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Entkernen des Wohnzimmers – Trockenbauvorbereitungen

Heute habe ich mal wieder etwas Zeit gefunden hier im Blog weiter zu scheiben. Aktuell ist unsere erste Mietwohnung ja kurz vor dem Abschluss so das es leider an der nötigen Zeit für unser Tagebuch hier mangelt. Aber was sein muß sein! Nachdem ich im letzten Beitrag das Wohnzimmer im Obergeschoss ja nochmals vorgestellt hatte schreibe ich heute über die Entkernung und die Vorbereitungen für den Trockenbau!

Wie bereits erwähnt wurde das Wohnzimmer grundlegend umstrukturiert. Wände wurden komplett entfernt oder zum Teil auf Metermaß abgetragen. Neue Türen wurden gesetzt, andere wiederum versetzt.

Beginnen möchte ich mit der Wand zur Küche. Diese Wand war zunächst komplett geschlossen. Eigentlich sollte hier ja nur eine Durchgangstür vom Wohnzimmer in die Küche geschaffen werden. Allerdings stiessen wir beim Durchbrechen der Wand auf eine Fachwerkwand. Das war für uns natürlich ein absoluter Glücksfall. Erstens gab es keine Bedenken mehr bzgl. der Statik und zweitens konnte dieses Fachwerk wunderbar als Raumteiler umfunktioniert werden.

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Links sieht man bereits die Türöffnung welche wir zuerst freigelegt hatten. Nachdem sich dann nach und nach andeutete das hier eine Fachwerkwand stand wurde weiter abgerissen. Die Wand selber wurde nur noch bis ca. 1m Höhe stehen gelassen. Den Rest bis zur Decke zierten dann die Fachwerkbalken.

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Anschliessend mußte der gesamte Schutt und Dreck natürlich wieder abtransportiert werden. Zum Thema Dreck und Staub schrieb ich ja bereits hier etwas. Letztendlich war aber alles weg was weg sollte und beide Räume, Küche als auch Wohnzimmer, zeigten sich in einem wunderbar angenehmen Licht. Die grüne Wand auf dem erstem Bild trennte hier im Foto noch Wohnzimmer vom Balkon. Diese Wand wurde natürlich auch noch auf Meterhöhe abgetragen.

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Die beiden Fenster und die Tür zum Balkon waren anschliessend auch schnell ausgebaut. Da diese Wand auch im Fachwerkstil gebaut war entschieden wir uns dafür auch diese Wand komplett zu entfernen. Nach Rücksprache mit unserem Zimmermann und weiteren Spezialisten vom Bau wurden wir aber zu einem Kompromiss gezwungen. Der tragenden Balken über der ehemaligen Wand zum Balkon hatte eine freie Länge von gut 4 -5m. Trotz der immensen Ausmaße des Balkens von gut 30x30cm im Querschnitt sollte dieser im Raum noch gestützt werden um ein Durchbiegen oder gar ein Durchbrechen zu verhindern. Daher blieben die beiden äußeren Balken stehen und nur die inneren Balken des Fachwerks wurden entfernt. Aus heutiger Sicht muß ich zugeben froh zu sein über diesen Kompromiss!

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Letztlich stand noch eine große Umbaumaßnahme im Wohnzimmer an. Da unser späteres Schlafzimmer anfangs nur über eines der Kinderzimmer zu erreichen war, und wir Durchgangszimmer absolut vermeiden wollten, sollte vom Wohnzimmer aus eine Tür zum Schlafzimmer geschaffen werden. Da die Wände vom Wohnzimmer und dahinterliegendem Schlafzimmer aber nicht in einer Flucht verliefen war Planung und Muskelkraft angesagt. So wurde die Wand zunächst freigelegt um fest zustellen wo und wie genau das Fachwerk verlief. Anschliessend wurde einer der stehenden Balken als gegeben markiert und ein zweiter Balken mußte dann entsprechend der Türgröße verrutscht werden. Wichtig war in dieser Ecke auch der Gedanke das hier später am Schornstein mal ein Kamin stehen würde. Die entsprechenden Abstände mußten also bereits hier eingeplant werden. Der Balken selbst wurde dann unten und ober mit einem leider etwas stumpfen Fuchsschwanz herausgesägt. Anschliessend dann verschoben und an der richtigen Stelle wieder ins Fachwerk eingebunden. Ein neuer Sturz aus einem Holzbalkenrest vom Fenstereinbau sicherte die Türöffnung nach oben hin ab.

Da der alte Putz ja auch bereits hier von allen Wänden abgeklopft war konnten die Vorarbeiten für den Trockenbau als erledigt angesehen werden. Wir hatten also eine Tür neu eingebaut und das inbegriffene Fachwerk angepasst, weiterhin hatten wir Die Wand inkl. dem Fachwerk zum Balkon hin bis auf jeweils  ca 1m von den Seitenwänden abgerissen. Das Fachwerk in der Wand zur Küche wurde wurde auf einen Sockel von einem Meter freigelegt sowie durch einen Durchgang zur Küche selbst ergänzt! Weiter ging es hier nun mit Elektrik und Trockenbau.

© 2008 – 2014, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

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Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

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