Rohbau in der neuen Küche – Trempel und Verplankung

Gepostet am Aug 21, 2009 in Blog, Das Haus, Das Obergeschoss

Rohbau in der neuen Küche – Trempel und Verplankung

Bereits im ersten Teil zum Rohbau der Küche bin ich ja bereits auf auf die Dämmung, Isolierung und die Wasser und Elektroinstallationen eingegangen. Weiter geht es hier nun mit dem Aufbau des Trempels sowie dem Verplanken der Wände. Die raumhohe Nordwand war durch die bereits gestellten Profile das kleinere Problem. Viel aufwendiger sollten da die beiden Trempel werden und die Einarbeitung der bestehenden Trage- und Stützbalken. Weiterhin mußten in der Küche auch noch die beiden Dachfenster in die neuen Gipskartonwände integriert werden. Hier zeigte sich einmal mehr das die meisten Friemelarbeiten sich über Stunden hinzogen und man hinterher faktisch nichts vom großen Aufwand sah.

Beginnen wir an der Nordwand; die Profile standen und Elektrik als auch sämtliche Wasserrohre waren verlegt. Da hier aber später auch die Küchenzeile stehen sollte und natürlich auch die Hängeschränke, mußte die Unterkonstruktion wesentlich stabiler sein als in den anderen Räumen. Durch den Rückbau des alten Flures hatten wir ja noch massig alte Pressspanplatten übrig. Diese waren ca. 2-3cm dick und sollten unter dem Gipskarton für die entsprechende Statik sorgen.

Also kramten wir die alten Platten wieder raus und vermaßen zunächst die Wand mit all den Bohrlöchern für Wasser und Elektro. Anschliessend wurden diese Maße auf die Holzplatten übertragen und mittels Lochkreissäge fein säuberlich zugeschnitten. Anschliessend konnten die Wände an den Profilen verschraubt werden. Um die Schwingungen vom alten Holzfußboden nicht auf die Wände zu übertragen wurde zum Boden hin jeweils ein kleiner Spalt offen gehalten. Die Profile an sich waren ja durch das Profildichtband bereits entkoppelt. Diese Arbeit ging schön von statten. Endlich sah man mal effektiv den Fortschritt und die Wand war ruckzuck mit den Holzplatten verplankt. Leider hatte ich es hier zunächst versäumt diese Wand im Verbund anzulegen. Da es sich aber sowieso nur um eine Unterkonstruktion handelte wurde daran auch nichts mehr geändert.

Anschliessend sollten dann die Holzplatten mit dem Gipskarton verkleidet werden. Nun hies es wieder das Maß der bisher schon geschnittenen Löcher zu übernehmen. Diesmal aber noch genauer, schliesslich hatten wir nun den sichtbaren Wandteil vor uns. Ein wenig stolz und begeistert stellte ich aber bald fest das sich meine vielen Geometriestunden in der Schule wirklich gelohnt hatten. Alles passte auf Anhieb.

Weiter ging es dann an der Ostseite mit dem Trempel. Hier galt es zunächst das richtige Maß bzw. die richtige Höhe zu finden. Da wir die breite der späteren Küchenzeile ja bereits kannten gab es an der Ostseite kein langes Rätseln. Ein UW50 Bodenprofil wurde nach Küchenzeilenbreite ausgerichtet und auf die Länge der gesamten Ostseite ausgerichtet. Im Lot ergab sich dann die zweite UW50 Profilschiene die an den schrägen Balken angebracht wurde. Die Höhe ergab sich somit bei ca. 110cm. Die obere Schiene wurde dann durch die Profilecken mittels Schnellbauschrauben direkt in jeden Balken verschraubt. Somit hatten wir also die Unter- und Oberschiene und konnten dann im Abstand 62,5 cm die CW50er Profile einstellen. Lediglich bei den Dachfenstern durfte ich wieder basteln, dazu aber in einem anderem Thema mehr.

Nachdem der Ostwandtrempel stand sollte sich die Höhe des Trempels eigentlich auf die Südwand übertragen. Leider hatte des Dach hier aber eine andere Neigung so das wir dazu weiter ins Dach hätten gehen müssen, also nach hinten vom Raum weg. Da dies aber nicht möglich war setzen wir den Südtrempel einfach optisch passend neu an. Somit ergab sich in der Süd-Ostecke beim Übergang der beiden Trempel zwar eine Art Stufe, diese sollte aber optisch als auch praktisch nicht weiter stören.

Auf die obere UW-Schiene kam folgend direkt in den Balken verschraubt eine Dachlatte als tragendes Element für die Gipskartonplatten an den Dachschrägen. Eine weitere Latte folgte oben unter dem Quer-Balken abschliessend. Zwei letzte Dachlatten wurden dann noch vermittelt befestigt. Die Gesamthöhe der Dachschräge betrug in etwa 140cm, somit sollten die vier Befestigungspunkte reichen. Nun war es geschafft der Trempelunterbau stand, ebenso wie die Dachschrägenunterkonstruktion. Es ging ans Verplanken!

Als vorteilhaft erwies es sich zunächst die Dachschrägen zu verkleiden. Die Platten wurden also zugeschnitten und in die Holzlatten verschraubt. Stück für Stück ging es dann voran. Den Bereich um die Dachfenster lies ich zunächst frei. Etwas kniffelig erwies sich der Übergang von der Ost auf die Südseite. Zum einen hatte ich hier eine angeschrägte Ecke, zum zweiten einen tragenden Ständerbalken und zum dritten unterschiedlich hohe Trempel zu integrieren. Hier galt es sich wirklich Zeit zu nehmen und zunächst in Ruhe zu planen. Aber auch das war dann gar nicht so kompliziert. Und was an Gipskarton doch mal zu viel weggeschnitten wurde ersetzt mein guter Freund, der Bauschaum 😉 .

Und so sah dann das fertige Bild aus:

Kann sich doch sehen lassen, oder? Das schönste war nun natürlich endlich einen Raum zu haben an welchem man sehen konnte wie später einmal alles aussehen würde. Letztlich fehlte ja nur noch die Farbe an den Wänden…

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1 Kommentar

  1. Im übrigen bin ich mir durchaus bewusst das man den beschriebenen Trempel mit D schreibt. Der Beitrag bahandelt also richtigerweise einen Drempel. Allerdings sind in Deutschland durchaus beide Schreibweisen zugelassen 😉

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