Sanierung der Ost-Fassade

Gepostet am Feb 12, 2016 in Blog, Das Haus, Der Garten

Sanierung der Ost-Fassade

Im Zusammenhang mit der Neueindeckung unseres Daches bot es sich natürlich an, das Baugerüst auch gleich für Fassadenarbeiten zu nutzen. Nachdem im Frühjahr bereits die Nordseite saniert wurde kam nun die Ostseite und der Turm auf der Südseite in den Genuss einer Sanierung. Die Vorarbeiten wie das Putzabschlagen, Ausbessern von Fehlstellen und das Grundieren übernahmen wir wieder selber. Die eigentlichen Putzarbeiten wurden, wie zuvor auf der Nordseite, wieder vom Baubetrieb Bloche ausgeführt.

Der Turm sollte sich zum Rest der Fassade jedoch bei den Arbeiten abheben. Hier war der alte Putz noch relativ gut erhalten so das lediglich Hohlstellen abgeschlagen und danach zu geputzt wurden. Anschließend wurde Gewebe ein gespachtelt und dann der komplette Turm mit einem dünnschichtigem Reibeputz versehen. Die Fensterbretter und auch die Zwischenräume zwischen die Ziersäulen wurden mit Titanzinkblech aus gegleitet.

Farblich entschieden wir uns auch hier für ein “dreckiges” Weiß welches die grauen Zierelemente gut zur Geltung bringen sollte.

Richtig spannend wurde es an den Fensterleibungen im Obergeschoss. Durch die nach oben schräg zulaufenden Säulen mussten die Zwischenräume von Säule und Fenster jeweils Stück für Stück mit Bauplatten verschlossen werden um anschließend mit ein geputzt werden zu können – Sysifus lässt grüßen.

Die Ostseite war vom Materialaufwand dann schon eine andere Hausnummer. Hier habe ich zunächst den alten Putz Stück für Stück selber abgeschlagen. Hier leisteten mir meine Druckluftwerkzeuge wieder gute Dienste. Mit Druckluftlanze und Drucklufthammer ging es also gut zwei Wochen lang dem alten Putz an den Kragen. An einigen Stellen lösten sich gleich riesige Schollen und an anderen wiederum ging es nur cm für cm voran. Letztlich war es aber geschafft. Die Ostfassade war freigelegt. Nun wurde der Staub und die anderen Feinteile zunächst mit einem groben Besen abgekehrt und anschliessend die komplette Fassade mit dem Kärcher per Hochdruck Wasserstrahl gesäubert.

Nachdem die Fassade nun frei und sauber war ging es ans verlegen der Installationsleitungen. So fräste ich wieder Schlitze und verlegte Leerrohre für Strom- und Netzwerkkabel. Auch die Kabel für die Wärmefühler der beiden Heizungen im Keller wurden nun gleich Unterputz verlegt damit es später ein schönes und sauberes Bild ergab.

Nachdem ich mit meinen Aufgaben fertig war übernahmen wieder die Profis. Zunächst wurden auch auf der Ostseite alle alten Fensterbretter und die Simsabdeckung durch Titanzinkbleche ersetzt. Weiterhin wurde der Schaden unter der Mansarde über dem Nebeneingang, welche wohl irgendwann einmal durch Wasser entstand repariert. Es folgte der Auftrag eines Unterputzes auf welchem dann wieder vollflächig Gewebe gespachtelt wurde. Nach Ausbildung der Faschen wurde dann die gesamte Ostseite mit dem neuem Oberputz belegt. Farblich blieben wir natürlich auch hier beim bereits genutztem “dreckigem weiß” und grau.

Endlich konnte auch auf der Ostseite wieder das Baugerüst abgebaut werden. Die Fassade war fertig! Nun blieb noch eine kleine aber sehr aufwendige Arbeit übrig. Der alte abgeschlagene Putz lag nach am Sockel des Hauses. Ich hatte vorsorglich den gesamten Bereich mit Malervlies ausgelegt bevor das Baugerüst gestellt wurde. Allerdings war es dennoch sehr aufwendig den alten Putz Stück für Stück weg zu schaufeln.

Im übrigen habe ich die Gelegenheit genutzt neben dem Turm auf der Südseite und der gesamten Ostfassade auch gleich den Giebel auf dem Dach der Westseite zu sanieren. Da ich mit meinem eigenen Gerüst hier später nur schwierig hinkommen würde bot sich dies einfach an:

 

Die restlichen Fassadenteile auf der Süd- und Westseite werden dann im kommenden Sommer in Angriff genommen. Dann ist unser Häuschen, zumindest von außen, fertig…

 

 

 

 

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