Bau des Pflastersteinweg zur neuen Poolterrasse

Gepostet am Apr 17, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten, Pool und Terasse

Bau des Pflastersteinweg zur neuen Poolterrasse

Die letzten Einträge drehten sich komplett um die Planung und den Bau unseres Pools. Dem launischem Wetter zum trotz gingen die Arbeiten recht gut voran. Mit der Anlage der Poolterrasse und des Rasens sollte auch ein schönes und pflegeleichtes Areal um den Pool herum geschaffen werden. Es fehlten aber noch Zugangswege denn bisher befand sich die zukünftige Badelandschaft mitten auf der freien Fläche hinter unserem Haus. Dies sollte sich jedoch nach und nach ändern.

Grundsätzlich bietet unser Grundstück zwei Zugänge zum Pool. Der Weg an der Westseite, vorbei an unserer Gartenküche und der WPC Terrasse konnte noch nicht befestigt werden. Neben geplanten Fassadenarbeiten würden hier auch zukünftig noch schwere Baufahrzeuge rangieren müssen. Der Weg über die Ostseite von den PKW Stellplätzen, vorbei am Nebeneingang des Hauses und unserem Gartenhaus war da schon besser geeignet. Die Pflastersteine reichten bisher an die Hausecke an der Süd-Ost-Seite und von dort zum einen Richtung Westen an meinen Wasseranschluss und nach Süden ein paar Meter bis zum Seiteneingang des Gartenhauses. Dort hatten die  Arbeiten damals mitten auf der wilden Wiese geendet. Dieser Weg sollte nun als Zugang zu unserer Poolterrasse, und somit ins kühle Nass, verlängert werden. Die Gabionenterrasse sollte über  den selben Weg erreichbar werden, schließlich würde diese später einmal in der Fläche der Poolterrasse aufgehen.

Und so wurde der Plan gefasst den bisherigen Pflastersteinweg nach Süden bis  an die Kante der Gabionenterrasse zu verlängern, und von dort dann nach Westen die eigentliche Poolterrasse anzubinden. Die Fläche zum Haus hin sollte mit einem schönen und sauberen Rasen  ihren Abschluss finden. Neben dem eigentlichen Bau und Anschluss des Stahlwandpools, der Errichtung unserer Poolterrasse und den anderen Erdarbeiten in unserem Garten fand der Bau des Pflastersteinweges und die Anlage des Rasens – wie so oft – parallel statt. Quasi nebenbei habe ich dann noch gute 100qm Fassadenputz abgeschlagen.

Beim Bau des Weges sollte alles so  beibehalten werden wie bisher. Das hieß, buddeln, Borden setzen, Frostschutz und Verlegeschicht einbringen sowie Steine verlegen und abrütteln. Das klingt beim Schreiben dieser Zeilen deutlich entspannter als es sich damals anfühlte. Das Freigraben des späteren Weges gestaltete sich bereits so schwierig wie es die Anlage der bisherigen Wege vermuten ließ. Knapp 20cm unter  der Erde befand sich flächig eine Schicht Eisenschlacke mit einer Stärke von gut nochmals 10-20cm. Weder mit Spaten oder Schaufel konnte man hier einfach die Erde ausheben. Stattdessen  musste die Fläche zunächst mit der Spitzhacke aufgelockert werden um dann das Erde-Schlacke-Gemisch mit der Schubkarre abzutransportieren. Nach und nach buddelten wir uns also in  Richtung Gabionenterrasse.

Dort angekommen stellte sich aber bereits die nächste Frage: Wie sollte der Übergang nach Westen zum Pool erfolgen? Eine 90° Ecke, eine runde Kurve oder gar eine  Schlangenlinie? Da der Mensch beim Laufen zum Abkürzen neigt – und daher 90° Kurven häufig in der Nutzung von Rasenlatschern ihre Grenzen finden, entschied ich mich die rechtwinklige Ecke in der Diagonale zu öffnen. Das sah schick aus und selbst für unsere radfahrenden Kinder sollte der Weg in der Kurve nun ausreichend breit sein. Nach Osten hin sollte sich der Weg  allerdings auch öffnen. In dieser Richtung wollte ich die Regenwasserzisternen mittels gepflasterten Gehweg erreichbar machen und später eine Treppe in den unteren Bereich des Gartens bauen. Nach dieser Entscheidung hieß es also wieder buddeln. Diesmal von Ost nach West, vom Gartenhaus zum Poolareal direkt an den bereits gesetzten Borden der Gabionenterrasse entlang. Aber  auch das war dann irgendwann geschafft und das Setzen der Borden konnte beginnen.

Zunächst wurden wieder die Fluchtlinien mit Spannschnüren festgelegt und dann Borde um Borde in Beton  gesetzt und ausgerichtet. Etwas heikel wurde es dann in der Berechnung des Winkels der Diagonale an der Ecke. Da die Breite des Weges mit jeweils knapp 100cm feststand, musste der Winkel  passend gewählt werden damit die diagonalen Borde genau auf die jeweiligen Endborden der geraden Wege sauber auftraf. Wer dann, wie ich, noch das Ziel verfolgt das ganze ohne Verschnitt  zu verlegen macht sich eine Menge Arbeit. Heute würde ich neben den Spannschnüren der beiden geraden Wege noch eine zusätzliche dritte Schnur spannen, die Länge der Borden darauf anzeichnen, und diese dann solange verschieben bis es passt. Aber es ging ja auch so. Stück für Stück wurde der Bereich zwischen den beiden Borden dann mit Frostschutz aufgefüllt und abgerüttelt. Hierfür setze ich dann, neben käuflich erworbenen Frostschutz, wieder die beim Buddeln gewonnene Eisenschlacke ein. Beim Aufbringen des Verlegesplits machte ich dann eine wohltuende Erfahrung. Bei der Anlage aller meiner bisherigen Wege setzte ich hier den groben Basaltsplit ein. Diesen konnte man wunderbar in 25kg Säcken transportieren und er war leicht und sauber abzuziehen. Leider aber nicht sehr ergiebig und somit auch sehr teuer. Ein Anruf beim örtlichen Baustoffhändler brachte mir den Hinweis auf Verlegekies. Dieser war deutlich günstiger und dabei fast so gut zu verarbeiten wie der Split. Diesen Anruf hätte ich mal früher machen sollen. Der Kies wurde nun mittels Schubkarre zwischen die Borden gekippt und dann mit meiner selbstgebauten Richtgehre auf mein Wunschmaß abgezogen.

Beim von mir verwendeten Altstadtpflaster der Firma RINN hieß das 6cm da die Pflastersteine eine Höhe von 8cm hatten. Durch das  Einrütteln nach dem Verlegen würden die Steine dann plan zu den Borden abschließen können. Bis zu meiner Diagonale an der Ecke war das Verlegen auch wunderbar einfach. Ich hatte mir ein  etwas abgewandeltes Verlegemuster überlegt um die Steine im Format 7cm, 14cm und 21cm so in meine 100cm breite Öffnung zwischen den Borden verlegen zu können, das die Anzahl der  unterschiedlichen Steinformate in etwa gleichmäßig verbaut werden würde. Zu deutsch: bei meinem ersten Gehweg setzte ich zu viele 21cm Steine ein. Daher hatte ich Unmengen an 7cm Steinen  übrig. Dies konnte ich nun durch das neue Verlegemuster der Pflastersteine verhindern. Kniffelig wurde dann das Abziehen des Verlegekies an der Gabelung des Weges nach Osten und Westen.  Die Pflastersteine sollten mit dem Gefälle des Nebeneinganges meines Gartenhauses zu den Borden der Gabionenterrasse bündig abschließen. Nur hatte ich keine Gehre welche ich auf diese  Länge nutzen konnte und ein seitliches Auflegen schied aus da ja hier die beiden Abzweige abgingen. Aber Not macht bekanntermaßen erfinderisch und so wurde aus meinem Abziehbrett, zwei  Schraubzwingen und meiner 3Meter Richtgehre eine neue überdimensionale Abziehgehre. Nach und nach wurde der Weg dann weiter in Richtung Pool verlegt. Ich hatte es auch probiert das Muster von Norden kommend einfach nach Westen quer weiterzulegen.Aber das Maß ging dann in der Breite nicht auf. So sieht man nun eben den Übergang der Pflastersteine vom Längsformat  zum Querformat.

Während des Pflasterns füllte ich auch den Bereich der späteren Wiese zum Haus hin sukzessive mit meiner gesiebten Muttererde auf. Den ausgebrachten Grassamen spülten  mir dann die Unwetter dieser Zeit aber täglich in mein Gehwegverlegebett. Auf einigen Bildern kann man daher gut erkennen wie schön der Rasen zwischen dem Frostschutz wächst. Aber wie ich  bereits in einem anderen Eintrag schrieb, gab sich die Unwetterperiode irgendwann und ich kann heute mit Stolz auf meinen Golfrasen verweisen. Mit dem Einrütteln der Pflastersteine auf das  Niveau der Borden und dem Einkehren des Fugensplitts war mein Pflastersteinweg dann soweit fertig. Am Bereich zum Übergang auf meine Poolterrasse habe ich das Verlegen zunächst gestoppt.  Hier möchte ich erst einmal schauen wie das Maß der WPC bzw. BPC Terrassendielen aufgeht. An der Ecke meines Gartenhauses habe ich dann den restlichen Verlegekies zwischen Pflasterweg  und Gartenhaus eingebracht. Nach dem Trocknen ist dieser nämlich strahlend weiß und eignet sich meiner Meinung nach wunderbar als Zierkies.

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