Ein Swimmingpool im Garten mit Gartenmöbeln und einem Text, der auf eine Einsparung von 52 % durch einen Frequenzumrichter hinweist. www.commaik.de

Frequenzumrichter Poolpumpe: Einbau, Einstellungen und Strom sparen

Lesezeit 23 Minuten

Einen Frequenzumrichter an meiner Poolpumpe nachrüsten, die Drehzahl regeln und dabei Strom sparen – genau das habe ich mit meiner SPECK BADU Magic II 8 umgesetzt. Mit dem AquaForte Vario+ II sank der tägliche Energieverbrauch von Pumpe und UV-C-Lampe um rund 43 Prozent, gleichzeitig wurde die Anlage deutlich leiser.

Ich zeige, wie ich den Frequenzumrichter eingebaut, angeschlossen und eingestellt habe, welche Messwerte sich ergaben und warum die niedrigste Drehzahl im Praxistest nicht die beste Wahl war. Auch Laufzeiten, Kosten und die Voraussetzungen für eine passende Nachrüstung gehören dazu.

Auf einen Blick: Das erwartet mich beim Nachrüsten der Poolpumpe

  • Frequenzumrichter für die Poolpumpe nachrüsten: Warum ich meine SPECK BADU Magic II 8 weiterverwende und mit dem AquaForte Vario+ II ergänze.
  • Einbau und Anschluss: Wie ich den Frequenzumrichter installiert habe und welche technischen Voraussetzungen wichtig sind.
  • Poolpumpe-Drehzahl regeln: Warum 1.750 U/min für meine Anlage zu wenig waren und sich 2.000 U/min im Alltag bewährt haben.
  • Frequenzumrichter einstellen: Bedienung am Touchfeld, Tastensperre und Zeitprogramme mit bis zu vier Zeitfenstern.
  • Stromverbrauch vergleichen: Meine Werte vor und nach dem Umbau – mit rund 43 Prozent weniger Energieverbrauch einschließlich UV-C-Lampe.
  • Laufzeit und Umwälzung abstimmen: Warum meine Pumpe länger läuft und wie sich der Wasserdurchsatz überschlägig berechnen lässt.
  • Kosten und Praxiserfahrungen: Amortisation, geringere Lautstärke und die Auswirkungen auf Skimmer, Solarheizung, Dosieranlage und PV-Speicher.

 


 

Warum ich meine Poolpumpe mit einem Frequenzumrichter nachrüsten wollte

Meine Pooltechnik läuft während der Saison viele Stunden täglich. Vor dem Umbau lief meine Pumpe über eine klassische Zeitschaltuhr rund sieben Stunden und zwanzig Minuten am Tag mit voller Drehzahl. Das funktioniert grundsätzlich zuverlässig, hat aber zwei klare Nachteile: Die Pumpe arbeitet dauerhaft nahe der Vollast und ist dabei vergleichsweise laut.

Die Idee hinter einer frequenzgesteuerten Pumpe beziehungsweise einem nachgerüsteten Inverter ist einfach: Statt die Poolpumpe immer mit maximaler Drehzahl laufen zu lassen, wird die Pumpendrehzahl je nach Bedarf reduziert. Die Umwälzung erfolgt dann etwas langsamer, kann dafür aber länger und deutlich effizienter laufen.

Der für mich wichtigste erwartete Vorteil war natürlich der Stromverbrauch. Poolpumpen gehören während der Saison zu den Dauerverbrauchern. Wenn sich die Leistungsaufnahme deutlich reduzieren lässt, kann das je nach Laufzeit und Strompreis spürbare Kosten sparen. Gleichzeitig sollte eine geringere Drehzahl auch die Lautstärke reduzieren – gerade dann interessant, wenn sich die Pooltechnik in der Nähe von Terrasse, Haus oder Nachbargrundstück befindet.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Läuft die Pumpe nicht dauerhaft mit voller Leistung, sinken auch Druck und Belastung innerhalb der Anlage. Das betrifft nicht nur den Motor, sondern ebenso Filter, Verrohrung, Dichtungen und weitere Komponenten der Pooltechnik. Ob sich dadurch die Lebensdauer messbar verlängert, lässt sich im Alltag natürlich nicht sicher beziffern. Weniger Dauerbelastung erscheint mir aber grundsätzlich sinnvoll.

Gerade bei einem Pool mit stabiler Wasserqualität, ausreichender Filteranlage und passendem Durchfluss muss eine Pumpe nicht den ganzen Tag mit voller Leistung arbeiten. Wichtig ist aber: Weniger Drehzahl bedeutet nicht automatisch, dass jede Einstellung sinnvoll ist. Skimmer, Einlaufdüsen, Solarheizung, Dosieranlage und Hydraulik müssen weiterhin zuverlässig funktionieren.

 


 

Meine Pooltechnik vor dem Umbau

Bei meinem Pool arbeitet eine SPECK BADU Magic II 8. Laut Typenschild liegt ihre Nennleistung bei 610 Watt, die Nenndrehzahl bei 2.840 Umdrehungen pro Minute. Im tatsächlichen Betrieb habe ich mit einer smarten Steckdose durchschnittlich rund 587 Watt Leistungsaufnahme gemessen. Das zeigt auch, warum sich ein Blick auf reale Messwerte lohnt: Das Typenschild nennt den technischen Nennwert, der tatsächliche Verbrauch kann je nach Anlage und Betriebszustand davon abweichen.

Die Pumpe versorgt bei meinem Aufbau unter anderem den Filter, die UV-C-Lampe, die Poolheizung und die Dosiertechnik. Im Technikhaus befinden sich außerdem die Verrohrung, die elektrische Steuerung und die Filtertechnik. Den grundsätzlichen Aufbau habe ich bereits im Beitrag Projekt Poolbau: Das Technikhaus beschrieben.

Vor dem Umbau lief die Pumpe täglich rund sieben Stunden und zwanzig Minuten. Daraus ergab sich allein für die Pumpe ein Stromverbrauch von etwa 4,18 kWh pro Tag. Die 75-Watt-UV-C-Lampe lief parallel dazu und kam auf weitere rund 0,55 kWh. Insgesamt verbrauchte meine Pooltechnik damit etwa 4,73 kWh pro Tag.

Bei einem Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde entsprechen das rund 1,42 Euro täglich. Über einen Monat mit 30 Betriebstagen kommen allein für Pumpe und UV-C-Lampe rund 42,50 Euro zusammen. Während einer sechsmonatigen Poolsaison summiert sich das auf mehr als 250 Euro – ohne Dosieranlage, Poolheizung oder weitere Verbraucher einzurechnen. Genau an dieser Stelle wurde für mich deutlich, dass bereits eine moderate Senkung der Leistungsaufnahme über die Saison einen spürbaren Unterschied machen kann.

Auch akustisch war die Anlage deutlich wahrnehmbar. Direkt im Technikschacht lagen die Messwerte je nach Messpunkt bei etwa 70 bis 75 dB. Das ist bei einer klassischen Poolpumpe nicht ungewöhnlich, aber die Anlage war im laufenden Betrieb klar hörbar. Gerade an warmen Tagen, wenn Terrasse und Garten genutzt werden, fällt dieses dauerhafte Geräusch stärker auf als zunächst erwartet.

Hinzu kommt die dauerhafte mechanische Belastung. Bei voller Drehzahl erzeugt die Pumpe einen höheren Druck, die Verrohrung wird stärker durchströmt und auch Filterkessel, Dichtungen sowie Anschlüsse stehen dauerhaft unter mehr Belastung. Die Pumpe selbst läuft dabei über viele Stunden mit hoher Drehzahl. Ob sich dadurch ein konkreter Verschleißzeitpunkt vorhersagen lässt, wäre unseriös zu behaupten. Klar ist aber: Weniger Drehzahl bedeutet in der Regel weniger Druck, weniger Vibrationen und eine geringere Dauerbelastung für Motor und Pooltechnik.

 


 

Wie ein Frequenzumrichter die Poolpumpe regelt

Ein Frequenzumrichter sitzt zwischen Steckdose und Pumpe und verändert nicht einfach nur die Spannung. Er erzeugt aus der vorhandenen 230-V-Wechselspannung eine neue Ausgangsspannung mit variabler Frequenz. Über diese Frequenz wird die Drehzahl des Motors geregelt: Eine niedrigere Frequenz sorgt für eine niedrigere Pumpendrehzahl, eine höhere Frequenz für mehr Leistung und Durchfluss.

Bei einer klassischen Poolpumpe ohne eigene Drehzahlsteuerung läuft der Motor normalerweise immer mit seiner vorgesehenen Nenndrehzahl. In meinem Fall waren das rund 2.840 Umdrehungen pro Minute. Die Pumpe fördert also immer mit der gleichen Leistung, unabhängig davon, ob gerade viel Durchfluss benötigt wird oder ob der Pool nur im normalen Filterbetrieb läuft.

Genau hier setzt der Frequenzumrichter an. Statt die Pumpe dauerhaft mit voller Drehzahl zu betreiben, lässt sich die Leistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Für die normale Umwälzung kann eine niedrigere Drehzahl ausreichen. Beim Rückspülen, beim Ansaugen nach einer Reinigung oder wenn eine höhere Durchströmung für die Poolheizung benötigt wird, kann die Drehzahl dagegen wieder angehoben werden.

Das spart nicht nur Strom. Mit sinkender Drehzahl reduzieren sich in der Regel auch Fördermenge, Druck, Vibrationen und Geräuschentwicklung. Die Pumpe läuft ruhiger und die gesamte Hydraulik wird weniger stark belastet. Wichtig ist dabei, die Drehzahl nicht einfach möglichst weit zu reduzieren. Filteranlage, Skimmer, Einlaufdüsen, Solarabsorber, Wärmepumpe oder Dosiertechnik benötigen weiterhin ausreichend Durchfluss.

Der AquaForte Vario+ II Frequenzumrichter* ist genau für diese Nachrüstung gedacht. Er ermöglicht es, eine vorhandene und technisch passende 230-V-Pumpe weiterzuverwenden, statt sie allein wegen des Stromverbrauchs ersetzen zu müssen. Wenn die Pumpe noch zuverlässig läuft, kann das wirtschaftlicher sein als der sofortige Austausch gegen ein neues Modell.

Solche Frequenzumrichter werden nicht ausschließlich an Poolpumpen eingesetzt. Grundsätzlich kommen sie auch bei geeigneten Teichpumpen, Umwälzpumpen für Schwimmteiche, Bewässerungsanlagen, Wasserläufen oder Filterkreisläufen zum Einsatz. Entscheidend bleibt immer die technische Kompatibilität des Motors. Der AquaForte Vario+ II ist kein universeller Regler für beliebige Geräte, sondern für passende einphasige Pumpenmotoren vorgesehen.

Eine Alternative zur Nachrüstung sind moderne Poolpumpen mit integrierter Drehzahlsteuerung. Diese Pumpen besitzen die notwendige Elektronik bereits ab Werk und lassen sich häufig direkt über mehrere Leistungsstufen, Drehzahlen oder Zeitprogramme betreiben. Das ist vor allem dann interessant, wenn ohnehin ein Pumpentausch ansteht oder die vorhandene Pumpe bereits älter beziehungsweise defekt ist.

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Bei einer noch funktionierenden klassischen Pumpe kann ein externer Frequenzumrichter jedoch eine sehr interessante Lösung sein: Die vorhandene Technik bleibt erhalten, die Drehzahl wird flexibel regelbar und der Energieverbrauch lässt sich im normalen Poolbetrieb deutlich reduzieren.

 


 

AquaForte Vario+ II: Was der Frequenzumrichter kann – und was nicht

Ich habe mich für den AquaForte Vario+ II entschieden. Der Umrichter wird steckerfertig zwischen Steckdose und Pumpe installiert und ermöglicht es, die Drehzahl einer geeigneten Poolpumpe zwischen 1.200 und 2.900 Umdrehungen pro Minute einzustellen.

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Der große Vorteil: Die vorhandene Pumpe muss nicht zwingend gegen ein neues Modell mit integrierter Drehzahlsteuerung getauscht werden. Der AquaForte Vario lässt sich bei passenden Schwimmbadpumpen nachrüsten und übernimmt die Drehzahlsteuerung extern.

Nur für passende 230-V-Pumpen geeignet

Hier liegt der wichtigste Punkt beim Kauf: Ein Frequenzumrichter passt nicht automatisch zu jeder Pumpe. Der AquaForte Vario+ II ist für geeignete einphasige 230-V-Kondensatormotoren vorgesehen. Vor dem Anschließen müssen Typenschild, Motorbauart und die Angaben des Pumpenherstellers geprüft werden.

Der Umrichter ist nicht für einen 400V Drehstrommotor gedacht. Auch bei Asynchronmotoren, Synchronmotoren, Motoren mit Startrelais, Fliehkraftschalter oder beschädigtem Kondensator ist Vorsicht geboten. Gerade ältere Poolpumpen können unterschiedlich aufgebaut sein. Deshalb sollte vor dem Umbau nicht nur auf die Wattzahl geschaut werden.

Bei meiner BADU-Pumpe war die Kombination problemlos möglich. Das bedeutet aber nicht, dass sich daraus eine pauschale Freigabe für andere Poolpumpen ableiten lässt.

Sicherheit bei 230V, Wasser und FI-Schutz

Ein Frequenzumrichter arbeitet mit 230V Wechselstrom und wird in einer Umgebung mit Wasser verbaut. Die elektrische Installation muss deshalb sauber ausgeführt sein. Laut Herstellerunterlagen ist ein FI/RCD mit maximal 30 mA erforderlich. Ob die vorhandene Schutzmaßnahme, etwa ein FI Typ A, für die konkrete Installation passend ist, sollte im Zweifel eine Elektrofachkraft anhand der örtlichen Installation und der Herstellerunterlagen bewerten.

Ich habe den Umrichter trocken und geschützt an der Wand meines Technikhauses montiert. Verlängerungskabel würde ich bei dieser Anwendung nicht einsetzen. Die Steckverbindungen, die Kabelführung und die Absicherung sollten dauerhaft für die Umgebung im Poolbetriebs geeignet sein.

 


 

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Technische Daten des AquaForte Vario+ II

Merkmal Technische Angabe
Modell AquaForte Vario+ II
Modellnummer RB345
Gerätekategorie Externer Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung geeigneter Poolpumpen
Eingang 1-phasiger Wechselstrom
Eingangsspannung 220 bis 240 V
Eingangsfrequenz 50 Hz
Ausgangsspannung 1-phasig, 0 bis 240 V
Maximale Ausgangsleistung 1,1 kW
Maximaler Ausgangsstrom 6 A
Geeignete Pumpen Einphasige Poolpumpen mit Permanent-Split-Capacitor-Motor, also einem passenden Kondensatormotor
Einstellbarer Drehzahlbereich 1.200 bis 2.900 Umdrehungen pro Minute
Betriebsarten Drei frei nutzbare Drehzahlstufen für beispielsweise Nacht-, Tages- und Rückspülbetrieb
Zeitprogramme Bis zu vier frei definierbare Zeitfenster pro Tag mit individuellen Drehzahlen
Anzeige Aktuelle Drehzahl, Leistungsaufnahme, Uhrzeit, Betriebsmodus und Timerstatus
Bedienung Touch-Bedienfeld mit Tastensperre
Kühlung Aktive Belüftung
Schutzfunktionen Schutz unter anderem bei Übertemperatur und Überstrom; bei hoher interner Temperatur kann das Gerät die Drehzahl automatisch reduzieren
Abmessungen 222 × 117 × 166 mm
Erforderliche Schutzmaßnahme Fehlerstromschutzschalter mit maximal 30 mA Nennfehlerstrom
Nicht geeignet für 400-V-Drehstrommotoren, Motoren mit Fliehkraftschalter, Startrelais oder Startschalter, Gleichstrommotoren sowie beschädigte oder nicht kompatible Einphasenmotoren

 

Der AquaForte Vario+ II ist damit kein universeller Regler für jede beliebige Pumpe. Seine Stärke liegt in der Nachrüstung passender einphasiger Poolpumpen, die bislang nur mit einer festen Drehzahl betrieben werden. Gerade bei einer vorhandenen und technisch noch einwandfreien Pumpe kann das eine sinnvolle Alternative zum kompletten Pumpentausch sein.

 



 

Frequenzumrichter Poolpumpe einbauen und anschließen

Der praktische Einbau war bei meiner Anlage überraschend unkompliziert. Der AquaForte Vario II wird an der Wand befestigt, die Poolpumpe wird an die Steckdose des Geräts angeschlossen und der Frequenzumrichter selbst kommt an die vorhandene Stromversorgung.

Bei meinem Aufbau hat der Einbau weniger als 15 Minuten gedauert. Im Lieferumfang waren unter anderem die Wandhalterung, Schrauben, ein Erdungskabel und die Bedienungsanleitung enthalten. Danach musste ich nur noch die Pumpe anschließen, die gewünschte Drehzahl einstellen und den Testlauf starten.

Die vorhandene Steuerung mit der Theben-Zeitschaltuhr habe ich zunächst beibehalten. Dadurch läuft die Pumpe weiterhin zu den gewohnten Zeiten. Der Frequenzumrichter bietet aber zusätzlich eine integrierte Steuerung mit bis zu vier Zeitfenstern und unterschiedlichen Leistungsstufen. Damit kann die Zeitschaltuhr bei Bedarf auch ersetzt werden.

 



 

AquaForte Vario+ II bedienen und Zeitprogramme einstellen

Die Bedienung des AquaForte Vario+ II erfolgt vollständig über das Touch-Bedienfeld auf der Vorderseite. Eine App, WLAN-Verbindung oder zusätzliche Steuerung sind dafür nicht erforderlich. Im Normalbetrieb zeigt das Display unter anderem die eingestellte Drehzahl, den aktuellen Betriebszustand und je nach Ansicht weitere Werte wie Leistung oder Uhrzeit an.

Bevor Einstellungen geändert werden können, muss zunächst die Tastensperre aufgehoben werden. Dazu wird das Schlosssymbol einige Sekunden gedrückt gehalten. Erst danach lassen sich Drehzahl, Uhrzeit oder Zeitprogramme verändern. Das ist im Alltag sinnvoll, weil dadurch verhindert wird, dass Einstellungen versehentlich beim Reinigen oder durch eine Berührung am Gerät verstellt werden.

Für den schnellen Betrieb kann die gewünschte Drehzahl direkt eingestellt werden. Bei meiner Anlage habe ich nach den ersten Tests 2.000 Umdrehungen pro Minute als dauerhafte Drehzahl für den normalen Filterbetrieb gewählt. Der Frequenzumrichter startet die Pumpe dabei zunächst mit einer höheren Drehzahl und reduziert sie anschließend auf den eingestellten Wert. Dadurch läuft der Motor sicher an, bevor der sparsame Normalbetrieb beginnt.

Zusätzlich bietet der Vario+ II mehrere frei konfigurierbare Zeitfenster. Insgesamt lassen sich bis zu vier Phasen pro Tag hinterlegen. Für jedes Zeitfenster werden jeweils eine Startzeit, eine Endzeit und die gewünschte Drehzahl festgelegt. Damit kann die Pumpe beispielsweise morgens und abends mit höherer Leistung laufen, während sie über den restlichen Tag mit reduzierter Drehzahl für die normale Umwälzung arbeitet.

Die Zeitprogramme können auch genutzt werden, um einzelne Betriebsarten sinnvoll abzubilden. Eine höhere Drehzahl kann etwa beim Rückspülen, beim Ansaugen nach der Reinigung oder bei erhöhtem Bedarf durch die Poolheizung sinnvoll sein. Für den üblichen Filterbetrieb reicht dagegen häufig eine geringere Drehzahl aus, sofern Skimmer, Einlaufdüsen und Dosiertechnik weiterhin zuverlässig arbeiten.

Ich habe die integrierte Programmierung zunächst nicht genutzt, weil meine Pooltechnik bereits über eine Theben-Zeitschaltuhr geschaltet wird. Diese übernimmt weiterhin die täglichen Laufzeiten. Der Frequenzumrichter regelt bei mir also in erster Linie die Pumpendrehzahl. Wer keine externe Zeitschaltuhr verbaut hat oder die Steuerung vereinfachen möchte, kann die Laufzeiten aber direkt im Gerät hinterlegen und die vorhandene Zeitschaltuhr damit ersetzen.

 


 

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Poolpumpe Drehzahl regeln: Mein erster Test mit 1.750 U/min

Für den ersten Test habe ich die Drehzahl meiner SPECK BADU Magic II 8 auf 1.750 U/min eingestellt. Die Leistungsaufnahme fiel sofort auf rund 153 Watt. Gegenüber den zuvor gemessenen durchschnittlich 587 Watt war das eine deutliche Reduzierung.

Auch die Lautstärke sank spürbar. Direkt an der Anlage lagen die Messwerte nur noch bei ungefähr 60 dB. Die Pumpe war damit hörbar leiser und der Aufenthalt in der Nähe des Pools deutlich angenehmer.

Nach zwei Wochen zeigte sich allerdings, dass diese Drehzahl für meine Anlage zu niedrig war. Der Skimmer zog Oberflächenschmutz nicht mehr schnell genug ein, an den Einlaufdüsen war die Strömung zu schwach und feine Verschmutzungen blieben länger im Becken liegen.

 

Welche Nachteile die schwächere Strömung im Pool hatte

Am Skimmer fehlte vor allem die ausreichende Zuströmung aus dem Becken. Schwimmende Verschmutzungen gelangten dadurch langsamer in den Skimmerkorb beziehungsweise in das Skimmervlies. Bleibt Schmutz länger auf der Wasseroberfläche, kann er sich im Becken verteilen oder absinken. Dann muss er gegebenenfalls zusätzlich vom Boden entfernt werden, statt bereits an der Oberfläche abgefangen zu werden.

Gleichzeitig trat das Wasser mit weniger Druck und einer schwächeren Strömung aus den Einlaufdüsen aus. Für die Reinigung ist dabei vor allem entscheidend, ob die Wasserstrahlen eine ausreichende Bewegung im Becken erzeugen. Bei meinem ersten Test reichte diese Bewegung nicht mehr aus, um Verschmutzungen zuverlässig in Richtung Skimmer zu transportieren.

Eine gute Wasserbewegung unterstützt außerdem die gleichmäßige Verteilung der dosierten Wasserpflegemittel und des erwärmten Wassers aus der Solarheizung. Schwach durchströmte Bereiche werden schlechter in diese Durchmischung einbezogen. Die reine Pumpenlaufzeit sagt deshalb noch nicht aus, ob die Umwälzung im gesamten Becken ausreichend funktioniert.

Die Beobachtung bedeutete nicht automatisch, dass mein Filterglas schlechter filterte. Schmutz muss jedoch zunächst mit dem Wasser zur Filteranlage gelangen. Genau dieser Transport funktionierte bei 1.750 U/min in meinem Aufbau nicht mehr zufriedenstellend. Für die weitere Einstellung war deshalb nicht allein die niedrigste Leistungsaufnahme entscheidend, sondern das Zusammenspiel aus Strombedarf, Oberflächenreinigung und Beckenströmung.

 

Warum ich die Poolpumpe auf 2.000 U/min eingestellt habe

Ich habe die Drehzahl deshalb auf 2.000 U/min angehoben. Dadurch lag die Leistungsaufnahme meiner Pumpe bei etwa 207 bis 210 Watt. Sie benötigte weiterhin deutlich weniger elektrische Leistung als vor dem Umbau, während die Umwälzung in meinem Pool wieder zuverlässig funktionierte.

Mit dieser Einstellung zog der Skimmer den Oberflächenschmutz wieder ausreichend ein. Die Einlaufdüsen erzeugten eine passende Bewegung im Becken und die Solarheizung lief ebenfalls problemlos weiter. Auch die BAYROL-Dosieranlage erkannte den Durchfluss weiterhin über ihren Paddelschalter. Diese Durchflusserkennung allein ersetzt allerdings nicht die Kontrolle, ob die Wasserbewegung im Becken tatsächlich ausreicht.

Die Lautstärke blieb bei rund 60 dB. Die etwas höhere Drehzahl brachte mir somit eine deutlich bessere Umwälzung, ohne den gewonnenen Geräuschkomfort spürbar aufzugeben.

Beim Start läuft meine Pumpe zunächst etwa eine Minute mit rund 2.900 U/min. Anschließend regelt der Frequenzumrichter auf die eingestellten 2.000 U/min herunter. Diese Anlaufphase ist für das Ansaugen vorgesehen; danach arbeitet die Pumpe mit der reduzierten Betriebsdrehzahl.

Die Solarheizung war für mich ein weiterer wichtiger Prüfpunkt. Auch bei reduzierter Pumpendrehzahl muss sie ausreichend durchströmt werden. Bei meinem Ripp-Rohrsystem funktioniert die Einstellung von 2.000 U/min weiterhin gut. Den Aufbau und die Einbindung der Anlage habe ich im Beitrag Poolheizung mit Ripp-Rohrsystem selber bauen beschrieben.

Die 2.000 U/min sind damit meine passende Einstellung für diesen Anlagenaufbau. Daraus lässt sich keine allgemeingültige Drehzahl für andere Pools ableiten. Für meine Entscheidung waren die tatsächliche Schmutzaufnahme am Skimmer, die Strömung im Becken und der zuverlässige Betrieb der angeschlossenen Technik ausschlaggebend.

 

Frequenzumrichter Poolpumpe einstellen: Zeitfenster und Steuerung

Die Bedienung des AquaForte Vario+ II erfolgt direkt am Gerät über das Touchfeld. Zum Ändern der Einstellungen halte ich das Schlosssymbol etwa drei Sekunden gedrückt. Erst nach dem Entsperren lassen sich die Drehzahl und die Zeitprogramme ändern.

Der Frequenzumrichter erlaubt bis zu vier Zeitfenster mit individuell eingestellten Drehzahlen. Damit lassen sich die Betriebszeiten über den Tag verteilen. Denkbar wären beispielsweise getrennte Laufzeiten am Morgen, während des Tages und am Abend. Welche Drehzahlen dabei sinnvoll sind, hängt von der erforderlichen Umwälzung und der angeschlossenen Pooltechnik ab.

Ich nutze aktuell weiterhin meine vorhandene Theben-Zeitschaltuhr und habe am Frequenzumrichter eine feste Betriebsdrehzahl eingestellt. Das ist für meinen Alltag die einfachste Automatisierung. Alternativ kann die integrierte Zeitsteuerung die Laufzeiten übernehmen. Dafür muss der Frequenzumrichter während der vorgesehenen Betriebszeiten mit Strom versorgt sein. Eine vorgeschaltete Zeitschaltuhr darf diese Versorgung nicht außerhalb ihres eigenen Zeitfensters unterbrechen.

 

Zeitschaltung am AquaForte Vario+ II einrichten

Beispiel: Ein tägliches Zeitfenster von 08:00 bis 17:22 Uhr mit 2.000 U/min ergibt 9 Stunden und 22 Minuten Laufzeit. Die Uhrzeiten dienen hier als Programmierbeispiel; in meinem aktuellen Aufbau übernimmt weiterhin die Theben-Zeitschaltuhr das Ein- und Ausschalten.

  1. Touchfeld entsperren: Die Taste mit dem Schloss-/M-Symbol etwa drei Sekunden gedrückt halten.
  2. Timermenü öffnen: Die Taste mit dem Uhrsymbol drücken. Zunächst die aktuelle Uhrzeit mit den Pfeiltasten einstellen. Mit der Uhrtaste zu den weiteren Eingabefeldern wechseln.
  3. Zeitfenster 1 einstellen: Die Startzeit auf 08:00 Uhr und die Endzeit auf 17:22 Uhr setzen. Die angezeigten Werte mit den Pfeiltasten ändern und mit der Uhrtaste durch die Zeitfelder wechseln.
  4. Drehzahl festlegen: Über die M-Taste den passenden Drehzahlmodus auswählen. Anschließend mit den Pfeiltasten 2.000 U/min einstellen. Dieser Wert liegt im mittleren Modus „Tag“.
  5. Weitere Zeitfenster prüfen: Bei Bedarf die übrigen Timer einstellen. Die Betriebszeiten dürfen sich nicht überschneiden. Für dieses Beispiel wird nur das eine Zeitfenster benötigt; weitere bereits hinterlegte Laufzeiten müssen entsprechend kontrolliert werden.
  6. Einstellungen speichern: Die Uhrtaste etwa drei Sekunden gedrückt halten oder zehn Sekunden warten. Anschließend lassen sich die vier Timer-Einstellungen mit den Pfeiltasten kontrollieren.

Wichtig: Ein blinkendes Uhrsymbol mit Zeitangabe zeigt laut Anleitung an, dass das Gerät auf die nächste Startzeit wartet. Die Anzeige sperrt sich nach etwa einer Minute ohne Bedienung automatisch wieder. Die gespeicherten Programme bleiben bei einer Unterbrechung der Stromversorgung erhalten.

 

 

Eine smarte Steckdose war bei mir vor allem zum Messen der Leistungsaufnahme hilfreich. Sie ist keine Voraussetzung für den Betrieb des Frequenzumrichters, machte aber den Unterschied zwischen den einzelnen Drehzahleinstellungen und den täglichen Energieverbrauch sichtbar.

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Rechenbeispiel: Stromverbrauch und Wasserdurchsatz vor und nach dem Umbau

Der entscheidende Punkt ist nicht nur die reduzierte Leistungsaufnahme, sondern der tatsächliche Stromverbrauch über den gesamten Tag. Gleichzeitig muss die Pumpe ausreichend Wasser durch die Filteranlage fördern. Deshalb habe ich die tägliche Laufzeit von sieben Stunden und zwanzig Minuten auf neun Stunden und zweiundzwanzig Minuten erhöht.

 

Warum ich die Laufzeit verlängert habe

Mein Poolbecken fasst rund 27 m³ Wasser. Bei reduzierter Drehzahl fördert die Pumpe weniger Wasser pro Stunde. Würde ich die bisherige Laufzeit unverändert lassen, würde dadurch auch die täglich umgewälzte Wassermenge sinken. Mit der längeren Laufzeit wollte ich diesen Rückgang teilweise ausgleichen und die Oberflächenreinigung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Einen Durchflussmesser habe ich nicht installiert. Die folgenden Angaben zum Wasserdurchsatz sind deshalb eine vereinfachte Modellrechnung und keine gemessenen Werte meiner Anlage. Für das Beispiel setze ich bei 2.840 U/min einen Ausgangsdurchsatz von 8 m³/h an. Dieser Wert ist eine Rechenannahme und darf nicht mit dem tatsächlichen Durchsatz in meiner Verrohrung gleichgesetzt werden.

Als vereinfachte Orientierung lässt sich der Volumenstrom proportional zur Drehzahl abschätzen. Für 2.000 U/min ergibt sich damit: 8 m³/h × 2.000 ÷ 2.840 ≈ 5,63 m³/h. Diese Näherung beruht auf den Affinitätsgesetzen für Kreiselpumpen; der tatsächliche Betriebspunkt meiner Anlage ist damit nicht bestimmt.

 

Betrieb Drehzahl Leistungsaufnahme Laufzeit pro Tag Tagesverbrauch¹ Berechneter Volumenstrom² Berechnete Wassermenge pro Tag²
Pumpe vorher 2.840 U/min 587 W 7 Std. 20 Min. 4,18 kWh ca. 8,00 m³/h ca. 58,7 m³
Pumpe nachher 2.000 U/min ca. 207 W 9 Std. 22 Min. ca. 2,0 kWh ca. 5,63 m³/h ca. 52,8 m³
UV-C-Lampe vorher – 75 W 7 Std. 20 Min. ca. 0,55 kWh – –
UV-C-Lampe nachher – 75 W 9 Std. 22 Min. ca. 0,70 kWh – –
Gesamt vorher – – – 4,73 kWh – –
Gesamt nachher – – – 2,70 kWh – –

¹ Einordnung der Stromwerte: Die Tabelle übernimmt meine angegebenen Tagesverbräuche. Sie stimmen nicht exakt mit einer Berechnung aus konstanter Leistungsaufnahme und Laufzeit überein: 587 Watt über 7 Stunden und 20 Minuten ergeben rechnerisch rund 4,30 kWh, 207 Watt über 9 Stunden und 22 Minuten rund 1,94 kWh. Für den folgenden Kostenvergleich verwende ich die angegebenen Tageswerte von insgesamt 4,73 beziehungsweise 2,70 kWh.

² Einordnung der Durchflusswerte: Sämtliche Wassermengen beruhen auf dem angenommenen Ausgangsdurchsatz von 8 m³/h und der vereinfachten Drehzahlrechnung. Sie sind keine Durchflussmessungen.

 

 

Bei unveränderter Laufzeit würden in diesem Rechenmodell mit 2.000 U/min nur noch rund 41,3 m³ täglich durch die Anlage gefördert. Durch die verlängerte Laufzeit steigt dieser Wert auf etwa 52,8 m³. Die zusätzliche Betriebszeit gleicht den geringeren stündlichen Durchsatz damit weitgehend, aber nicht vollständig aus.

Bezogen auf mein 27-m³-Becken entspricht das rechnerisch etwa 2,17 Beckenvolumen vor dem Umbau und 1,96 Beckenvolumen danach. Diese Zahlen beschreiben lediglich das Verhältnis von geförderter Wassermenge zu Beckenvolumen. Sie belegen nicht, dass jeder Bereich des Pools gleichmäßig durchströmt oder das gesamte Wasser zweimal vollständig gefiltert wurde.

Für meine Einstellung waren deshalb zusätzlich die praktischen Beobachtungen entscheidend: Der Skimmer musste den Oberflächenschmutz ausreichend einziehen, die Einlaufdüsen eine passende Beckenströmung erzeugen und die angeschlossene Pooltechnik zuverlässig weiterarbeiten.

 

Wie oft sollte das Poolwasser täglich umgewälzt werden?

Als Orientierung gelten für einen privaten Pool zwei bis drei rechnerische Umwälzungen des gesamten Beckenvolumens pro Tag. Bei hohen Wassertemperaturen, intensiver Nutzung oder stärkerer Verschmutzung kann eine längere Filterlaufzeit erforderlich sein.

Für mein 24-m³-Poolbecken ergeben sich daraus folgende Wassermengen:

Tägliche Umwälzung Erforderliche Wassermenge durch die Filteranlage
Zweifach 48 m³ pro Tag
Dreifach 72 m³ pro Tag

Die passende Pumpenlaufzeit hängt vom tatsächlichen Wasserdurchsatz ab:

Laufzeit in Stunden = tägliche Wassermenge in m³ ÷ Durchsatz in m³/h

Bei einem angenommenen Durchsatz von 5,63 m³/h wären für zwei Umwälzungen etwa 8 Stunden und 32 Minuten, für drei Umwälzungen ungefähr 12 Stunden und 47 Minuten erforderlich. Meine Laufzeit von 9 Stunden und 22 Minuten entspricht in diesem Rechenbeispiel rund 2,2 Beckenvolumen täglich.

 

Stromkosten und Amortisation

Mit den zugrunde gelegten Tagesverbräuchen sank der Gesamtverbrauch von 4,73 auf 2,70 kWh. Das entspricht einer Einsparung von rund 2,03 kWh beziehungsweise 43 Prozent pro Betriebstag, einschließlich der UV-C-Lampe.

Die längere Laufzeit erhöht zwar den täglichen Verbrauch der 75-Watt-UV-C-Lampe von etwa 0,55 auf 0,70 kWh. Die Einsparung an der Pumpe fällt jedoch deutlich größer aus.

Bei einem Strompreis von 0,30 Euro je kWh ergeben sich rund 0,61 Euro Ersparnis pro Betriebstag. Der Frequenzumrichter kostete bei meinem Kauf etwa 300 Euro. Mit den ungerundeten Rechenwerten liegt die Amortisation bei ungefähr 493 Betriebstagen. Bei einer Poolsaison von etwa sechs Monaten entspricht das grob zweieinhalb bis drei Jahren.

Für meinen Pool war deshalb die Kombination aus reduzierter Drehzahl und längerer Laufzeit entscheidend. Die Stromwerte zeigen die Einsparung; die berechneten Wassermengen dienen lediglich zur Orientierung. Ob die Einstellung im Alltag passt, beurteile ich zusätzlich anhand der Oberflächenreinigung, der Beckenströmung und des Betriebs meiner Pooltechnik.

 


 

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Was sich bei Lautstärke, Druck, Filterleistung und PV-Speicher verändert hat

Der geringere Stromverbrauch war für mich der Hauptgrund für das Poolprojekt. Mindestens genauso angenehm ist aber die reduzierte Lautstärke. Die Anlage liegt nun bei ungefähr 60 dB statt zuvor rund 72 dB. Das macht gerade im Sommer einen deutlichen Unterschied.

Auch der Druck auf die Anlage ist niedriger. Der Filterbehälter und der Filterkorb stehen nicht mehr so stark unter Druck wie im vorherigen Betrieb. Ich gehe davon aus, dass das langfristig schonender für Pumpe, Filter und Verrohrung sein kann. Eine garantierte längere Lebensdauer lässt sich daraus natürlich nicht ableiten, aber die geringere Belastung wirkt für mich logisch.

Ein kleiner Nebeneffekt: Das Skimmervlies lässt sich bei der geringeren Strömung nicht mehr ganz so sauber aus dem Korb nehmen. Feine Partikel liegen etwas loser im Skimmer. Das ist für mich aber ein echtes Luxusproblem, wenn ich den deutlich geringeren Energieverbrauch dagegenhalte.

Positiv wirkt sich die Einstellung auch auf meine PV-Anlage aus. Der Batteriespeicher wird durch die Pooltechnik langsamer belastet und mehr Solarstrom bleibt für den Haushalt verfügbar. Gerade wenn mehrere Verbraucher gleichzeitig laufen, macht der geringere Leistungsbedarf der Pumpe einen Unterschied.

 



 

Video: Frequenzumrichter an meiner Badu Speck Poolpumpe im Praxistest

Im Video zeige ich den steckerfertigen Einbau, die ersten Messungen, die Anpassung von 1.750 auf 2.000 U/min sowie den Vergleich bei Lautstärke und Stromverbrauch.

Weitere Videos zu meiner Pooltechnik, Wasserpflege und den Umbauten an unserem Pool befinden sich in meiner YouTube-Playlist rund um den Pool. Neue Projekte und praktische Erfahrungen veröffentliche ich außerdem regelmäßig auf meinem YouTube-Kanal COMMAIK.

 

YouTube player

 

Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026 um 05:30 . Ich weise darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. (*) Bei den verwendeten Produktlinks handelt es sich um Affiliate Links. Ich bin nicht der Verkäufer des Produktes. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dein Preis ändert sich jedoch nicht.

 


 

Meine Erfahrungen nach dem Einbau

Der Umbau hat sich bei meiner Anlage gelohnt. Die Poolpumpe läuft leiser, die Leistungsaufnahme ist deutlich reduziert und die Wasserbewegung ist mit 2.000 U/min weiterhin ausreichend. Besonders wichtig war für mich, nicht einfach die niedrigste mögliche Drehzahl zu wählen, sondern die Einstellung an Skimmer, Durchfluss und die vorhandene Pooltechnik anzupassen.

Die Pumpe muss nicht 24h laufen, nur um Strom zu sparen. Sinnvoller ist eine ausreichend lange Laufzeit mit einer passenden Drehzahl. Bei mir waren rund neuneinhalb Stunden pro Tag ein guter Kompromiss zwischen Verbrauch, Wasserbewegung und Filterleistung.

Wer ohnehin eine neue Pumpe benötigt, kann auch direkt zu einer Poolpumpe mit integrierter Drehzahlsteuerung greifen. Für mich war die Nachrüstung wirtschaftlicher, weil meine BADU-Pumpe technisch noch einwandfrei lief.

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Die bestehende Dosier- und Messtechnik arbeitet bei meinem Aufbau weiterhin zuverlässig. Die BAYROL Automatic CL-pH bekommt weiterhin genug Durchfluss für den Paddelschalter. Die Installation dieser Steuerung habe ich im Beitrag BAYROL Automatic CL-pH installieren und Temperatursensor nachrüsten ausführlich beschrieben.

 

Verwendete Produkte

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Fazit: Lohnt sich ein Frequenzumrichter für die Poolpumpe?

Für meine Anlage lautet die Antwort klar: ja. Der AquaForte Vario+ II hat aus einer vorhandenen, klassischen Poolpumpe eine deutlich effizientere Lösung gemacht. Die Pumpe läuft leiser, der Energieverbrauch ist reduziert und die Wasserqualität bleibt bei passender Einstellung stabil.

Entscheidend ist, vor dem Kauf die Kompatibilität des Motors zu prüfen und nach dem Einbau nicht nur auf die Wattzahl zu schauen. Skimmer, Filter, Solarheizung und Dosiertechnik müssen weiterhin mit genügend Durchfluss arbeiten. Wenn das passt, ist ein Frequenzumrichter eine sehr interessante Möglichkeit, bestehende Poolpumpen nachzurüsten und dauerhaft Strom zu sparen.

 


 

Zusammenfassung

Mit einem Frequenzumrichter für meine Poolpumpe habe ich die vorhandene SPECK BADU Magic II 8 nachgerüstet und ihren Energieverbrauch deutlich gesenkt. Im Beitrag zeige ich, wie ich den AquaForte Vario+ II einbauen, anschließen und einstellen konnte und welche Voraussetzungen die Pumpe dafür erfüllen muss.

Beim Regeln der Poolpumpen-Drehzahl erwiesen sich 2.000 U/min als passender Kompromiss: Die Leistungsaufnahme sank von rund 587 auf etwa 207 Watt, die Anlage wurde deutlich leiser und Skimmer, Solarheizung sowie Dosieranlage funktionierten weiterhin zuverlässig. Trotz längerer Laufzeit reduzierte sich der tägliche Stromverbrauch einschließlich UV-C-Lampe um rund 43 Prozent. Meine Erfahrungen zeigen, worauf es beim Nachrüsten eines Frequenzumrichters an der Poolpumpe ankommt: passende Motortechnik, ausreichende Wasserbewegung und eine auf die Anlage abgestimmte Einstellung.

 


 

Häufige Fragen zum Frequenzumrichter an der Poolpumpe

Wie viel Strom spart ein Frequenzumrichter bei einer Poolpumpe?

Die Einsparung hängt von Drehzahl, Laufzeit und Anlagenaufbau ab. Bei meiner SPECK BADU Magic II 8 sank die Leistungsaufnahme von durchschnittlich 587 auf rund 207 Watt. Trotz längerer Laufzeit reduzierte sich der tägliche Energieverbrauch der Pumpe um etwa 52 Prozent. Einschließlich der parallel betriebenen UV-C-Lampe lag die Einsparung bei rund 43 Prozent.

Kann ich jede Poolpumpe mit einem Frequenzumrichter nachrüsten?

Nein. Der AquaForte Vario+ II ist für geeignete einphasige Permanent-Split-Capacitor-Motoren vorgesehen, also Motoren mit dauerhaft angeschlossenem Betriebskondensator. Die Angabe „230 Volt“ allein reicht als Kompatibilitätsnachweis nicht aus. Motoren mit Fliehkraftschalter oder Startrelais sind beispielsweise ausgeschlossen. Vor der Nachrüstung müssen Motorbauart und Herstellerangaben geprüft werden.

Wie lässt sich ein Frequenzumrichter an die Poolpumpe anschließen?

Bei meinem Aufbau sitzt der AquaForte Vario+ II zwischen der vorhandenen Stromversorgung und der Poolpumpe. Der Pumpenstecker wird an den vorgesehenen Geräteausgang angeschlossen. Dort darf ausschließlich die passende Pumpe betrieben werden; UV-C-Lampe und Dosieranlage gehören nicht an diesen Ausgang. Laut Anleitung ist außerdem ein FI/RCD mit höchstens 30 mA Nennfehlerstrom erforderlich. Elektroarbeiten und unklare Schutzmaßnahmen müssen durch eine Elektrofachkraft beurteilt werden.

Welche Drehzahl sollte ich am Frequenzumrichter für die Poolpumpe einstellen?

Eine allgemeingültige Drehzahl gibt es nicht. Bei meiner Anlage waren 1.750 U/min zwar besonders sparsam, die Oberflächenreinigung und Beckenströmung reichten aber nicht aus. Mit 2.000 U/min funktionierten Skimmer, Einlaufdüsen, Solarheizung und Dosieranlage wieder zuverlässig. Ich habe die Einstellung deshalb anhand des praktischen Betriebs gewählt und nicht allein nach der niedrigsten Wattzahl.

Warum muss die Poolpumpe bei reduzierter Drehzahl länger laufen?

Mit geringerer Drehzahl sinkt üblicherweise auch der stündliche Wasserdurchsatz. Eine längere Laufzeit kann diesen Rückgang teilweise ausgleichen. Ich habe die tägliche Betriebszeit von 7 Stunden und 20 Minuten auf 9 Stunden und 22 Minuten erhöht. Da ich keinen Durchflussmesser installiert habe, sind die Angaben zur täglich geförderten Wassermenge lediglich Modellrechnungen. Die tatsächliche Umwälzung meiner Anlage ist damit nicht nachgewiesen.

Welche Nachteile kann eine zu niedrige Pumpendrehzahl haben?

In meinem ersten Test zog der Skimmer Oberflächenschmutz zu langsam ein und die Einlaufdüsen erzeugten zu wenig Strömung. Verschmutzungen blieben dadurch länger im Becken. Auch bei Solarheizung und Dosieranlage muss der erforderliche Durchfluss erhalten bleiben. Dass die Pumpe läuft oder ein Durchflussschalter anspricht, belegt allein noch keine ausreichende Wasserbewegung im gesamten Pool.

Wie kann ich beim AquaForte Vario+ II die Drehzahl und Zeitprogramme einstellen?

Zunächst wird die Tastensperre durch etwa drei Sekunden langes Drücken der Schloss-/M-Taste aufgehoben. Danach lassen sich Betriebsmodus und Drehzahl auswählen. Über die Uhrtaste wird das Timermenü geöffnet. Der Vario+ II bietet bis zu vier Zeitfenster mit individuellen Drehzahlen; die eingestellten Zeiten dürfen sich nicht überschneiden. Ich nutze weiterhin meine Theben-Zeitschaltuhr und eine feste Betriebsdrehzahl.

Kann ich mit einem Frequenzumrichter weiterhin die Filteranlage rückspülen?

Der AquaForte Vario+ II besitzt einen als „Backwash“ bezeichneten hohen Drehzahlmodus. Für die Rückspülung muss jedoch der vom Filterhersteller geforderte Volumenstrom erreicht werden. Die sparsame Einstellung für den normalen Filterbetrieb ist dafür nicht automatisch ausreichend. Eine bestimmte Drehzahl allein garantiert deshalb noch keine wirksame Rückspülung.

Wann lohnt sich ein Frequenzumrichter für die Poolpumpe finanziell?

Bei meinem Kaufpreis von rund 300 Euro und einer täglichen Einsparung von 2,03 kWh ergeben sich bei 0,30 Euro je kWh etwa 0,61 Euro Ersparnis pro Betriebstag. Rechnerisch amortisiert sich die Anschaffung nach rund 493 Betriebstagen. Bei einer etwa sechsmonatigen Poolsaison entspricht das ungefähr zweieinhalb bis drei Jahren. Andere Laufzeiten, Strompreise und Verbrauchswerte verändern dieses Ergebnis.

Ist eine Poolpumpe mit integrierter Drehzahlsteuerung besser als eine Nachrüstung?

Beide Varianten ermöglichen einen Betrieb mit angepasster Drehzahl: entweder über die integrierte Regelung einer neuen Pumpe oder über einen geeigneten externen Frequenzumrichter. Für mich war die Nachrüstung sinnvoll, weil meine BADU-Pumpe weiterhin zuverlässig arbeitete. Bei einem ohnehin notwendigen Pumpentausch würde ich Anschaffungskosten, passende Förderleistung und Bedienmöglichkeiten einer Pumpe mit integrierter Drehzahlsteuerung mit der Nachrüstlösung vergleichen.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Deutsch

Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder. Achtung: Bei den verlinkten Produktlinks handelt es sich teilweise um Affiliatelinks. Sofern ihr die Produkte über die Links bestellt, werde ich mit einer Provision unterstützt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies hat auf euren Preis aber keine Auswirkungen.

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