Das vierte Brennholzlagerregal mit Solarkollektoren für den Pool wird gebaut

Gepostet am Okt 5, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten, Pool und Terasse

Das vierte Brennholzlagerregal mit Solarkollektoren für den Pool wird gebaut

Um das Brennholz optimal zu lagern habe ich im Garten bereits drei Brennholzlagerregale für die Bewohner unseres Hauses gebaut. Die Konstruktion ist stabil und groß genug zur Einlagerung von gut 8 Raummetern Brennholz. Die Dächer der beiden südlichen Regale werden darüber hinaus zusätzlich als Untergrund für insgesamt knapp 16qm Solarheizung für den Pool genutzt. Mittlerweile  war jedoch die Zeit gekommen sowohl die Holzlagerkapazität als auch die Solarkollektorfläche nochmals zu vergrößern. Ein weiteres Brennholzlagerregal musste her. Die Stellfläche im Südwesten  war zum Baubeginn noch brach. Auf der einen Seite waren die Erdhügel vom Poolaushub und auf der anderen Seite noch der Komposter – welchen ich in dem Zusammenhang ebenfalls umsetzen  musste. Die heutigen Rasenflächen habe ich dann erst später angelegt. Allerdings stand bis vor 2 Jahren auf der Wunschfläche eine große Linde. Diese verfaulte von innen heraus und wurde daher gefällt.

Der Stumpf allerdings welcher gut 40cm aus dem Boden ragte wollte in dieser Zeit nicht wirklich verrotten. Also musste ich vor dem Baubeginn zunächst die alte Wurzel  entfernen. Dies geschah mit Spaten, Schaufel, Axt und Motorkettensäge. Die Wurzel, auf der einen Seite so weich das man das Innenleben mit der Hand herausholen konnte, erwies sich insgesamt  jedoch als äußerst widerspenstig. Letztlich legte ich große Teile der Wurzel mit Spaten und Schaufel frei um anschließend mit der Kettensäge kleine Holzscheiben hochkant von links nach rechts  langsam abzusägen. Irgendwann hatte ich den Baumstumpf dann auf ein Niveau gedrückt welches meinem Brennholzlagerregal nicht mehr im Wege war.

Da ich Spaten und Schaufel schon mal  zur Hand hatte konnte ich auch gleich die Löcher für die sechs Punktfundamente graben. Wie bei den anderen drei Regalen auch sollte diese Konstruktion über die bewährte KG-Rohr-Variante im  Boden verankert werden. Also markierte ich die passenden Stellen und hob die jeweils 80cm-100cm tiefen Löcher aus. In diese wurden dann die KG Rohre gesetzt und mit Beton in Flucht und  Waage fixiert. Den Beton goss ich außen um die Rohre großzügig bis zur Erdoberfläche auf. Im Inneren jedoch nur halb hoch. Zusätzlich steckte ich in den inneren noch feuchten Beton Eisenstäbe  zur Bewehrung. Das ganze musste jetzt erst einmal eine gute Woche trocknen.

Danach konnte ich die tragenden Grundbalken setzen. Diese 400x10x10cm Balken richtete ich hierzu über die jeweils KG-Rohre vorne und hinten aus. Dann befestigte ich die drei HPfostenträger an dem Balken genau über den Rohröffnungen nach oben zeigend. Anschließend wurde der Balken um 180°  gedreht und die Sporen der Pfostenanker mittig in die KG-Rohre gesteckt. Nachdem ich die beiden Balken in Waage und Flucht abermals ausgerichtet hatte, goss ich die KG-Rohre vollends mit  Beton aus. Auch diese Mischung sollte nun wieder eine Woche trocknen bevor ich die sechs Ständerbalken setzen konnte. Abweichend von den anderen Regalen habe ich die Maße der  Konstruktion etwas abgeändert. Der Abstand zwischen vorderem und hinterem Stützbalken war von 100cm auf 130cm (Innenmaß) gewachsen. Die Nutzfläche für das Brennholz war demzufolge  bei nun 150cm in der Tiefe. Das Dach sollte mit seinen Solarkollektoren etwas flacher als mein erstes Regal aber steiler als jenes von Nummer zwei und drei sein. Die Kollektoren auf dem Dach  müssen auch bei Wind liegen bleiben aber Schmutz und Laub sollte vom Wetter abgewaschen werden. Demzufolge setzte ich die vorderen Ständerbalken mit einer Höhe von gut 210cm während  die hinteren nur 190cm Höhe aufwiesen. Durch den Abstand zueinander von 130cm ergab sich eine optimale Dachschräge. Die sechs Ständerbalken wurden unten mit massiven Eisenwinkeln in  jeweils alle möglichen Richtungen versteift.

Auf einer Höhe von 100cm Unterkante setzte ich die Balken für den Boden der zweiten Etage des Regals. Auch diese wurden mit den Ständerbalken als  auch untereinander mit den Eisenwinkeln verbunden. Letztlich folgten noch die beiden oberen Querbalken auf welchen das Dach montiert wurde. Entsprechend meines Fortschritts konnte ich  auch die Bodenlatten auf den beiden Etagen einbauen. Für das Dach setzte ich 40x60mm Dachlatten mit Hilfe von Sparrenfettenankern symmetrisch auf die beiden Querbalken. Quer zu diesen Dachlatten setzte ich eine Konterlattung mit 30x50mm Latten. Ganz oben folgten dann noch 22mm OSB Platten welche auf die Konterlattung geschraubt wurde. Ein abschließende Schweißbahn  (beschiefert) sorgt seither für die Wasserdichtheit. Übrigens habe ich es wirklich geschafft, beim Aufbringen der Schweißbahn, mir bei allen drei Regalen die Schuhe abzubrennen. Aber egal, das  Regal stand erst einmal. Als nächstes mußte ich die einzelnen Segmente untereinander abteilen damit das Brennholz später stabil eingestapelt werden konnte und nicht nach links und rechts  heraus fiel. Hierfür setzte 30x50mm Latten hochkant an die Querbalken immer zwischen die Latten welche den Etagenboden bildeten. Mit den Reststücken der OSB-Platten wurde die gesamte  Konstruktion noch versteift. Diese Platten wurden hierzu an die beiden Stirnseiten geschraubt. Da wackelt nichts mehr!

Die Rückseite habe ich wieder mit Hasenstallgitter verschlossen. Somit kann  ich das Holz später bis zum Anschlag nach hinten einstapeln ohne das dieses wieder heraus fällt. Das Regal war fertig. Es fehlte nur noch die Kür in Form einer weiteren rund 8qm großen  Solarheizung für den Pool. Wie zuvor entschied ich mich für sechs EPDM Matten im Format 400x30cm. Um die Matten vor den scharfen Schiefersplitkanten auf dem Dach zu schützen, aber auch  um die Temperatur noch weiter zu steigern, legte ich flächig ein schwarzes robustes Unkrautvlies auf dem Dach aus. Dieses wird von tausenden Tackerklammern gehalten. Auf das Vlies folgten  dann die EPDM Matten welche untereinander ausgerichtet und angeschlossen wurden. Um ein Verschieben durch Wind und Wetter zu minimieren wurden die PVC Endrohre jeweils links und  rechts mit 50er Rohrschellen fixiert und zusätzlich mittig über die gesamten Matten zwei 200cm Konstruktionsschienen geschraubt. Die beiden Schienen sind straff genug um die Matten vor  Wind&Wetter zu schützen und dabei so locker das die Wasserbahnen nicht abgedrückt werden. Den Poolschlauch vom Zulauf konnte ich bei dieser Lösung dann auch gleich mittels  Hammerkopfschrauben und 38er Schlauchschelle auf den Schienen fixieren. Den Verteiler am mittleren Brennholzlagerregal habe ich bei dieser Aktion ebenfalls nochmal komplett umgebaut. Der  50er Flexschlauch aus dem Boden wird nun in jeweils drei 50er PVC Rohre aufgeteilt welche das Wasser dann an die 38er Poolschläuche übergeben.

Insgesamt 6 Absperrhähne geben mir die  Möglichkeit einzelne Matten direkt ab- oder zu zuschalten. Ich habe somit keine Probleme mit zu hohem Wasserdruck in den Matten. Es ist vielmehr so das die Wasserfließgeschwindigkeit weiter  gefallen ist was der Energieaufnahme in der Sonne nur förderlich sein sollte. Im Ergebnis konnte ich meine knapp 30qqm Poolwasser an richtig sonnigen Tagen (>50°C Sonneneinstrahlung) um  effektiv 3 bis 4°C steigern und trotz des miesen Sommers 2017 den Pool von Juni bis Mitte August bei 30°C halten.

 

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