Projekt Poolterrasse – Vorbereitung und Start

Gepostet am Mrz 13, 2017 in Blog, Das Haus, Der Garten, Der Pool, Pool und Terasse

Projekt Poolterrasse – Vorbereitung und Start

Unser Pool stand nun schon einige Tage und wurde auch ausgiebig genutzt. Nun wurde es Zeit sich der Entwicklung des umgebenden Areals anzunehmen. Unser Ziel war es eine Poolterrasse um  den Pool herum anzulegen welche sich dann nach Osten hin über unsere alte Gabionenterrasse erstrecken sollte.Dort sollte dann ein Pavillon oder ein kleines Gartenhäuschen die Wohlfühloase abrunden.

Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Der Aushub der Baugrube lag zum großen Teil noch immer wo er lag. Zugangswege zum Pool fehlten und letztendlich hatten wir nicht einmal etwas Platz für eine Poolliege. Dies sollte sich nun ändern.

Um den aktuellen Rest-Sommer noch am Pool genießen zu können musste zunächst der Bereich rund um das Becken bearbeitet  werden. Zum Haus hin war dieser Bereich von knapp 10 Metern Breite mit einem Gefälle von ca. 50cm versehen. Dieses Gefälle verlängerte sich dann über die Westseite am Pool vorbei nach  Süden. Hier ragte der Pool, welcher im Norden ebenerdig verbaut wurde, bereits gute 50cm aus der Erde. Der Höhenunterschied nur 3 Meter weiter Südwärts am Pooltechnikhaus war dann  bereits ein guter Meter. Dieses Gefälle konnte natürlich nicht so bleiben und musste ausgeglichen werden. Zumindest die Liegeflächen rund um das Becken sollten unbedingt eben sein.

Unser  Plan war es nun den Bereich zwischen Haus und Pool in zwei Terrassen abzustufen und nach Süden hin das größere Gefälle soweit möglich mit der Aushuberde anzufüllen. Soweit der Plan. Bereits während der Aushubphase, als uns noch der Bagger zur Verfügung stand, wurde daher die Erde im Bereich zwischen Pool und Haus abgezogen. Analog der ersten großen Baugrube  markierte ich meine gewünschten Baggerzonen und malte sogar einen „Bauplan“. Anschließend schichtete der Baggerfahrer den Mutterboden und den darunter befindlichen Lehmboden getrennt  auf.

Am Haus wurde das Niveau von Osten kommend in Waage nach Westen hin übernommen. Ausgehend von der Gabionenterrasse wurde dann nochmal ein tieferes Niveau, nämlich gut 30cm unter dem Beckenrand, ebenfalls nach Westen hin abgezogen. Dieser Bereich hatte dann eine Breite von knapp 5 bis 6 Metern. Und während auf dem oberen Bereich am Haus eine Wiese angelegt werden sollte, konnte hier auf dem unteren Bereich die WPC/ BPC-Holzterrasse gebaut werden. Dieses knapp 100qm große Areal sah zu diesem Zeitpunkt wie ein Schlachtfeld aus.

Durch die häufigen  und doch recht kräftigen Regenfälle zu dieser Zeit wurde der offene Lehmboden regelrecht ausgespült. In dieser Bauphase zog der Bagger übrigens auch den Graben vom Haus in den  Poolgrubenbereich in welchem ich später dann die Elektrik verlegen konnten.

Von diesem Zeitpunkt an wurde wieder an zwei Baustellen gleichzeitig gearbeitet. Zum einen wurde der neue  Rasen angelegt und zum anderen der WPC-Terrassenbereich für die Verlegung der Dielen vorbereitet. Für die Anlage der Wiese siebte ich den abgezogenen Mutterboden mit meinem Erdsieb  durch und verteilte die saubere Erde mit einer großen Richtschiene auf dem höhergelegenem Niveau. Nach dem Anwalzen und der Ausbringung einer zweiten Mutterbodenschicht wurde dann der  Grassamen gesät und kräftig gewässert. Mit einem regelmäßigem Schnitt und guter Pflege konnte ich dort aus heutiger Sicht einen Top-Rasen auf Golfplatzniveau anlegen.

Die Bearbeitung  des unteren Bereiches war dann etwas kraftraubender. Hier musste noch in diesem Jahr eine dicke Drainschicht geschaffen werden.

Doch zuvor sollte erst einmal die Poolleiter eingebaut werden. Die Poolleiter wird am Beckenrand in zwei zugehörige Aufnahmehülsen gesteckt und verschraubt. Die Hülsen selber müssen im Boden fest verankert werden. Ich entschied mich für das einbetonieren. Also nutzte ich einen schönen sonnigen Tag und Schnitt zunächst mit meiner Flex zwei gleich große Löcher in die Stützmauer welche ich folgend immer wieder mit Hammer und Meisel nachbearbeitete. Die Hülsen mussten nach oben ebenerdig abschließen, sollten jedoch genug Ansatz für eine solide und stabile Einbetonierung haben. Nach einer guten Stunde war ich  fertig. Nun setzte ich die Leiter in die Hülsen und die gesamte Konstruktion anschließend an den Beckenrand ins Wasser. Mit einer Steinkonstruktion links und rechts der Leiter, sowie einem  kräftigen Eisenrohr wurde die finale Position der Leiter fixiert. Danach mischte ich den Beton an und betonierte die beiden Hülsen ein. Das ganze konnte dann bis zum nächsten Tag in dieser  Position trocknen um anschließend die beiden Hilfsmauern wieder abzubauen. Die XPS Platte auf dem Bild dient im übrigen als Sonnenschutz. An diesem sehr heißen Tag musste ich den Beton zwischenzeitlich immer mal wieder etwas anfeuchten und vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen. Die Leiter hing nun stabil am Beckenrand und konnte bei Bedarf durch lösen der Schrauben einfach herausgehoben werden.

Jetzt konnte der Aufbau der umgebenden Liegefläche starten. Mit der Bestellung einiger Tonnen Frostschutz fiel auch zeitnah der Startschuss. Der Frostschutz wurde als  Drainfläche flächig mit einer Stärke von rund 20 – 30 cm ausgebracht und abgezogen. Der Bereich direkt an der Stützmauer verlangte besonders viel Füllmaterial da dieser gut 50cm breite Spalt ja anfänglich nur mit losem Lehmboden aufgefüllt wurde. Die gesamte Fläche wurde anschließend mit meiner Rüttelplatte verfestigt. – An der Stelle kann ich immer wieder sagen das diese  Rüttelplatte ein wirklich tolles Geschenk meiner Frau war.

In den folgenden Tagen und Wochen wüteten immer wieder schwere Regenschauer über unser Land. Dabei wurde mein frisch  angelegter Rasen zum Teil einfach wieder weg gespült und die Arbeit ging von vorne los. Gleichzeitig spülte das viele Regenwasser aber auch die Erde an der Stützmauer im Boden nach wodurch  meine Frostschutzschicht tiefer sackte. Also mußte auch hier wieder neuer Frostschutz aufgefüllt, abgezogen und verdichtet werden. Soweit ich mich erinnern kann lief dieses Spiel bestimmt zwei  Wochen. Aber dann war es geschafft, der Regen ließ nach und die Grassamen konnten endlich an der gewünschten Position Wurzeln schlagen.

Auch der Bereich an der Stützmauer war soweit  hinterfüllt das nichts mehr nach rutschte. Um jedoch kein Risiko einzugehen, habe ich zunächst keine weiteren Bauten vorgenommen. Das Wetter der nächsten Monate sollte diesen Bereich erst  einmal weiter verfestigen und sichern. So blieb uns zunächst nur eines: Wir kauften einen 3 x 4 Meter großen Rasenteppich welcher auf den Frostschutz vor dem Pool ausgelegt wurde. Dieser  sollte uns dann die wenigen Wochen bis zum Ende der Badesaison als Ersatz-Poolterrasse dienen.

Ich nutzte die schönen Tage jedoch noch anderweitig. So wurden die Hohlräume an den  Rundungen zwischen Pool und Stützmauern verschalt und mit Beton ausgegossen. Um die Stahlwand zu schützen habe ich diese zuvor mit 5mm Trittschalldämmung verklebt. Dies sollte  Sicherstellen das die Stahlwand bei Temperaturänderungen oder dem Planschen der Kinder nicht an der Betonwand schabt und rosten würde.

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