und auch den Rest gemeinsam mit meinem Papa ab zu tragen.

An diesem Tage schafften wir noch sehr viel Fläche. Und den Rest dann am Folgetag. Insgesamt sah die Westseite dann so aus:

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Das kleine Stückchen welches auf dem Bild oben noch von Erde bedeckt ist, wurde mittlerweile auch freigeräumt. Somit ergibt sich auf der Westseite über das gesamte Grundstück ein gepflasterter Weg von rund 50m Länge und 2-4m Breite. Sobald der letzte Rest auch noch weg ist und ich nochmal mit dem Kärcher die restliche Erde weggespült habe werden wir über das gesamte Pflaster mit einer Rüddelplatte drüber gehen. So werden dann die Steiner wieder eben planiert und die Gefahr das sich die aufgeschwämmte Erde oder Laub usw. in den Fugen wieder ansammelt verhindert.

Hier ein Vorher – Nacher Vergleich:

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Und nochmal ein paar Bilder aus der Vogelperspektive:

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Es hat sich doch gelohnt, oder?

© 2009 – 2014, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

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Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

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