Blog,  Der Garten,  Restauration und Arbeitstechniken

Einfriedung durch Hainbuchenhecke und Zaun an der Straße

Mit einer Verspätung von knapp 2 Monaten konnte letzten Donnerstag die Ahorn-Wurzel mit dem großen Bagger ausgegraben werden. Ich schrieb ja bereits hier >Trockenlegung des Hauses – Freilegen des Kellerfundaments< das der kleine Bagger dazu nicht in der Lage war. Stattdessen baggerte dieser die Wurzeln frei und ich legte anschliessend mit dem Kärcher-Hochdruck-Reiniger die restlichen Wurzeln nach und nach frei und kappte diese soweit wie möglich. Der große Wurzelstumpf der in etwa 1,5qm³ entspricht liegt nun am Grundstücksrand. Vielleicht findet sich ein Holzliebhaber der ihn haben will. Vielleicht entferne ich aber die restliche Erde selber und habe dann eine richtig schöne Deko-Wurzel.

Nun war aber endlich der nötige Platz da um die Einfriedung auf der Ost-Seite zur Straße hin zu schliessen. Bereits im Frühling des Jahres pflanzten wir ungefähr 30 lfm Hainbuchenhecke an der Grundstücksgrenze – außer eben an jener Stelle an welcher die Wurzel war. Hierzu zogen wir einen Graben von ca. 40cm Breite und 30cm Tiefe in einem Abstand von gut 50cm parallel zur Grundstücksgrenze. Anschliessend wurden die Hainbuchen – welche aus der Baumschule in Harra stammten –  einzeln eingepflanzt. Das anfängliche regelmäßige giessen übernimmt mittlerweile ein eingelegter Perlschlauch. Die Pflanzen welche an die Stelle der Ahorn-Wurzel sollten, wurden zu diesem Zeitpunkt in Eimern eingepflanzt und an anderer Stelle verwahrt. Mit dem Entfernen der großen Ahornwurzel durch den Bagger konnten diese Hainbuchen nun endlich auch an ihren endgültigen Platz gepflanzt werden. Ich hoffe nur das die Zeit in den Eimern nicht zu lang war und die Pflanzen noch ordentlich anwachsen.

An dieser Stelle auch mal einen Riesen Dank an meine Großeltern für eure Hilfe!!

Eigentlich könnten wir nun einfach abwarten bis die Pflanzen groß und dicht genug gewachsen sind und alles wäre wunderbar…wenn nicht ein Großteil der Hundebesitzer ihren Vierbeinern das kleine Reststück zwischen Gehweg und Hecke regelmäßig als Hundetoilette zur Verfügung stellen würde. Nach Rücksprache mit der Polizei und dem Ordnungsamt zeigte sich einmal mehr das von dieser Seite keine praktikable Abhilfe zu erwarten wäre. Also war der Plan schon recht frühzeitig die Hainbuchenhecke in einen Maschendrahtzaun hinein wachsen zu lassen der zusätzlich noch gestellt werden sollte.

Mit dem Anruf des Baggerfahrers das er zum Wurzelziehen kommen würde bestellte ich daher zeitgleich den Zaun welcher innerhalb von 2(!) Werktagen geliefert wurde. Nachdem wir also Samstag früh die restlichen Hainbuchenpflanzen gesetzt hatten begann ich mit dem Ausheben der Löcher für die Zaunpfähle. Diese buddelte ich im Abstand von 250cm auf einer Länge von gut 35 Metern. Anschliessend setzte ich die Zaunpfähle in Lot und Flucht ein und stabilisierte das ganze jeweils mit Beton.

Eigentlich wäre ich dann fertig gewesen, hatte aber einfach noch Lust die Spanndrähte zu ziehen. Der der Beton sehr schnell anzog war das Anbringen der Spanndrähte auch kein Problem. Und da immer noch genügend Zeit vorhanden war begannen wir zu zweit die erste Rolle des Maschendrahtgeflechts anzubringen. Am späten Samstagnachmittag war der Z

aun auf halber Strecke bereits fertig und wir weit vor unserem Tagessoll. Die zweite Hälfte brachten wir dann gleich Sonntagfrüh an.

Durch den Zaun ist die Fläche für die “Hundetoilette” deutlich kleiner geworden und mit dem Wachstum der Hainbuchenhecke dürfte sich dieses Problem dann in Zukunft auch ganz erledigt haben. Weiterhin hält der Zaun auch den Mulch und die Erde bei starken Regen auf dem abschüssigen Gelände zurück.

UPDATE Februar 2019

Nach nunmehr gut 4 Jahren ist die gesamte Hecke gut angewachsen. Im oberen Teil scheint das Klima jedoch deutlich günstiger zu sein. Hier erreicht die Hecke im Sommer vor dem Rückschnitt mittlerweile Höhen von gut 3 Metern und eine Breite von über einem Meter. Der Zaun ist komplett eingewachsen und der Sichtschutz ebenfalls hergestellt. Im unteren Bereich ist mein Grundstück durch eine Gruppe großer Rotbuchen faktisch tot. Weder Gras noch Gemüse wächst hier da Licht und Wasser nur spärlich zum Bodenbereich gelangen. Dies zeigt sich auch bei Wuchs der Hecke. Trotz Tropfschlauch im Wurzelbereich wachsen die Pflanzen hier deutlich langsamer. Scheinbar ist der Ort durch die großen Bäume auch einfach zu schattig. Ein Zustand der trotz mehrmaliger Bitten seitens der hiesigen Grünsatzung nicht änderbar ist.

Dennoch möchte ich den aktuellen Zwischenstand mit neuen Fotos dokumentieren. Daher hier nun neue Bilder vom Februar 2019 – also Winter 😉

 

© 2014 – 2019, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

Suchbegriffe für diesen Beitrag:

Mein Name ist Maik und betreibe dieses Bautagebuch nun schon seit 2008. Neben Familie und Beruf ist der Aus- und Umbau unserer Jugendstilvilla ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Hier im Blog gebe ich meine Erfahrungen wieder.

8 Comments

  • Sabine Frommann

    Hallo,
    mich würde interessieren, wie sich die Hainbuchenhecke entwickelt hat, da wir auch so eine KOmbination planen. Wächst sie durch den Maschendrahtzaun hindurch? Wie schneidet ihr die Hecke?
    Viele Grüße
    Sabine Frommann

  • Maik

    Hallo Sabine,
    die Hecke ist ordentlich angewachsen. Im sonnigen oberen Bereich, wo auch mehr Regen ankommt, ist sie gute 2meter hoch und knapp 1 Meter breit. Im unteren Bereich, in welchem durch 4 gut 25 Meter hohe große Rotbuchen gar nichts wächst, hat die Hecke eine Höhe von knapp 150cm bei rund 75cm Breite. Der Licht und Wassermangel macht sich beim Wachstum also bemerkbar. Und während im Sommer der obere Teil absolut blickdicht und undurchlässig ist, fehlt es unten noch an Wachstum.
    Die Hecke wächst übrigens durch den Maschendrahtzaun durch. Ich habe anfänglich noch etwas nachgeholfen und die einzelnen Triebe entsprechend durch die Maschen geführt.
    Der Schnitt erfolgt mit einer elektrischen Heckenschere relativ weit zurück. Aber dadurch wächst die Hecke sehr dicht. Einzelne Triebe schneide ich jedoch auch schlicht mit der Gartenschere.
    Ich hoffe das dir meine Ausführungen geholfen haben. Viel Erfolg bei deiner Hecke 🙂

  • Sabine Frommann

    Hallo Maik,
    danke für deine Antwort. Ist es jetzt so, dass man den Maschendrahtzaun nicht mehr sieht? Schneidest du die Hecke auf der Straßenseite des Zauns oder innerhalb, wenn du verstehst, was ich meine… Könntest du vielleicht ein Foto schicken? Unsere Vorstellung ist nämlich, dass der Zaun irgendwann in der Hecke verschwindet. Meinst du, das klappt?
    Viele Grüße
    Sabine

  • Maik

    Ja, das klappt sogar sehr gut. Ich habe meinen Zaun gut 30cm vom Gehweg entfernt gesetzt. Die Pflanzen wachsen nun durch und über den Zaun und werden dann von mir an der Grenze zum Gehweg geschnitten. Durch den Schnitt treiben dann wieder neue Zweige und Äste aus. Im Sommer ist der Zaun komplett unsichtbar und man sieht nur die Hecke. Und auch wenn die Pflanzen ihr Laub erst im Frühjahr abwerfen, kann man jetzt im Winter den Zaun noch erkennen. Ich denke aber das sich das weiter verwächst. Ich schau mal das ich morgen noch ein paar Winterbilder bei Tageslicht einfangen kann.

  • Sabine Frommann

    Lieber Maik,
    danke für deine Antworten und für die aussagekräftigen Bilder. Du hast mir sehr weitergeholfen! Viel Erfolg bei deinem Bauprojekt und viel Freude an deinem schönen Haus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.