Im Keller wird eine Toilette mit Trockenbau realisiert

Gepostet am Dez 28, 2014 in Blog, Das Haus, Der Keller

Im Keller wird eine Toilette mit Trockenbau realisiert

Gestern konnte ich nun unser Projekt “Kellertoilette” erfolgreich abschliessen. Aus dem letzten Etagenklo wurde nun eine schicke und praktische Toilette. Wenn man sich im Garten aufhält oder im Konferenzzimmer und ein Bedürfnis verspürt muß man nicht mehr 2 Etagen hoch in die Wohnung sondern kann sich bequem im Keller erleichtern.

In diesem Beitrag möchte ich die Umbaumaßnahmen kurz beschreiben:

 

Beginnen wir hierzu am besten mit den Bildern vor dem Umbau. Der Kellerraum wurde früher als Etagentoilette genutzt bzw. befand sich ganz früher dort auch der Zugang zur Klärgrube. Die Fallrohre wurden bereits im Rahmen der Trockenlegung des Hauses erneuert so das es nur noch im den Innenausbau ging.

Die Bilder stammen noch aus der Bestandsaufnahme bei unseren ersten Besichtigungen. Ganz links ist der Zugang zur Toilette über das heutige Waschhaus zu sehen. In der Mitte der Zugang zum Raum selber und links die damals installierten Fallrohre. All das gibt es so nicht mehr. Das Fenster wurde schon letztes Jahr zugemauert und die Aussenwände neu verputzt. In der Außenwand habe ich vorsorglich noch ein Leerrohr mit einem 5×1,5er Kabel vom Lichtschalter verlegt für den Fall das wir doch einen Lüfter einbauen müssen. Die Innenwände sollten jedoch die Sanitärinstallationen verbergen und wurden daher mit Trockenbau gestellt.

Zunächst wurde für einen ebenen Untergrund gesorgt. Hierfür wurde der Zugangsbereich abgedichtet. Nachdem der Untergrund staub- und fettfrei war trug ich erst eine Schicht Grundierung auf und nach deren Trocknung die benötigte Menge an Ausgleichmasse. Das ganze konnte in meinem Fall fast 2 Monate ruhen.

 

Leider sind mir einige Bilder verloren gegangen so das ich die Vorwandelemente und die Unterkonstruktion nicht mehr zeigen kann. Ich habe mich aber beim WC und dem Waschbecken jeweils für ein Vorwandelement entschieden welches ich bereits im Maklerbüro verbaut habe – schliesslich waren meine Erfahrungen durchaus positiv. Beim Austausch der alten Zu- und Ableitungsrohre wurden die benötigten Einbindungen schon damals vorbereitet so dass das jetzige Einbinden kein Problem darstellte. Da ich den Zugang über eine ordentliche – und im Preis auch vertretbare – Variante gestalten wollte, setzte ich neben den Waschmaschinen noch eine Vorwand in welche dann eine genormte Tür passen sollte.

Ich denke das man die Schritte bis zur fertigen Beplankung recht gut auf den Bildern erkennen kann. Wirklich aufwendig ist es nicht. Lediglich die Aussparungen für die Vorwandelemente mussten präzise ausgemessen und vor dem Einbau der Gipskartonplatte in dieser eingearbeitet wurden sein. Die Löcher für die Elektrik und die Deckenspots habe ich nach dem Einbau der Platte vorgenommen.

Für den Türsturz gibt es zwar fertige Elemente, jedoch kann man sich diesen recht simple selber bauen. Zunächst habe ich ein UW-Profil in der Länge der Türbreite inkl. der beiden Ständer geschnitten. Anschliessend wurde dann das Innenmaß der Zarge ausgemessen (sollte je nach Türbreite ja genormt sein) und auf die jeweils äußeren Profilkanten übertragen. Nun habe ich das Profil (in meinem Fall ca. 6cm) an allen 4 Kanten seitlich eingeschnitten und den Mittelsteg des Profils umgebogen. Abschliessend wurde das Profil in die beiden Steher geklemmt und ausgerichtet. Der Gipskarton trägt letztlich zur finalen Stabilität bei.

Der Gipskarton wurde anschliessend noch 2x gespachtelt und geschliffen bevor ich auch hier ein Glasfaservlies eingespachtelt habe. Auf dieses wurde dann in zwei Schichten weiße Farbe aufgetragen. Diese diente in erste Linie dazu das Vlies zu tränken damit es weniger von der finalen Farbe aufnehmen würde. Leider habe ich hierzu noch keine bessere Alternative gefunden. Die Lampen habe ich wieder über Amazon erworben. Ohne Trafo sind sowohl Halogenlampen als auch LEDs mit 220V anschliessbar.

Für die finale Farbe kam ein Cappucino-Braun zum Einsatz. Ich war zwar anfangs eher skeptisch wie eine solch dunkle Farbe in dem kleinen Raum wirken würde, aber meine Frau behielt Recht. Es paßt sehr gut. Die seidenglänzende Farbe ist zudem atmungsaktiv und abwaschbar.

Sylvi nahm sich dann die Zeit und puzzelte aus den Abfallstücken des Linoliumbelages aus ihrem Büro noch eine komplette Fußbodenschicht zusammen welche sie direkt in der Toilette einbaute. Die Übergänge zwischen den einzelnen Teilen sind nicht sichtbar und es sieht insgesamt einfach klasse aus.

Gestern installierte ich dann noch das WC und das Waschbecken. Mal abgesehen vom Silikon-Ziehen ist auch das keine Zauberei. Hier nun die Bilder vom fertigen WC.

Nun muß ich nur noch den Türbereich fertig machen und natürlich eine Tür einsetzen.

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