Projekt Poolterrasse – Bau der Unterkonstruktion und Verlegen der BPC Dielen

Gepostet am Jun 4, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten, Der Pool, Pool und Terasse

Projekt Poolterrasse –  Bau der Unterkonstruktion und Verlegen der BPC Dielen

Mit dem Bau der freistehenden Unterkonstruktion war bereits ein gutes Stück geschafft. Nun musste ich nur noch die  Unterkonstruktion auf meiner abgerüttelten Drainschicht aufbauen und das Verlegen der BPC Dielen konnte beginnen. Wie ich bereits schrieb hatte ich mich bei der Unterkonstruktion ebenfalls  für Plastikkanthölzer entschieden. Diese konnte ich direkt auf dem Boden auflegen ohne Gefahr zu laufen das Holz zeitnah durch Schimmel oder Fäulnis zu verlieren. Die Höhe von 30mm war  ebenso vorbestimmt da ich mit der BPC-Dielenstärke von 25mm genau auf den mir zur Verfügung stehenden Freiraum von 55-60mm zwischen Boden und Handlaufunterkante am Stahlwandpool kam.

Ursprünglich wollte ich die Dielen über den Beckenrand stehen lassen. Durch das Hohlkammerprofil ergab sich aber ein eher unschöner Anblick den ich auch durch  Blendkanten nicht hätte beseitigen können. So musste ich also unter dem Handlauf bleiben. Aus heutiger Sicht würde ich mir die Arbeit mit der Drainschicht auch sparen und die gesamte Fläche  unter der Terrasse einfach tiefer abziehen. Mit einer dann möglichen Konterlattung aus Lärchenholz welche gut durchlüftet werden könnte hätte ich mir viel Arbeit beim eigentlichen Verlegen  gespart. Leider zeigte sich das Plastikkantholz nämlich als sehr spröde. Selbst mit Vorbohren bestand ein erhebliches Risiko das die Schrauben der Dielenfixierung einfach das Bohrloch im Plastik  ausdrehten und somit kein Halt besteht. Bei der Breite von 50mm hat man somit maximal 3 Versuche pro Ansetzpunkt. Solche Probleme hat man bei echtem Holz eben nicht. Aber für eine  Änderung der Unterkonstruktion war es bereits zu spät. Sollte es in Zukunft Probleme geben werde ich die Dielen nochmals abbauen und die Plastikkanthölzer durch Aluminium ersetzen.

Vielmehr musste es weitergehen und so orderte ich nochmals einige Tonnen an Verlegekies welchen ich auf der Drainschicht bündig mit  der Oberkante der Stützwand aber mit leichten Gefälle vom Pool weg ausbrachte. In diesen Verlegekies setzte ich anschließend die Plastikkanthölzer im Abstand von 50cm und richtete diese aus.  Die Kanthölzer auf der Stützmauer direkt an der Poolkante wurden zusätzlich noch im Beton verschraubt. Unebenheiten und bestehende Gefälle wurde mit Dachpappe und Schweißbahnresten  ausgeglichen.

Nun konnten endlich die Dielen verlegt werden. Um ein ordentliches Bild zu bekommen begann ich an der Mitte des Pools direkt neben der Leiter die Dielen zu verlegen. Ich konnte  somit auch sicherstellen das die Bohrlöcher für die Poolleiter in der Mitte einer Diele waren und nicht am Rand. Nach dem Ablängen der ersten Diele wurde diese dann mit einem Winkeleisen am  Pool ausgerichtet und mit den zum BPC-Dielensystem gehörenden Fixierungen verschraubt. Es folgte nun eine Diele nach der anderen zunächst in Richtung Westen.

An dieser Stelle möchte ich auch den einen oder anderen Tipp geben: Die Dielenfixierung habe ich zunächst immer nur geheftet und nicht ganz fest geschraubt. So bekommt man die Feder der Fixierung leichter in die Nut  der Diele. Lag die Folgediele dann wunschgemäß habe ich die Fixierung dann mit der Schraubstufe 3 meines Makkita Akkuschraubers festgezogen. Hier empfiehlt sich ein langer schmaler Bit -in  meinem Fall Torx- um die Dielen nicht zu beschädigen.

Auch habe ich anfangs den Fehler gemacht vor der bereits fertig verlegten Diele zu knien. Ich schob also die neue Diele von mir weg in die Nut der bereits liegenden Diele. Durch das Andrücken wurde natürlich die gesamte Konstruktion Stück um Stück verschoben da ich die Terrasse zu diesem Zeitpunkt ja schwimmend verlegt hatte.  Nach einigen Dielen bemerkte ich die Abweichungen im Winkel zum Pool und rückte alles wieder gerade. Als sinnvoller erwies es sich auf der bereits verlegten Diele zu knien und die nächste  Diele zu sich heran in die Nut zu ziehen. So konnte nichts verschoben werden.

Das Sägen ist auch eine Angelegenheit für sich. Ich hatte mir vor Arbeitsbeginn extra noch ein Profi- Hartholzsägeblattset von Bosch für meine Stichsäge gekauft. Aber wie sich schnell zeigte würde das nicht reichen. Das BPC ist so zäh das die Blätter nur wenige Meter hielten und sehr schnell  stumpf wurden. Was beim Ablängen nicht wirklich schlimm war wurde dann aber zum unendlichen Alptraum beim Zuschnitt der Rundungen. Diese übrigens zeichnete ich, nachdem die Diele auf  die Maximallänge abgelängt wurde, nach Gefühl frei an und sägte diese dann mit der Stichsäge aus. Aus den kleinen Rundungen an meiner Ziersteinminigabione oder dem Oval am Stahlwandpool  wurden dann mit jeder neuen Diele immer größere Kurven. Nach dem Zusägen probierte ich die Passform und sägte bei Bedarf eben nochmals nach. Im Fachmarkt habe ich späte auch spezielle WPC/ BPC Sägeblätter gesehen. Ob diese etwas taugen wird sich aber erst bei meinem nächsten Projekt heraus stellen. Stück für Stück ging es voran bis die westliche Seite  geschlossen war.

Nun ging es an die Ostseite welche sich ja auch über meine freistehende Unterkonstruktion erstrecken würde. Bis zum Beginn der Rundung am Oval lief dann alles wie gehabt. In  der Mitte des Ovals musste ich nun aber die Unterkonstruktion um zwei weitere Kanthölzer ergänzen. Mit dem Verlauf der gesamten Dielenbreiten nebst den Zwischenräumen hatte ich jetzt das  Maß um die Öffnung für den Deckel zum Skimmer zu bauen. Die Hölzer wurden so montiert das die lange BPC-Diele auf dem einem Kantholz endete und der Deckel auf dem direkt daneben  liegenden Holz beginnen konnte. Gleichzeitig musste ich auf mein Verlegemuster achten und dieses mit der Fixierung festhalten. Die maximale Länge der Dielen betrug 4 Meter. Jedoch mussten  auf der Ostseite knapp 7 Meter in der gesamten Länge überbrückt werden. Die Dielenenden auf der Südseite lies ich zunächst einfach überstehen. Mit einer Führungsschiene und einer  Handkreissäge wurde diese Dielen dann mit einem Schnitt auf eine gemeinsame Länge gebracht. Den Bereich direkt am Übergang zu Gabionenterrasse musste ich schräg schneiden da mein  Winkel im ganzen nicht aufging und ich verhindern wollte das jemand die BPC-Dielen mangels Auflage durchtritt.

Aktuell bin ich mir noch nicht schlüssig in welchem Verlegemuster ich die  BPC-Terrasse dann über die alte Gabionenterrasse weiter verlegen werde. Ich tendiere aber zu einer kleinen Stufe direkt an der auf den Bildern zu sehenden Kante. Gegen Ende meines  einwöchigen Urlaubs waren die Dielen dann verlegt und ich konnte mich Kleinigkeiten wie der Abdeckung des Skimmerzugangs widmen. Hierzu sägte ich 4 BPC Dielen auf das Maß der Öffnung  und fixierte diese dann auf separaten Kanthölzern. Das ganze ergab dann eine Art BPC-Fliese die als ganzes einfach in die Öffnung gelegt wird. Die beiden zusätzliche eingebauten Konterlatten  tragen diese Fliese dann über die Breite von knapp 40cm ohne Probleme. Von oben sieht man aber nicht das man die Terrasse an dieser Stelle öffnen kann da hier ja das Muster der angrenzenden  Dielen einfach durchläuft.

Nachdem ich am letzten Wochenende, jetzt Anfang März gut 6 Monate nach dem Bau der Poolterrasse, mit dem Frühjahrsputz im Garten und meiner  WPC-Gartenküchenterrasse begonnen habe stand natürlich auch eine Inspektion meiner neuen Poolterrasse an. Und ich muss sagen das diese den letzten Winter wunderbar ohne Schäden  überstanden hat! Nun kann die neue Badesaison beginnen.

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