An einer OSB-Holzwand sind ein automatisches BAYROL-Poolsteuerungsgerät sowie Rohrleitungen mit Schläuchen, Ventilen und Sensoren angebracht; das System verfügt über ein digitales Display und eine hochmoderne Wasseranalyseanlage. www.commaik.de

BAYROL Automatic Cl-pH im Pool installieren und Temperatursensor nachrüsten: meine Erfahrungen

Inhaltsverzeichnis

Lesezeit 29 Minuten

Kristallklares Poolwasser sollte nicht davon abhängen, ob ich gerade Zeit und Lust habe, Teststreifen auszuwerten und die Wasserwerte von Hand anzupassen. Genau deshalb habe ich meine Pooltechnik um eine automatische Dosieranlage erweitert und die BAYROL Automatic Cl-pH installiert.

Die Anlage misst den pH-Wert sowie den Redoxwert kontinuierlich und kann Chlor und pH-Regulierungsmittel bedarfsgerecht dosieren. In einem zweiten Schritt habe ich einen BAYROL Temperatursensor nachgerüstet. Damit kann ich neben den Wasserwerten auch die aktuelle Wassertemperatur über das Display, das Webportal und die App kontrollieren.

In diesem Praxisbericht dokumentiere ich die Installation und Inbetriebnahme von Automatic Cl-pH, erkläre die Technik hinter der pH- und Chlorregelung und zeige den Einbau des Temperatursensors in die bestehende Poolverrohrung. Außerdem gehe ich auf die Fehler ein, die mir bei der Umsetzung unterlaufen sind, und ordne ein, für wen sich eine automatische Pool Dosieranlage wirklich lohnt.

Auf einen Blick

  • Warum ich meine Poolpflege automatisieren wollte
  • Wie die BAYROL Automatic Cl-pH pH-Wert und Desinfektion regelt
  • Welche Komponenten im Lieferumfang enthalten sind
  • Warum ich den Smart&Easy Connector verwendet habe
  • Wie ich die Pool Dosieranlage in meine Verrohrung eingebaut habe
  • Welche Rolle pH-Sonde, Redox-Sensor und Durchfluss-Schalter spielen
  • Warum Flüssigchlor und pH-Plus bei mir die falsche Kombination waren
  • Wie sich der BAYROL Temperatursensor nachrüsten lässt
  • Wie die Kontrolle per App und Webportal funktioniert
  • Welche Kosten, Wartungsarbeiten und Nachteile berücksichtigt werden sollten
  • Meine bisherigen Erfahrungen mit der BAYROL Dosieranlage

 

Warum ich die Poolpflege automatisch regeln wollte

Mein Pool wird mit Chlor desinfiziert. Damit diese Desinfektion zuverlässig funktioniert, muss nicht nur genügend Chlor im Wasser vorhanden sein. Auch der pH-Wert muss stimmen.

Der Begriff pH steht für das Potential des Wasserstoffs und beschreibt, ob das Wasser sauer, neutral oder alkalisch reagiert. Ein korrekt eingestellter pH-Wert ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen aller Wasserpflegemaßnahmen. Ist das Wasser zu sauer oder zu alkalisch, kann sich das auf die Chlorwirkung, die Materialien und den Badekomfort auswirken.

Bei meinem Pool lag die Alkalinität mit ungefähr 90 bis 100 mg/l in einem brauchbaren Bereich. Trotzdem sank der pH-Wert nach stärkeren Regenschauern regelmäßig auf etwa 6,5 bis 6,6. Ich musste deshalb immer wieder messen und manuell korrigieren.

Obwohl ich bereits einen Poolroboter, eine UV-C-Lampe und eine Chlorschleuse eingesetzt hatte, bildeten sich in einigen Ecken grüne Stellen. Die vorhandene Technik konnte schwankende Wasserwerte nicht ausgleichen.

 

Bisherige Kontrolle mit dem Pooltester

Für die Messung nutzte ich bisher einen AquaChek Pooltester. Der Teststreifen wird kurz ins Wasser gehalten und anschließend vom Gerät ausgewertet. Damit konnte ich freies Chlor, pH und Alkalinität kontrollieren.

Das funktionierte grundsätzlich, erforderte aber regelmäßige manuelle Messungen. Anschließend mussten die Werte noch von Hand angepasst werden. Dafür fehlten mir auf Dauer sowohl die Zeit als auch die Lust.

Meine Filterpumpe, die Beleuchtung und weitere Komponenten der Pooltechnik waren bereits mit Shelly und Alexa automatisiert. Deshalb lag es für mich nahe, auch die Wasserpflege in die bestehende Automatisierung einzubeziehen.

 


 

BAYROL Automatic Cl-pH: So arbeitet die Dosieranlage

Die BAYROL Automatic Cl-pH ist ein Mess-, Regel- und Dosiergerät für private Pools. Die Anlage misst den pH-Wert sowie das Redoxpotenzial und steuert zwei getrennte Dosierpumpen.

Vereinfacht gesagt gilt:

  • Die pH-Sonde misst den aktuellen pH-Wert.
  • Die Redox-Sonde erfasst das Oxidationspotenzial des Wassers.
  • Eine Pumpe fördert das eingestellte pH-Regulierungsmittel.
  • Die zweite Pumpe fördert Chloriliquide beziehungsweise geeignetes Flüssigchlor.
  • Die Injektion der Pflegeprodukte erfolgt über zwei getrennte Impfventile.
  • Ein Sollwert bestimmt, wann und wie lange dosiert wird.

Die Dosieranlage misst und reguliert damit nicht direkt jede denkbare Eigenschaft des Poolwassers. Sie konzentriert sich auf den pH-Wert und die Desinfektion über den Redoxwert.

Nach Herstellerangaben erreicht jede der geräuscharmen Peristaltikpumpen ein maximales Fördervolumen von 2,4 l/h. Der Messbereich liegt bei pH 0 bis 10 und beim Redoxwert zwischen 0 und 999 mV. Weitere technische Daten sind im offiziellen BAYROL-Datenblatt aufgeführt.

 


 

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Der Redoxwert ist kein direkter Chlorwert

Die Bezeichnung „Chlorsensor“ ist zwar leicht verständlich, technisch aber nicht ganz korrekt. Die zweite Sonde misst nicht den Chlorgehalt in mg/l, sondern das Redoxpotenzial in Millivolt.

Der Redoxwert beschreibt vereinfacht die Oxidations- und damit die Desinfektionsleistung des Wassers. Er wird unter anderem durch den pH-Wert, die Wasserbelastung, die Temperatur und die wirksame Menge an Chlor beeinflusst.

Ein hoher gemessener Chlorgehalt bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Desinfektion optimal arbeitet. Umgekehrt lässt sich aus dem Redoxwert keine exakte Chlorkonzentration ableiten.

Sinkt der Redoxwert unter den eingestellten Sollwert, dosiert das Gerät automatisch Flüssigchlor nach. Die tatsächlich benötigte Menge flüssigen Chlors hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung des Pools, Sonneneinstrahlung, organische Belastungen, Regen oder hohe Temperaturen.

 

Automatische Wasserpflege ersetzt nicht jede Kontrolle

Die Bezeichnung vollautomatisch darf nicht missverstanden werden. Die BAYROL Dosieranlage kann die eingestellten Werte (pH-Wert und den Chlorgehalt) überwachen und Pflegemittel dosieren. Trotzdem bleiben regelmäßige Sichtkontrollen, Vergleichsmessungen und Wartungsarbeiten erforderlich.

Auch die richtige Wasserbalance muss vor der Inbetriebnahme hergestellt werden. Eine automatische pH Dosieranlage ist nicht dafür gedacht, ein vollständig entgleistes Poolwasser ohne Vorbereitung wieder in Ordnung zu bringen.

 


 

Warum ich mich für die BAYROL Automatic Cl-pH entschieden habe

 

Die Automatic-Baureihe ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Neben der kombinierten Automatic Cl-pH gibt es auch Lösungen, die sich ausschließlich auf die Regulierung des pH-Wertes konzentrieren.

Ich habe mich bewusst für die Kombination entschieden, weil ich sowohl den pH-Wert als auch die Desinfektion automatisch regeln wollte. Die Anschaffung ist relativ preisintensiv. Mein Ziel war es, langfristig weniger manuell messen und nachdosieren zu müssen und gleichzeitig gleichmäßigere Wasserwerte zu erreichen.

 

Technische Ausstattung der BAYROL Dosieranlage

Zu den wesentlichen Eigenschaften gehören:

  • kontinuierliche Messung von pH und Redox
  • zwei getrennte Dosierpumpen
  • adaptive Proportionalregelung
  • 4,3-Zoll-Farb-Touchscreen
  • integriertes WiFi-Modul
  • Fernzugriff über App und Webportal
  • USB-Anschluss für Updates
  • optionale Füllstandsüberwachung
  • optionaler Temperatursensor
  • optionale Durchflussüberwachung

Die Anlage ist serienmäßig mit einem integrierten WiFi-Modul ausgestattet. Dadurch lassen sich Messwerte und Meldungen komfortabel aus der Ferne kontrollieren.

Die automatische Füllstandsüberwachung gehört dagegen nicht zur Grundausstattung. Dafür werden die optionalen Sauglanzen beziehungsweise das passende Level-Kit benötigt. Ohne dieses Zubehör muss der Füllstand der Kanister weiterhin manuell geprüft werden.

 



 

Smart&Easy Connector für eine kompakte Installation

Grundsätzlich können die Sonden und Impfventile über mehrere einzelne Anbohrschellen in eine vorhandene Poolverrohrung eingebaut werden. In meinem Fall wären dafür mindestens fünf Einbaupunkte erforderlich gewesen:

  • pH-Sonde
  • Redox-Sensor
  • Durchfluss-Schalter
  • Impfventil für das pH-Regulierungsmittel
  • Impfventil für Chlor

Jede weitere Bohrung und Manschette benötigt Platz und stellt eine zusätzliche potenzielle Undichtigkeit dar. Deshalb habe ich mich für das optionale Smart&Easy-Kit entschieden.

 

Aufbau und Funktionsweise des Smart&Easy Connector

BAYROL beschreibt den Smart&Easy Connector als transparente Inline-Dosier- und Analysekammer. Er bündelt die Mess- und Impfstellen auf engem Raum und erleichtert spätere Wartungsarbeiten.

Der Smart&Easy Connector nimmt folgende Komponenten auf:

  • pH-Sonde
  • Redox-Sensor
  • Durchfluss-Schalter
  • Impfventil für pH-Minus flüssig oder pH-Plus
  • Impfventil für Chloriliquide

 


 

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Trennwand zwischen Mess- und Impfstellen

Im Inneren des Smart&Easy Connector verläuft eine Trennwand längs durch das Rohr. Dadurch entstehen zwei getrennte, parallel durchströmte Kammern.

Auf einer Seite befinden sich die pH-Sonde, der Redox-Sensor und der als Durchfluss-Schalter eingesetzte Paddelschalter. Die gegenüberliegende Kammer nimmt die Impfventile für das Mittel zur pH-Regulierung und Chloriliquide auf.

Messung und Dosierung erfolgen somit nicht nacheinander, sondern parallel in räumlich getrennten Bereichen. Die längs verlaufende Trennwand verhindert, dass die frisch injizierten und an dieser Stelle noch hoch konzentrierten Wasserpflegeprodukte unmittelbar an die Sonden gelangen. Dadurch können sie die pH- und Redox-Messwerte nicht direkt verfälschen. Gleichzeitig werden die empfindlichen Sonden vor dem unmittelbaren Kontakt mit konzentrierten Chemikalien geschützt.

Der Smart&Easy Connector vereint damit Messung, Durchflussüberwachung und Injektion in einem kompakten Bauteil, ohne die Sonden direkt im Bereich der Impfstellen anzuordnen. Für meine kompakte Pooltechnik war diese aufgeräumte Lösung trotz des vergleichsweise hohen Preises sinnvoller als mehrere einzelne Anbohrschellen. Wichtig sind dabei die vorgegebene Einbaulage und die korrekte Zuordnung der Anschlüsse.

 

Schutz vor einer direkten Vermischung der Wasserpflegeprodukte

Die räumliche Trennung innerhalb des Smart&Easy Connector ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig. Konzentriertes Flüssigchlor darf insbesondere nicht direkt mit säurehaltigem pH-Minus in Kontakt kommen. Bei einer solchen Vermischung kann giftiges Chlorgas entstehen. Die beiden Wasserpflegeprodukte müssen deshalb getrennt gelagert, über separate Schläuche gefördert und an getrennten Impfstellen dosiert werden.

Im Smart&Easy Connector befinden sich die Impfventile gemeinsam auf einer Seite der längs verlaufenden Trennwand, bleiben aber als getrennte Dosierstellen ausgeführt. Während des normalen Betriebs nimmt das strömende Poolwasser die jeweils dosierten Mengen auf und verdünnt sie unmittelbar. Erst im weiteren Verlauf der Poolverrohrung werden die stark verdünnten Wasserpflegeprodukte miteinander vermischt.

Entscheidend ist deshalb, dass die Dosierpumpen ausschließlich bei einer laufenden Umwälzung arbeiten. Würden Chloriliquide und pH-Minus ohne ausreichenden Wasserfluss dosiert, könnten sich konzentrierte Chemikalien innerhalb der Verrohrung ansammeln und miteinander reagieren.

 

Paddelschalter als Durchflussüberwachung

Der im Smart&Easy Connector integrierte Paddelschalter kontrolliert, ob tatsächlich Wasser durch die Analysekammer strömt. Der Wasserstrom bewegt das Paddel und gibt dadurch die Dosierung frei. Bleibt die Strömung aus, sperrt die BAYROL Automatic Cl pH die Dosierpumpen.

Diese Überwachung reagiert auf den realen Durchfluss und nicht nur auf den elektrischen Betriebszustand der Filterpumpe. Das ist beispielsweise dann relevant, wenn die Pumpe zwar eingeschaltet ist, aufgrund eines geschlossenen Ventils, einer blockierten Leitung oder eines anderen Problems aber kein ausreichender Wasserstrom vorhanden ist.

 

Zusätzliche Freigabe über das Steuerkabel der Filterpumpe

Zusätzlich zum Paddelschalter erhält meine BAYROL Automatic Cl-pH über das Steuerkabel ein elektrisches Signal vom Pumpenkreislauf beziehungsweise von der Filtersteuerung. Dieses Signal zeigt dem Regel- und Dosiergerät an, wann die Filterpumpe eingeschaltet ist.

Die Dosierung wird damit durch zwei Bedingungen abgesichert:

  • Die Filtersteuerung meldet den Betrieb der Pumpe.
  • Der Paddelschalter bestätigt den tatsächlichen Wasserfluss.

Erst wenn beide Freigaben vorhanden sind, darf das Gerät die Wasserpflegeprodukte dosieren. Die zusätzliche Kontrollschaltung ist daher keine unnötige Verdopplung. Sie verbindet die elektrische Betriebsmeldung der Filterpumpe mit einer mechanischen Kontrolle des tatsächlichen Durchflusses.

Meine BAYROL-Einheit besitzt zwar dauerhaft eine eigene Stromversorgung, die Dosierpumpen arbeiten jedoch nur während der freigegebenen Filterlaufzeit und bei erkanntem Wasserfluss. Dadurch bleiben Display, Messung und Fernzugriff grundsätzlich verfügbar, während die eigentliche Dosierung an den Betrieb des Umwälzsystems gekoppelt ist.

Zusätzlich steuert die BAYROL Automatic Cl-pH die beiden Dosierpumpen so, dass immer nur eine Pumpe zur gleichen Zeit arbeitet. Die Zugabe des Mittels zur pH-Regulierung und die Dosierung von Chloriliquide erfolgen somit zeitlich versetzt. Dadurch gelangen die konzentrierten Wasserpflegeprodukte nicht gleichzeitig über ihre jeweiligen Impfventile in den Smart&Easy Connector.
Die getrennten Dosierleitungen und Impfstellen, die zeitlich versetzte Ansteuerung der Dosierpumpen sowie der kontinuierliche Wasserfluss reduzieren gemeinsam das Risiko einer direkten Vermischung. Erst nachdem das zuvor dosierte Mittel vom Poolwasser aufgenommen und weitertransportiert wurde, kann die zweite Dosierpumpe anlaufen. Diese Funktion ist besonders bei der Kombination von säurehaltigem pH-Minus und Flüssigchlor wichtig.

 

Der elektrische Anschluss an den Pumpenkreislauf beziehungsweise die Filtersteuerung sollte entsprechend den BAYROL-Vorgaben durch eine qualifizierte Elektrofachkraft ausgeführt werden.

 

 


 

Installation der BAYROL Automatic Cl-pH in meine Poolverrohrung

Meine Pooltechnik befindet sich in einem kleinen Technikhaus unterhalb des Beckens. Dort sind unter anderem die Sandfilteranlage mit Filterglas, die Filterpumpe, die Solarsteuerung, eine UV-C-Lampe und die bisherige Chlorschleuse untergebracht.

Die UV-C-Lampe blieb erhalten, weil sie sich bei mir bewährt hat. Den alten Dosierer mit 200-g-Chlortabletten habe ich dagegen ausgebaut. Für die neue automatische Chlor- und pH-Dosierung wurde er nicht mehr benötigt.

 

Die richtige Position in der Verrohrung

Ursprünglich wollte ich die Sensoren und Impfstellen in ein freies Rohrstück einbauen. Dort war der vorhandene Platz jedoch zu knapp. Deshalb habe ich meinen Plan geändert und den bisherigen Chlordosierer entfernt.

An dieser Stelle waren bereits zwei Absperrventile und lösbare Verschraubungen vorhanden. Dazwischen habe ich einen neuen, herausnehmbaren Rohrabschnitt mit dem Smart&Easy Connector eingesetzt.

Diese Konstruktion hat mehrere Vorteile:

  • Der Pool muss für spätere Arbeiten nicht entleert werden.
  • Der komplette Dosierabschnitt lässt sich herausnehmen.
  • Wartungsarbeiten werden deutlich einfacher.
  • Bei Bedarf kann die alte Chlorschleuse wieder eingesetzt werden.
  • Die übrige Verrohrung bleibt über den vorhandenen Bypass nutzbar.

Die Injektion von pH-Mittel und Chlor sollte nach Herstellervorgabe möglichst als letzte Station vor dem Rücklauf in das Becken erfolgen. Das verhindert, dass hochkonzentrierte Wasserpflegeprodukte zunächst durch weitere empfindliche Komponenten fließen.

 

Steuereinheit und Dosierschläuche montieren

Die Steuereinheit habe ich direkt an einer OSB-Platte im Technikhaus befestigt. Anschließend wurden die Saug- und Druckschläuche an die beiden Pumpen angeschlossen.

Auf der Ansaugseite fördern die Pumpen das jeweilige Mittel aus den Kanistern. Auf der Druckseite wird es über die Schläuche zu den Impfventilen transportiert.

 

Beim Anschließen der Schläuche habe ich auf folgende Punkte geachtet:

  1. Die Schläuche wurden sauber und möglichst rechtwinklig abgelängt.
  2. Die Überwurfmuttern wurden geöffnet und die Schläuche vollständig eingeführt.
  3. Alle Verbindungen wurden nur handfest angezogen.
  4. Auf zusätzliches Werkzeug habe ich bewusst verzichtet.

Gerade bei Kunststoffverschraubungen gilt: Nach fest kommt regelmäßig ab. Zu starkes Anziehen kann die Anschlüsse beschädigen und später erst recht zu Undichtigkeiten führen.

 


 

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Stromversorgung, Filterpumpe und Durchfluss-Schalter

Die BAYROL Automatic Cl-pH besitzt eine eigene Stromversorgung. Zusätzlich gibt es einen 230-V-Meldeeingang, der mit der Steuerung der Filterpumpe gekoppelt wird.

Dieser Eingang signalisiert der Anlage, wann die Umwälzpumpe läuft. Erst bei entsprechender Freigabe dürfen die Dosierpumpen arbeiten.

 

⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis

Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Im Bereich der Pooltechnik treffen Netzspannung, Wasser und Feuchtigkeit unmittelbar aufeinander. Zusätzlich ist die vorgeschriebene Absicherung, unter anderem über einen Fehlerstromschutzschalter, zu beachten.

 

Warum Pumpensignal und Paddelschalter gemeinsam arbeiten

Der optionale Paddelschalter erkennt, ob sich das Wasser im Umwälzsystem tatsächlich bewegt. Sein Zweck ist sinnvoll: Ohne Wasserfluss darf keine konzentrierte Poolchemie in eine stehende Rohrleitung injiziert werden.

Ich war zunächst davon ausgegangen, dass der Paddelschalter allein als Freigabe für die Dosierung ausreichen würde. Genau das bekam ich bei meiner Anlage jedoch nicht zum Laufen. Zusätzlich musste der 230-V-Meldeeingang mit dem geschalteten Stromkreis der Filterpumpe verbunden werden.

Erst durch einen Hinweis in den Kommentaren zu meinem Video wurde mir der Sinn dieser doppelten Kontrolle vollständig klar. Das elektrische Signal meldet der BAYROL Automatic Cl-pH zunächst, dass die Filterpumpe eingeschaltet wurde. Der Paddelschalter kontrolliert anschließend, ob trotz des elektrischen Pumpensignals tatsächlich Wasser durch die Leitung fließt.

 

Damit werden zwei unterschiedliche Zustände überwacht:

  1. Die Filtersteuerung meldet, dass die Pumpe laufen soll.
  2. Der Paddelschalter bestätigt den realen Wasserfluss.

 

Diese Trennung kann beispielsweise dann wichtig werden, wenn die Pumpe zwar elektrisch eingeschaltet ist, aufgrund einer Störung, eines geschlossenen Ventils oder eines anderen Problems aber kein Wasser fördert. In diesem Fall würde der Paddelschalter keine Freigabe erteilen und die Dosierpumpen blieben ausgeschaltet.

Anhand dieser Erklärung kann ich die redundante Absicherung sehr gut nachvollziehen. Was mich weiterhin etwas wundert: Bei meiner Anlage bleibt das Display schwarz, sobald der über die Pumpe geschaltete Strom fehlt. Der Controller selbst hat laut Datenblatt eine maximale Leistungsaufnahme von lediglich 10 Watt. Rein technisch könnte man daher vermuten, dass sich die komplette Anlage auch gemeinsam mit der Filterpumpe schalten ließe.

BAYROL hat sich jedoch bewusst für eine separate Stromversorgung des Controllers und einen zusätzlichen Meldeeingang der Filterpumpe entschieden. Vermutlich sollen die Steuerung, Einstellungen, WLAN-Verbindung und Überwachungsfunktionen dadurch unabhängig vom eigentlichen Pumpenbetrieb erhalten bleiben.

 


 

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pH- und Redox-Sonde richtig einsetzen

Die beiden Messsonden sind farblich gekennzeichnet und müssen den dafür vorgesehenen Anschlüssen eindeutig zugeordnet werden. Die pH-Sonde erfasst den pH-Wert, während der Redox-Sensor das Oxidations-Reduktions-Potenzial des Poolwassers in Millivolt misst.

Vor dem Einsetzen habe ich die Schutzkappen vorsichtig von den Sonden entfernt. Der empfindliche Glaskolben sollte dabei weder berührt noch gegen harte Gegenstände geschlagen werden. Auch beim späteren Einbau darf kein seitlicher Druck auf das Glas ausgeübt werden.

Die Sonden werden von oben durch die vorgesehenen Öffnungen in die Messkammer des Smart&Easy Connector eingeführt. Für die richtige Einbautiefe habe ich sie so weit eingeschoben, dass der Messkolben oberhalb der Aufnahme noch ungefähr zwei Fingerbreit herausragt. Dadurch befindet sich die empfindliche Messspitze ausreichend tief im durchströmten Poolwasser, ohne im Inneren des Connectors auf der Trennwand oder der gegenüberliegenden Rohrwand aufzusetzen.

Anschließend werden die Sonden mit den vorgesehenen Haltern fixiert. Die Verschraubungen müssen dicht sitzen, dürfen aber nicht so stark angezogen werden, dass das Glas oder das Sondengehäuse mechanisch belastet wird.

Nach der Montage werden die Kabel den gekennzeichneten Anschlüssen für pH und Redox an der BAYROL Automatic Cl-pH zugeordnet. Vor der Inbetriebnahme habe ich außerdem kontrolliert, ob beide Sonden sicher sitzen und an den Einführungsstellen kein Wasser austritt.

Die Messsonden dürfen nicht austrocknen. Bei einer längeren Außerbetriebnahme und während der Überwinterung müssen sie ausgebaut und in einer geeigneten Aufbewahrungslösung gelagert werden. Die Schutzkappen sollten deshalb nicht entsorgt werden.

Bei guter Pflege können solche Sensoren mehrere Jahre halten. Wie lange sie tatsächlich funktionieren, hängt jedoch von den Betriebsbedingungen, der Wasserqualität, der Lagerung und der regelmäßigen Reinigung ab.

Auch die Pumpenschläuche, Impfventile und Messsonden sind Verschleißteile. Diese laufenden Kosten sollten bereits bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.

 



 

Wasserwerte vor der Inbetriebnahme von Automatic Cl-pH

Vor der ersten Inbetriebnahme müssen die Wasserwerte manuell in einen geeigneten Ausgangsbereich gebracht werden.

BAYROL nennt in der Bedienungsanleitung folgende Werte:

Wasserwert Empfohlener Wert Tolerierter Bereich
Alkalinität mindestens 80 mg/l mindestens 80 mg/l
pH-Wert 7,2 7,0 bis 7,4
Freies Chlor 0,6 bis 1,0 mg/l 0,5 bis 1,5 mg/l

Bei mir lag der pH-Wert vor dem Start bei etwa 7,1 und die Alkalinität bei 100 mg/l. Beide Werte waren damit grundsätzlich geeignet.

 

Wasserwerte manuell einstellen

Liegt der pH-Wert zu hoch, kann er mit pH-Minus abgesenkt werden. Ein zu niedriger pH-Wert lässt sich entsprechend mit pH-Plus anheben. Die Alkalinität kann bei einem zu niedrigen Wert mit einem dafür vorgesehenen Alkalinitätsheber erhöht werden. Ist sie zu hoch, sind mehrere kleine Korrekturen und gegebenenfalls ein teilweiser Wasserwechsel sinnvoll.

Ein zu niedriger Chlorgehalt wird vor der Inbetriebnahme manuell mit einem geeigneten Chlorprodukt angehoben. Bei einem zu hohen Wert sollte zunächst kein weiteres Chlor hinzugegeben werden. Die Filteranlage kann weiterlaufen, bis der Chlorgehalt durch Verbrauch und UV-Strahlung abgesunken ist. Bei stark erhöhten Werten kann ein teilweiser Wasserwechsel die Absenkung beschleunigen.

Beim Chlor zeigte mein Messgerät dagegen einen unerwartet hohen Wert an, obwohl seit mehreren Tagen kein frisches Chlor zugegeben worden war. Solche auffälligen Messungen sollten wiederholt und nicht ungeprüft als Grundlage für die Regelung verwendet werden.

Korrekturmittel sollten immer entsprechend der Herstellerangaben dosiert werden. Ich gebe sie schrittweise zu, lasse das Poolwasser anschließend ausreichend umwälzen und kontrolliere die Werte erneut. Mehrere kleine Korrekturen sind dabei besser als eine große Zugabe, da sich der Zielbereich so genauer erreichen und eine Überdosierung vermeiden lässt. Unterschiedliche Wasserpflegeprodukte dürfen niemals konzentriert miteinander vermischt werden.

Nach der Vorbereitung führt ein Assistent durch die Installation und Inbetriebnahme. Die Sollwerte können später im Menü angepasst werden.

 


 

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Mein Fehler bei Flüssigchlor und pH-Plus

Mein größter Fehler hatte nichts mit der Verrohrung, den Schläuchen oder der Elektrik zu tun. Er entstand bei der Auswahl des pH-Regulierungsmittels.

In der Vergangenheit war mein Poolwasser häufig zu sauer. Der pH-Wert lag meist nur zwischen 6,5 und 6,7. Nach stärkeren Regenfällen fiel er regelmäßig noch weiter ab. Deshalb musste ich bisher immer wieder pH-Plus zugeben, um das Wasser zurück in den empfohlenen Bereich zu bringen.

Aufgrund dieser Erfahrungen hatte ich auch für die neue Dosieranlage zunächst pH-Plus vorgesehen. Gleichzeitig wechselte ich jedoch von den zuvor verwendeten Chlortabletten auf Flüssigchlor auf Basis von Natriumhypochlorit.

Diese Kombination war für meinen Betrieb nicht sinnvoll. Flüssigchlor wirkt stark alkalisch und hebt den pH-Wert bereits während der normalen Chlordosierung an. Der bisherige Säureeintrag durch Regen und andere äußere Einflüsse reichte nicht mehr aus, um diesen Effekt auszugleichen. Mit zusätzlichem pH-Plus arbeitete die Regelung daher in die falsche Richtung.

 

Warum ich auf pH-Minus flüssig umgestellt habe

Natriumhypochlorit wird als alkalische Lösung dosiert und kann den pH-Wert bei der Zugabe zunächst anheben. Wenn die Anlage gleichzeitig ausschließlich pH-Plus dosieren kann, fehlt die Möglichkeit, einen steigenden pH-Wert automatisch wieder zu senken.

Ein zu hoher pH-Wert verringert den Anteil der besonders wirksamen hypochlorigen Säure. Das Chlor ist dadurch nicht vollständig „blockiert“, seine Desinfektionswirkung nimmt aber deutlich ab.

Mehr Chlor löst dieses Grundproblem nicht sinnvoll. Entscheidend ist, den pH-Wert wieder in den gewünschten Bereich zu bringen.

Ich habe deshalb einen Kanister pH-Minus flüssig bestellt und die Regelrichtung entsprechend angepasst. Seitdem kann die Anlage einem steigenden pH-Wert entgegenwirken.

 

💡 Meine Erfahrung

Vor der Inbetriebnahme sollte genau geprüft werden, ob die Anlage den pH-Wert anheben oder absenken muss. Bei einer Dosierung mit alkalischem Flüssigchlor ist pH-Minus in vielen privaten Pools die passende Betriebsart. Entscheidend bleiben jedoch die tatsächliche Wasserchemie und die gemessene Entwicklung im eigenen Becken.

 


 

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Chlor und pH-Minus getrennt lagern

Bei meinem ersten Aufbau standen beide Kanister gemeinsam in einer Auffangbox. Nach einem berechtigten Hinweis aus der Community habe ich dies nun ebenfalls geändert und lagere die beiden Kanister in jeweils getrennten Boxen.

Chloriliquide und säurehaltiges pH-Minus dürfen sich nicht miteinander vermischen (Chlorgas). Beide Produkte sollten deshalb räumlich getrennt und jeweils in einer eigenen geeigneten Auffangwanne gelagert werden. Die Sicherheits- und Produktinformationen des Herstellers sind dabei unbedingt zu beachten.

 

Video: BAYROL Automatic Cl-pH installieren und Poolpflege automatisieren

Den vollständigen Einbau der BAYROL Automatic Cl-pH habe ich in einem ausführlichen Video dokumentiert. Darin zeige ich die Ausgangssituation in meinem Technikhaus, den Ausbau der bisherigen Chlorschleuse und die Integration des Smart&Easy Connector in meine bestehende Poolverrohrung.

Außerdem gehe ich auf die Montage der Steuereinheit, den Anschluss der Dosierschläuche sowie den Einbau von pH-Sonde, Redox-Sensor und Paddelschalter ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der elektrischen Pumpenfreigabe und meiner Erfahrung, dass der Durchfluss-Schalter nicht unabhängig vom Signal der Filterpumpe arbeitet.

Im Video ist auch mein Fehler bei der Auswahl des pH-Regulierungsmittels zu sehen. Ursprünglich hatte ich pH-Plus vorgesehen, obwohl das verwendete Flüssigchlor den pH-Wert bereits anheben kann. Warum ich anschließend auf pH-Minus umgestellt habe, erkläre ich dort ebenfalls ausführlich.

Weitere Videos zu meinen Projekten rund um unseren Pool befinden sich in meiner YouTube-Playlist rund um den Pool. Neue Projekte, Einbauten und Erfahrungen veröffentliche ich außerdem regelmäßig auf meinem YouTube-Kanal COMMAIK.

 

YouTube player

 

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BAYROL Automatic Cl-pH mit WLAN, Webportal und App verbinden

Die Einrichtung des Fernzugriffs erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird die BAYROL Automatic Cl-pH im Webportal registriert, anschließend mit dem heimischen WLAN verbunden und danach für den Zugriff über das Webportal freigeschaltet. Die Verbindung mit dem Smartphone folgt erst zum Schluss.

Seriennummer vor der Montage fotografieren

Für die Registrierung wird die Seriennummer der BAYROL Automatic Cl-pH benötigt. Sie befindet sich auf dem Typenschild an der linken Seite des Gehäuses.

Nach der Wandmontage ist diese Stelle abhängig vom seitlichen Abstand nur noch schwer einsehbar. Ich empfehle deshalb, das Typenschild einschließlich Seriennummer vor der Installation zu fotografieren. Das erspart später das umständliche Ablesen zwischen Gerät und Wand.

Gerät im BAYROL-Webportal registrieren

Im ersten Schritt wird ein Benutzerkonto im BAYROL-Webportal angelegt. Dort kann anschließend die BAYROL Automatic Cl-pH über die Seriennummer registriert werden.

Nach erfolgreicher Registrierung zeigt das Portal eine sechsstellige Webportal-PIN an. Diese PIN sollte notiert oder als Screenshot gespeichert werden. Sie wird später einmalig am Steuergerät eingegeben und darf nicht mit dem App-Link-Code verwechselt werden.

Automatic Cl-pH mit dem WLAN verbinden

Erst nach der Registrierung habe ich am Display der BAYROL Automatic Cl-pH das WLAN-Symbol geöffnet. Im Menü „WLAN (WiFi) Verbindung“ wird das eigene Funknetz ausgewählt und das zugehörige WLAN-Passwort eingegeben.

Am Montageort muss deshalb ein ausreichend starkes 2,4-GHz-WLAN-Signal verfügbar sein. Befindet sich die Pooltechnik weiter vom Wohnhaus entfernt oder in einem geschlossenen Technikraum, kann gegebenenfalls ein zusätzlicher Access Point oder WLAN-Repeater erforderlich sein.

Webportal-PIN am Steuergerät eingeben

Nachdem die BAYROL Automatic Cl-pH mit dem WLAN verbunden ist, wird am Gerät das Menü „App & Webportal Verbindung“ geöffnet. Dort habe ich die zuvor im Webportal angezeigte sechsstellige Webportal-PIN eingegeben.

Damit wird die physische Dosieranlage dem zuvor angelegten Benutzerkonto zugeordnet. Anschließend erscheint das Gerät im Webportal und die Messwerte sowie Einstellungen lassen sich aus der Ferne aufrufen.

App mit dem Gerät koppeln

Die Verbindung mit der App erfolgt erst, nachdem das Gerät im Webportal eingerichtet wurde. In der Geräteliste des Portals befindet sich dafür die App-Link-Funktion. Sie erzeugt einen QR-Code, eine URL und einen separaten App-Link-Code.

Die URL kann auf dem Smartphone über den QR-Code oder direkt im Browser geöffnet werden. Beim ersten Start wird der zuvor angezeigte App-Link-Code eingegeben. Erst dadurch wird die App mit der bereits registrierten BAYROL Automatic Cl-pH verbunden.

 

Für die Einrichtung werden somit unterschiedliche Angaben benötigt:

  • Seriennummer vom Typenschild für die Registrierung des Gerätes
  • WLAN-Passwort für die Verbindung mit dem Heimnetz
  • sechsstellige Webportal-PIN für die Kopplung zwischen Gerät und Benutzerkonto
  • App-Link-Code für die abschließende Verbindung mit dem Smartphone

 

👉 BAYOL Web Portal 🔗 https://mypoolexpert.bayrol.com
👉 Hier findet ihr die Bayrol App:
🔗 Google Play Store (Android): https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.bayrol.mypoolexpert
🔗 Apple App Store (iOS): https://apps.apple.com/fr/app/my-pool-expert-by-bayrol/id1617234973

 

Zusätzlich verwendet das Bedienmenü Zugriffscodes. In der Anleitung sind standardmäßig der User-Code 1234 und der Service-Code 5678 angegeben. Diese Codes dienen dem Zugriff auf geschützte Geräteeinstellungen und sind nicht mit der Webportal-PIN oder dem App-Link-Code identisch.

 


 

BAYROL Temperatursensor nachrüsten

Nach dem Einbau der Dosieranlage konnte ich pH- und Redoxwert bereits aus der Ferne kontrollieren. Die Wassertemperatur musste ich weiterhin an einem Thermometer direkt im Pool ablesen.

Das war zwar kein großes Problem, aber auch nicht besonders komfortabel. Gerade an wechselhaften Tagen wollte ich nicht jedes Mal in den Garten laufen, um herauszufinden, ob sich das Schwimmen lohnt.

Die Automatic Cl-pH besitzt einen Anschluss für das optionale Temperatur-Kit. Deshalb habe ich den passenden Sensor nachgerüstet und in meine bestehende Poolverrohrung integriert.

 

Welche Vorteile die automatische Temperaturmessung bietet

Der Temperatursensor erweitert die automatische Wasserpflege nicht um eine weitere Dosierfunktion. Er liefert vielmehr einen zusätzlichen Messwert für Display, App und Webportal.

Für mich ergeben sich daraus folgende Vorteile:

  • Wassertemperatur jederzeit per Smartphone abrufbar
  • gemeinsame Anzeige mit pH- und Redoxwert
  • kein zusätzlicher Weg zum Poolthermometer
  • fest definierte Messstelle im Umwälzsystem
  • Möglichkeit zum Temperaturabgleich
  • spätere Einbindung in weitere Automatisierungen ( Home Assistant) denkbar

 


 

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Die richtige Position für den Temperatursensor

In meiner Pooltechnik war bereits ein weiterer Temperaturfühler für die Solarsteuerung meiner Solar-Pool-Heizung vorhanden. Dieser Sensor schaltet die Solarpumpe abhängig von den gemessenen Temperaturen.

Für die Anzeige der tatsächlichen Beckenwassertemperatur wollte ich jedoch einen eigenen Messpunkt verwenden. Der neue Sensor sollte das Wasser erfassen, bevor es durch die Solarheizung zusätzlich erwärmt wird.

Ich habe ihn deshalb in meinem Aufbau direkt nach der Pumpe an einer geeigneten Stelle des Filterkreislaufs eingebaut. Würde der Sensor erst hinter dem Rücklauf der Solarheizung sitzen, könnte das bereits erwärmte Wasser den Messwert beeinflussen.

Die genaue Einbauposition hängt von der individuellen Poolverrohrung ab. Wichtig ist eine Stelle im Umwälzsystem, an der während des Filterbetriebs kontinuierlich Wasser aus dem Becken vorbeiströmt. BAYROL sieht für das Temperatur-Kit die Montage des Sensors mithilfe der mitgelieferten Anbohrschelle vor. Das Anschlusskabel des PT1000-Temperatursensors ist 2,50 Meter lang.

Bei der Wahl der Einbauposition müssen deshalb sowohl die Fließrichtung des Wassers als auch der Abstand zur BAYROL Automatic Cl-pH berücksichtigt werden. Der Sensor sollte gut erreichbar bleiben, ohne dass das Anschlusskabel verlängert oder unter Spannung verlegt werden muss.

 

Bauteile für die Nachrüstung des Sensors

Für meinen Einbau benötigte ich nur wenige Komponenten:

  • BAYROL Temperatur-Sensor
  • passende Anbohrschelle für das vorhandene Rohr
  • O-Ring beziehungsweise Dichtring
  • geeigneter Bohrer für das Kunststoffrohr
  • Werkzeug für die Schellenverschraubung
  • Kabelbinder für die Kabelführung

Ein vollständiger Umbau der Poolverrohrung war nicht erforderlich. Die Schelle wird um das vorhandene Rohr gelegt und stellt die Aufnahme für den Sensor bereit.

 

Temperatursensor in die Poolverrohrung einbauen

Der mechanische Einbau war in weniger als zehn Minuten erledigt. Trotzdem ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig. Wird eine unter Druck stehende Leitung unkontrolliert angebohrt, entsteht schnell eine erhebliche Wasserfontäne.

 

Filterpumpe abschalten und Leitung drucklos machen

Vor dem Bohren habe ich folgende Schritte durchgeführt:

  1. Filterpumpe vollständig ausgeschaltet
  2. Vor- und Rücklauf an der Einbaustelle abgesperrt
  3. Druck über das Ventil der Sandfilteranlage abgelassen
  4. Einbauposition kontrolliert und markiert

Erst nachdem kein Druck mehr auf der Leitung lag, habe ich mit dem Bohren begonnen. So ließ sich die Arbeit ohne unnötige Sauerei durchführen.

 

Anbohrschelle positionieren und Bohrung setzen

Zunächst habe ich die Anbohrschelle auf dem Rohr ausgerichtet und die spätere Bohrstelle angezeichnet. Anschließend bohrte ich das Kunststoffrohr mit einem 6-mm-Metallbohrer vor. Das endgültige Loch habe ich danach vorsichtig mit einem Stufenbohrer auf den für den Temperatursensor benötigten Durchmesser erweitert.

Dabei war es wichtig, die Öffnung nicht zu groß zu bohren. Der O-Ring des Sensors muss die Bohrung vollständig überdecken und rundherum auf einer ausreichend breiten, ebenen Fläche aufliegen. Nur so kann er die Einbaustelle zuverlässig abdichten. Deshalb habe ich den Durchmesser schrittweise erweitert und die Passform zwischendurch mehrfach kontrolliert. Bohrspäne sollten vollständig entfernt werden, damit sie nicht in der Leitung verbleiben oder die Dichtung beeinträchtigen.

Anschließend habe ich die beiden Hälften der Anbohrschelle um das Rohr gelegt. Der O-Ring sitzt zwischen Schelle und Rohr und dichtet die Bohrung ab. Die Schrauben wurden gleichmäßig angezogen, damit sich die Manschette nicht verspannt.

 

Sensor einsetzen und Dichtigkeit prüfen

Der Sensor wurde danach in die vorgesehene Aufnahme eingeschraubt. Auch hier gilt: Die Verbindung muss fest und dicht sein, darf bei Kunststoffbauteilen aber nicht unnötig überdreht werden.

Nach dem Öffnen der Ventile und dem Start der Umwälzpumpe habe ich die Einbaustelle sorgfältig kontrolliert. Die Manschette war sofort dicht. Es tropfte und leckte nichts.

 



 

Sensor an der BAYROL Automatic anschließen

Nach dem mechanischen Einbau musste nur noch das Kabel zur Steuereinheit geführt werden. Der Stecker kommt an den dafür vorgesehenen gelben Temperaturanschluss.

Das Kabel habe ich an der vorhandenen Installation entlanggeführt und mit Kabelbindern befestigt. Dadurch hängt es nicht lose im Technikhaus und kann nicht versehentlich herausgezogen werden.

 

Temperatursensor im Menü aktivieren

Der angeschlossene Sensor wird nicht automatisch als aktive Temperaturquelle verwendet. Ich musste ihn zunächst im Menü auswählen. Für den Zugriff auf die entsprechenden Einstellungen kann die Eingabe eines Zugriffscodes erforderlich sein. In der Bedienungsanleitung sind standardmäßig der User-Code 1234 und der Service-Code 5678 angegeben.

Anschließend konnte ich den Temperatursensor im Menü auswählen und als aktive Temperaturquelle festlegen:

  1. Hauptmenü öffnen
  2. Einstellungen auswählen
  3. Temperatureinstellungen öffnen
  4. BAYROL-Sensor als Temperaturquelle aktivieren
  5. Einstellung bestätigen

Direkt nach der Aktivierung zeigte die Anlage 26,6 °C an. Der Sensor wurde damit korrekt erkannt und der Messwert erschien anschließend auch in der App.

 

Temperaturabgleich bei Messabweichungen

Falls der angezeigte Wert deutlich von einer manuellen Vergleichsmessung abweicht, lässt sich im Menü ein Temperaturabgleich durchführen.

Dabei wird der Steuerung ein verlässlicher Referenzwert vorgegeben. Die Anlage korrigiert anschließend die angezeigte Temperatur entsprechend.

Für einen sinnvollen Vergleich sollten beide Messungen unter ähnlichen Bedingungen stattfinden. Ein Thermometer an der warmen Wasseroberfläche oder ein Sensor direkt hinter der Solarheizung kann einen anderen Wert liefern als das durchmischte Beckenwasser.

 

Video: BAYROL Temperatursensor in die Poolverrohrung einbauen

Den nachträglichen Einbau des BAYROL Temperatursensors habe ich ebenfalls in einem eigenen Video festgehalten. Darin zeige ich zunächst, warum ich die Wassertemperatur nicht länger ausschließlich mit einem Thermometer direkt im Becken kontrollieren wollte.

Anschließend dokumentiere ich den vollständigen mechanischen Einbau. Dazu gehören das Abschalten der Filterpumpe, das Absperren der betreffenden Leitungen, die Druckentlastung an der Sandfilteranlage und die Montage der Anbohrschelle. Auch das Bohren des Lochs, der Einsatz des O-Rings und die anschließende Kontrolle auf Undichtigkeiten sind im Video zu sehen.

Nach dem Einbau verbinde ich den Sensor mit der BAYROL Automatic Cl-pH, aktiviere ihn in den Temperatureinstellungen und kontrolliere die Anzeige am Gerät. Abschließend erkläre ich, wie sich bei abweichenden Messwerten ein Temperaturabgleich durchführen lässt.

Weitere Videos zu meinen Projekten rund um Pool, Poolpflege und Pooltechnik gibt es in meiner Pool-Playlist auf YouTube. Auf meinem YouTube-Kanal COMMAIK dokumentiere ich außerdem weitere Arbeiten an unserem Pool, der automatischen Steuerung und der gesamten Haustechnik.

 

YouTube player

 

Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 um 07:45 . Ich weise darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. (*) Bei den verwendeten Produktlinks handelt es sich um Affiliate Links. Ich bin nicht der Verkäufer des Produktes. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dein Preis ändert sich jedoch nicht.

 


 

Meine Erfahrungen mit der BAYROL Automatic Cl-pH

Der Einbau der gesamten Dosieranlage hat ungefähr einen halben Tag gedauert. Mit einer sorgfältigen Planung, einer gut zugänglichen Verrohrung und handwerklichem Geschick war die mechanische Installation kein Hexenwerk.

Die einfache Installation des Temperatursensors war dagegen innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Die mitgelieferte Anbohrschelle war direkt dicht und der Messwert stand sofort am Display zur Verfügung.

 

Was mir gut gefällt

  • kontinuierliche Messung von pH und Redox
  • automatische Dosierung der beiden Pflegemittel
  • kompakter Aufbau mit Smart&Easy
  • verständliche Anzeige am Touchscreen
  • Fernzugriff auf die wichtigsten Messwerte
  • nachrüstbare Temperaturanzeige
  • übersichtliche Installation in einem herausnehmbaren Rohrabschnitt
  • BAYROL Technik Made in Germany

 

Was mir weniger gut gefällt

  • hohe Anschaffungskosten
  • kostenpflichtiges Zubehör für Durchfluss und Temperatur
  • relativ umständliche Einrichtung von App und Webportal
  • zusätzliche elektrische Freigabe trotz Paddelschalter
  • Verschleißteile und laufende Wartungskosten
  • Füllstandsüberwachung nur mit optionalem Zubehör
  • korrekte Chemie und regelmäßige Kontrollen bleiben erforderlich

 

Lohnt sich die automatische Pool Dosieranlage?

Für kleine Pools mit wenigen Betriebsstunden wäre mir die Investition vermutlich zu hoch. Wer nur gelegentlich badet und die Wasserwerte problemlos manuell kontrolliert, benötigt nicht zwingend eine automatische Dosieranlage.

Bei größeren oder regelmäßig genutzten Pools kann die Automatisierung dagegen viel Arbeit sparen. Besonders interessant ist das System, wenn bereits eine umfangreiche Pooltechnik vorhanden ist und pH sowie Desinfektion möglichst konstant gehalten werden sollen.

Die Anlage verspricht zwar optimale Wasserqualität und soll das Risiko einer Überdosierung reduzieren. Perfekte Wasserqualität entsteht in der Praxis aber nicht allein durch den Kauf eines Steuergerätes. Entscheidend bleiben:

  • passende Sollwerte
  • korrekt kalibrierte Sonden
  • geeignete Wasserpflegeprodukte
  • regelmäßige Vergleichsmessungen
  • saubere Dosierschläuche und Impfventile
  • sichere Lagerung der Chemikalien
  • ein funktionierendes Umwälzsystem

Für meinen Anwendungsfall war die Nachrüstung sinnvoll. Ob sich die Investition langfristig vollständig bewährt, hängt davon ab, wie stabil die Werte über mehrere Saisons bleiben und wie häufig Sonden und Pumpenschläuche ersetzt werden müssen.

 


 

Verwendete Bauteile und Verbrauchsmittel

Für das Projekt habe ich unter anderem folgende Komponenten verwendet:

* Bei den gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn über einen solchen Link eingekauft wird, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis verändert sich dadurch nicht.

 


 

Zusammenfassung

Mit der BAYROL Automatic Cl-pH habe ich meine bisherige manuelle Poolpflege um eine automatische pH- und Chlorregelung erweitert. Die Anlage überwacht pH und Redox, steuert zwei Dosierpumpen und kann die benötigten Mittel abhängig von den eingestellten Sollwerten dosieren.

Der Einbau in die vorhandene Poolverrohrung war mit dem Smart&Easy Connector gut umsetzbar. Mehr Planung erforderten die elektrische Pumpenfreigabe, der Paddelschalter und die richtige Auswahl des pH-Regulierungsmittels.

Mein anfänglicher Einsatz von pH-Plus in Verbindung mit alkalischem Flüssigchlor war ein Denkfehler. Nach der Umstellung auf pH-Minus kann die Anlage einem steigenden pH-Wert sinnvoll entgegenwirken.

Der zusätzlich nachgerüstete Temperatursensor war deutlich einfacher einzubauen. Nach dem Abschalten der Pumpe, dem Entlasten der Leitung und der Montage der Anbohrschelle stand der Messwert innerhalb weniger Minuten am Display und in der App zur Verfügung.

Insgesamt ist die Anlage kein günstiger Spaß. Für Poolbesitzer, die ihre Wasserwerte kontinuierlich überwachen und einen Teil der laufenden Poolpflege automatisieren möchten, kann sie dennoch eine interessante Lösung sein.

 


 

FAQ zur BAYROL Automatic Cl-pH und zum Temperatursensor

Lohnt sich die BAYROL Automatic Cl-pH für einen privaten Pool?

Die Anschaffung lohnt sich vor allem bei regelmäßig genutzten oder größeren Pools, deren Wasserwerte möglichst konstant gehalten werden sollen. Die Anlage reduziert das manuelle Nachdosieren und reagiert auch dann auf Veränderungen, wenn ich den Pool gerade nicht kontrolliere. Für einen kleinen, selten genutzten Pool wäre mir die Investition vermutlich zu hoch. Neben dem Kaufpreis müssen außerdem die Kosten für Wasserpflegeprodukte, Sonden, Pumpenschläuche und weiteres Zubehör berücksichtigt werden.

Misst die BAYROL Automatic Cl-pH den Chlorgehalt direkt?

Nein. Die Anlage misst den pH-Wert und das Redoxpotenzial des Poolwassers. Der Redoxwert wird in Millivolt angegeben und beschreibt die aktuelle Oxidations- beziehungsweise Desinfektionsleistung. Daraus lässt sich keine genaue Chlorkonzentration in mg/l ableiten. Deshalb kontrolliere ich den Gehalt an freiem Chlor weiterhin gelegentlich mit einem separaten Pooltester. BAYROL beschreibt das System als kontinuierliche Regelung des pH- und Chlorwertes über die Redoxmessung.

Welche Wasserwerte sollten vor der Inbetriebnahme eingestellt werden?

Vor dem ersten automatischen Betrieb muss das Poolwasser manuell vorbereitet werden. BAYROL empfiehlt einen pH-Wert von 7,2 sowie einen freien Chlorgehalt zwischen 0,6 und 1,0 mg/l. Die Alkalinität sollte mindestens 80 mg/l betragen. Abweichende Werte habe ich zunächst schrittweise mit geeigneten Wasserpflegeprodukten korrigiert, das Wasser ausreichend umgewälzt und anschließend erneut gemessen. Erst danach habe ich die automatische Regelung gestartet.

Welche Rolle spielt die Cyanursäure bei der Umstellung auf Flüssigchlor?

Wer zuvor organische Chlortabletten verwendet hat, sollte auch den Cyanursäurewert berücksichtigen. Die darin enthaltene Cyanursäure stabilisiert das Chlor gegen UV-Strahlung, bleibt aber nach der Umstellung auf unstabilisiertes Flüssigchlor zunächst im Poolwasser. Ein späterer Test kann daher weiterhin sinnvoll sein. Ein zu hoher Wert kann die Wirkung des verfügbaren Chlors beeinflussen und lässt sich in der Praxis hauptsächlich durch Frischwasser beziehungsweise einen teilweisen Wasserwechsel reduzieren. Das Umweltbundesamt weist ebenfalls darauf hin, dass Cyanursäure genau dosiert und eine übermäßige Konzentration vermieden werden sollte.

Benötigt die Dosieranlage pH-Plus oder pH-Minus?

Das hängt von der tatsächlichen Entwicklung des pH-Wertes im jeweiligen Pool ab. Bei mir lag der Wert früher meistens zwischen 6,5 und 6,7 und fiel nach stärkeren Regenfällen zusätzlich ab. Deshalb hatte ich zunächst pH-Plus vorgesehen. Mit der Umstellung auf alkalisches Flüssigchlor änderte sich jedoch die Ausgangslage, weil Natriumhypochlorit den pH-Wert bei der Dosierung zunächst anheben kann. Ich habe die Anlage deshalb auf pH-Minus umgestellt. Vor dem Befüllen des Kanisters sollte über mehrere Messungen geprüft werden, in welche Richtung der pH-Wert im eigenen Pool tatsächlich korrigiert werden muss.

Warum beeinflussen die Impfstellen im Smart&Easy Connector nicht direkt die Sonden?

Im Inneren des Smart&Easy Connector verläuft eine Trennwand längs durch das Rohr. Sie unterteilt den Connector in zwei parallel durchströmte Kammern. Auf einer Seite befinden sich die pH- und Redox-Sonde sowie der Paddelschalter, auf der anderen Seite die beiden Impfstellen. Dadurch gelangen die frisch dosierten und lokal noch konzentrierten Wasserpflegeprodukte nicht unmittelbar an die Messsonden. Messung und Dosierung erfolgen parallel, aber in räumlich getrennten Bereichen.

Warum müssen Flüssigchlor und pH-Minus getrennt gelagert werden?

Konzentriertes Chloriliquide und säurehaltiges pH-Minus dürfen niemals miteinander in Kontakt kommen, weil dabei giftiges Chlorgas entstehen kann. Ich lagere beide Kanister deshalb in getrennten Auffangboxen und verwende vollständig getrennte Saugschläuche, Pumpen und Impfventile. Während des Betriebs laufen außerdem nicht beide Dosierpumpen gleichzeitig. Die Mittel werden zeitlich versetzt in das strömende Poolwasser gegeben. Die Sicherheitsdatenblätter und Lagerungsvorgaben der verwendeten Produkte müssen unbedingt beachtet werden.

Warum werden sowohl das Pumpensignal als auch der Paddelschalter benötigt?

Beide Freigaben kontrollieren unterschiedliche Zustände. Das 230-V-Steuersignal meldet der BAYROL Automatic Cl-pH, dass die Filterpumpe eingeschaltet wurde. Der Paddelschalter prüft zusätzlich, ob tatsächlich Wasser durch den Smart&Easy Connector strömt. Eine Pumpe kann elektrisch eingeschaltet sein, ohne wegen eines geschlossenen Ventils, einer Blockade oder eines anderen Fehlers ausreichend Wasser zu fördern. Erst die Kombination aus elektrischem Pumpensignal und realer Durchflusskontrolle verhindert die Dosierung in eine stehende Leitung. BAYROL schreibt außerdem vor, dass die Dosierpumpen nur bei laufender Umwälzung mit Spannung versorgt werden dürfen. Der elektrische Anschluss muss durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen.

Wie häufig müssen die Sonden kalibriert und gewartet werden?

Einen starren Zeitraum würde ich nicht für jeden Pool vorgeben. Ich kontrolliere die angezeigten Werte regelmäßig mit einer unabhängigen Messung und kalibriere die Sonden, wenn erkennbare Abweichungen auftreten. Eine Kontrolle bietet sich außerdem zu Beginn der Poolsaison und nach einer längeren Einlagerung an. Die Sonden müssen sauber gehalten werden und dürfen nicht austrocknen. Während der Überwinterung werden sie ausgebaut und in einer geeigneten Aufbewahrungslösung gelagert. Auch Pumpenschläuche und Impfventile sind Verschleißteile und sollten regelmäßig auf Ablagerungen, Versprödung und Undichtigkeiten geprüft werden.

Kann der BAYROL Temperatursensor nachträglich eingebaut werden?

Ja. Ich habe den PT1000-Temperatursensor nachträglich mit der mitgelieferten Anbohrschelle in meine bestehende Poolverrohrung integriert. Der Einbauort sollte während des Filterbetriebs kontinuierlich von repräsentativem Beckenwasser durchströmt werden und innerhalb der Reichweite des 2,50 Meter langen Anschlusskabels liegen. Vor dem Bohren müssen die Filterpumpe abgeschaltet, die Leitung abgesperrt und das Umwälzsystem drucklos gemacht werden. Nach dem Anschluss am gelben Temperatureingang musste ich den Sensor noch im Gerätemenü aktivieren. Danach erschien die Wassertemperatur am Display sowie über den Fernzugriff. Bei Abweichungen kann im Menü ein Temperaturabgleich vorgenommen werden.

 


 

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Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder. Achtung: Bei den verlinkten Produktlinks handelt es sich teilweise um Affiliatelinks. Sofern ihr die Produkte über die Links bestellt, werde ich mit einer Provision unterstützt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies hat auf euren Preis aber keine Auswirkungen.

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