Entsorgung des Erdaushubs und Anlegen des neuen Rasen an der Pool-Aussenanlage

Gepostet am Okt 29, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten, Pool und Terasse

Entsorgung des Erdaushubs und Anlegen des neuen Rasen an der Pool-Aussenanlage

In den letzten Blogeinträgen habe ich den Bau des Pflastersteinweges zum Pool und den Bau der Poolterrasse beschrieben. Im Süden und Südwesten unseres Garten war jedoch nach dem Bau des Stahlwandpools noch nicht viel passiert. Rund 15m³ lehmiger Erdaushub lagen noch zu einem Berg getürmt direkt vor dem Pool-Technikhaus. Der Boden war von Unkräutern durchzogen welche durch ihre Pollen auch den restlichen Rasen gefährdeten. Selbst die Sprößlinge der Ahornbäume waren in dem einem Jahr bis zu 25cm gewachsen. Die gesamte Fläche war dazu noch uneben und hügelig. Bei jeden Regen sammelte sich das Wasser vor dem Technikhaus und verschlammte den gesamten Bereich. Kurzum, es war nicht sonderlich schön.

Eines der Sommerprojekte 2017 war also die Anlage der Rasen- und Wiesenfläche unterhalb unseres Pools. Dieses Projekt bestand grob gesagt aus zwei Teilen: die Entsorgung des alten Erdaushubs und der Anlage des neuen Rasens. Die Entsorgung des alten Aushubs war dann logischerweise auch der erste Teil mit dem es losgehen sollte. Wie so oft schon begann ich im Frühjahr mit meinen beiden Freunden „Grabetief“ und „Buddelflink“ die recht lehmige Erde auf die Schubkarre zu schaufeln um diese dann anschliessend auf dem Grundstück zu  verteilen.

Parallel hatte ich bei Ebay- Kleinanzeigen auch eine Anzeige für meine Erde eingestellt. Diese war zu verschenken – gegen Selbstabholung. Neben Rosenzüchtern, baugrubenaufüllenden  Häuslebauern und anderen Kleinstabnehmern welche sich immer mal etwas Erde holten, scheiterte der große Coup einfach an der Logistik. Für das Aufladen und den Transport der Erde hätte es  große und schwere Technik gebraucht welche für einen solchen Einsatz mit EUR 500 – EUR 1000 zu Buche geschlagen hätten. Da lohnt sich das verschenken dann nicht wirkllich. Also wurde die Erde weiter auf dem Grundstück verteilt.

Durch Zufall entdeckte ich bei den Ebay Kleinanzeigen dann einen lokalen Baufahrzeugvermieter. Dieser bot einen BobCat-Bagger inkl. Fahrer zu einem äußerst fairen Preis an. Und nach einer kurzen Besichtigung und Abstimmung konnte es losgehen. Mit Hilfe des BobCats wurde der Erdwall, welchen ich zwischenzeitig mit Schaufel und Schubkarre immer weiter dezimiert hatte, dann auf der Ostseite des Grundstücks verteilt. Hier wird die Erdschicht nun einen Winter lang absacken und dann im nächsten Jahr mit der Rüttelplatte glatt gezogen. Leider habe ich noch kein Patentrezept wie ich unter den 3 großen Rotbuchen und der Schwarzkiefer einen Rasen anlegen soll da hier schlicht nichts wächst.

Aber zunächst zur Westseite. Der Erdhügel war weg und der rote Lehmuntergrund schimmerte in den  Himmel. Den Boden hatte ich regelmäßig mit der Harke immer glatter und ebener geharkt und mehrfach mit meiner Rüttelplatte festgerüttelt. Mit Hilfe meines Erdrollsiebes siebte ich aus den beiden Mutterbodenerdhaufen dann die Steine heraus und brachte eine ca. 10cm dicke Schicht echte Erde auf den Lehm auf. Diese Schicht wurde mit der Abziehlatte plan gezogen um ein schönes gerades Bild vom Boden zu erhalten. Nach jeweils einigen Quadratmetern angelegter Fläche brachte ich dann frischen Rasensamen aus. Im  Moment setze ich übrigens auf eine Mischung aus Trockenrasen und Sportrasen – dieser ist recht robust und hat auch bei größerer Dürre noch immer eine schöne grüne Farbe. Nach dem Säen folgte noch ein wenig Langzeitrasendünger bevor ich die Fläche mit der Rasenwalze in alle Richtungen glatt walzte. Durch einen extra aufgestellten Rasensprenger und einer täglichen intensiven Bewässerung keimte der Rasen recht schnell zu einem grünem Teppich auf. Dieses Vorgehen wiederholte ich, so wie es die Zeit hergab, zwei bis drei mal in der Woche bis die ersten rund 150qm  fertig waren.

Die Fläche welche ich erst in 2-4 Wochen bearbeiten würde, habe ich ürbigens jedesmal mit einem großen schwarzen Unkrautvlies abgedeckt. So konnte ich einen Großteil der aus dem Lehmboden wachsenden Planzen abtöten bevor der Rasen kam. Gleichzeitig schützte ich meine Saat aber auch vor den heftigen Regenfällen. Das Wasser versickerte nämlich nicht auf dem lehmigen Boden und bildete stattdessen Wasserrinnen. Dies konnte ich durch das Vlies recht gut vermeiden.

Stück für Stück wurde der grüne Rasen immer größer und schöner.

Je weiter es ging desto mehr Aufgaben kamen natürlich rechts und links wieder auf mich zu. Durch den späteren Einsatz eines Rasenroboters mussten die Ränder rasenfrei aber  befahrbar sein. Eine Treppe mußte jeweils ins Technikhaus und unter die Poolterrasse angelegt werden. Das dritte Brennholzlagerregal inkl. einer weiteren Solarheizung wurden gebaut sowie ein optischer Akzent mit einer Palme am Pool. Eigene Blogeinträge hierzu folgen sicherlich noch irgendwann.

Gleichzeitig mußte der Erdwall mit dem Mutterboden versetzt werden um dort den neuen Rasen anzulegen. Nach und nach wurde die Fläche jedoch immer grüner und ansehnlicher. Der Rasenroboter wird hier jedoch erst im nächsten Jahr fahren dürfen da mir im Moment noch  die Verbindungsfläche zu den beiden nördlichen Rasenflächen fehlt. Aktuell mähe ich hier also noch mit meinem Benzinrasenmäher auf 2,5cm Schnitthöhe um den Rasen schön dicht zu  bekommen.

 

© 2017, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

Kommentar verfassen