Bestandsaufnahme Teil 3 – Der Keller

Nach gut 2 Wochen habe ich es soweit geschafft die Bestandsaufnahme aller Geschosse auf zu zeigen. Der aufmerksame Leser wird nun feststellen das eine Etage noch fehlt. – Richtig, der Keller. Um euch diesen, wie er uns im Rahmen der Bestandsaufnahme begegnete, zu zeigen folgt er ein kleiner Überblick.

Vom Grundriss habe ich aktuell noch keinen Bauplan da ich diesen noch nicht vermessen habe. Leider kann ich auch keinen offiziellen Bauplan hier einstellen weil es schlicht keinen gibt. Wir haben das gesamte Haus gekauft so wie wir es vorgefunden haben ohne irgendwelche Baupläne oder Übersichten.

Im groben ist der Grundriss des Kellers aber dem des Erdgeschosses identisch. Lediglich auf der Nord-Ost-Seite gibt es Abweichungen. Mit einer Grundfläche von ca. 160qm und insgesamt 7 Räumen sowie einen großen Vorkeller bietet er massig Platz.

Auf der Westseite steht der Keller ca. 1,50m im Erdreich (Stand Bodenplatte) wohingegen er auf der Ostseite faktisch ebenerdig ist. Ein besonderes Highlight ist der Keller unter dem Keller. So gibt es im Nord-Westkeller eine Treppe zu einem weiteren noch tieferen Kellergewölbe welches früher als Kohlenkeller gedient hat.

dscn4432dscn4434dscn4436

Der Gang in den Keller erfolgt über eine Steintreppe direkt neben der Haustür im Erdgeschoss. Der Blick richtet sich dann umgehend auf den Hauptwasseranschluss welcher in einem kleinen Verschlag am Ende der Treppe untergebracht wurde. Soweit wir wissen erfolgt die Neuinstallation im Rahmen der Strassensanierung ca. im Jahre 2000. Alles was dann nach der Wasseruhr kommt war technisch zwar intakt aber hoffnungslos veraltet und musste ersetzt werden. Rechts nach der Treppe schloss sich der Hauptkeller an. Eine Art riesiger Vorraum von welchem man in die einzelnen Kellerräume eintreten konnte. Auch hier gibt es eine Etagentoilette welche fix wieder in Gang gesetzt wurde und uns während der Bauphase gute Dienste leistete.

dscn4441dscn4439dscn4442dscn4440

Leider war der Keller ziemlich klamm. So zeigte sich das die Stahlträger in den Decken zum Teil von Rost durchzogen waren. Nach Meinung von Fachleuten aber nichts was uns nun umgehend Sorgen bereiten müsste solange wir etwas gegen die Feuchte taten und die Träger später reparieren ließen. Ein weiteres Manko waren die Fenster. Diese stammten scheinbar noch aus der Zeit der Bauphase des Hause. Zwar waren sie noch dicht und funktionsfähig aber leider auch hoffnungslos angegammelt so das hier ein Austausch unausweichlich ist.  Einige der Fensterscheiben waren auch gebrochen so das man hier mit Dämmmatten die Fenster abdichtete. Aber genug geschrieben, schauen wir uns ein paar weitere Bilder an:

dscn4448dscn4449dscn4450dscn4452

Hier sieht man den 2 Unterkeller, also den Keller unter dem Keller. Dort unten gibt es kein funktionierendes Licht was die Erkundung in diesen kalten und dunklem Raum schon irgendwie mulmig machte. Aufgrund einer defekten Dachrinne floss das Regenwasser lange Zeit indirekt in diesen Keller. Der alte Kohlenschacht mit dem defektem Fenster tat dann bei nassem Wetter sein übriges um die Raumfeuchtigkeit zu erhöhen. Mittlerweile habe ich die Dachrinne repariert und den Schacht abgedeckt so das der Raum, zum Teil mit technischen Hilfsmaßnahmen, austrocknen kann.

dscn4433dscn4444dscn4497dscn4437

Der gesamte Keller wurde weiterhin auch für die technischen Installationen bereits genutzt. Zum Teil waren hier noch 100 Jahre alte Heizungsrohre in Gipsbandagen verlegt. Teilweise wurden auch zu DDR Zeiten bzw danach neue Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Die Gasanschlüsse stammten wohl aus der Zeit des Wasseranschlusses, also um 2000. Ein großes Problem für uns bestand hier zum Beispiel darin die richtigen Hauptabwasserrohre zu finden. Letztlich gab es 2 Anschlüsse die bereits vorher in irgendeiner Form diesem Zweck gedient haben mussten und welche wir dann wieder verwenden konnten.

dscn4468dscn4471

Ein besonderes Schmankerl befand sich dann im großen Rundbogenkeller. Ein alter Ofen. Dieser wurde ganz früher genutzt um die Heizung im Erdgeschoss mit warmen Wasser zu betreiben. Von der Heizung selbst war bis auf die Rohre im Keller nichts mehr da. Der Gußofen jedoch war ein herrliches Stück. Er war zwar von Rost überzogen und auch innen mit angefaulter Asche bedeckt aber technisch soweit wir dies testen konnten durchaus noch in Ordnung. Zum heizen können wir das gute Stück freilich nicht mehr verwenden, aber als Deko oder zur Weitergabe an einen Sammler war er allemal noch zu gebrauchen.

Insgesamt bot der Keller zwar kein befriedigendes Bild aber war durchaus zu gebrauchen. Ideen mußte man nur haben. Und die hatten wir…

© 2008 – 2014, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

Suchbegriffe für diesen Beitrag:

Eine Antwort auf „Bestandsaufnahme Teil 3 – Der Keller“

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.