Trockenlegung des Hauses – Einbringen von Drainage und Wasserrohren

Gepostet am Sep 13, 2014 in Blog, Der Garten, Der Keller

Trockenlegung des Hauses – Einbringen von Drainage und Wasserrohren

Die Trockenlegung unseres Hauses ist beendet! Bereits vor gut 6 Wochen waren wir mit den Arbeiten fertig. Durch unseren Urlaub und andere Baustellen blieb der Blog hier leider etwas liegen. Da ich heute aufgrund des Regenwetters aber draussen nicht viel machen kann werde ich den Themenblog des Trockenlegens heute weiter schreiben.

Im letzten Beitrag schrieb ich ja bereits über die Freilegung des Fundamentes. Die damals freigelegten Stellen am Haus liessen wir dann gute 2 Monate offen damit diese austrocknen konnten. Im Büro im Keller konnte man den Trocknungsprozess sogar über ein Hygrometer verfolgen. So fiel die Luftfeuchtigkeit dort von im Schnitt 85% auf nun 65%. Im Aufenthaltsraum wiederum entstanden in der Wand des Rundbogens große Risse in den Fugen. Fachleute beruhigten mich später jedoch das es sich hierbei um sogenannte Trocknungsrisse handeln würde und dies auch normal wäre.

Im Juli begannen wir dann also mit dem Einbringen der Drainageleitung an den offenen Stellen und tauschten bei der Gelegenheit auch gleich die restlichen alten Ton- und Gussrohre der alten Regen- und Abwasserverohrung aus. Bei der Drainage kam übrigens nicht das allseits bekannte gelbe Rundrohr zum Einsatz sondern ein System namens Strabusil.

Nach dem Legen der Rohre wurde zur Wand hin Noppenbahn angebracht (da ich hier auch vieles gehört und gelesen habe möchte ich darauf hinweisen das ich es durchaus für sinnvoll halte die Noppen nach innen, also zur Wand hin, zu legen) und darüber dann zunächst Schotter in kleiner Körnung eingebracht. Darüber folgte dann ein Schmutzvlies auf welchem dann wiederum Frostschutzschotter bis zu Erdkante eingefüllt wurde.

An der Nordseite des Hauses war wegen der Einfahrt und des Eingangs zum Haus etwas mehr Planung nötig. Zum einen wird der restliche Hof irgendwann sicherlich auch nochmal gepflastert werden – und dies muß man aktuell ja bereits berücksichtigen um später nicht wieder alles raus zu reissen – zum anderen soll das Vordach der Haustür und der Fussabtritt vor der Treppe, die beide bisher das Regenwasser einfach in die Einfahrt geleitet haben, mit in das Abwassersystem eingebunden werden. Hierzu wurden dann erst einmal blinde Abzweige gelegt. Schliesslich will ich nächstes Jahr nicht wieder auf 3m tiefe buddeln müssen um an die Rohre zu gelangen.

Ich muß fairerweise zugeben, das ich die Freilegung in dieser Größenordnung natürlich nicht mit der Schaufel hinbekommen habe. Hier war ich dann doch auf die Hilfe eines Baggers angewiesen. Mit diesem konnte man die gut 60-70 Tonnen Schotter auch recht schnell wieder in den Graben schütten was natürlich viel Zeit und vor allem Schweiß einsparte. Aber es gab auch Stellen wo ich mit dem Bagger nicht hin kam ohne zum Beispiel den Rasen kaputt zu fahren. Hier hieß es dann wieder Schippe und Schubkarre – und der Schotter wurde von Hand in den Graben eingebracht.

 

Tipp: Da sich der Schotter recht bescheiden schaufeln lässt greift man idealerweise zu einer speziellen Schaufel – diese sind dann vorne spitz zulaufend und deutlich robuster ausgeführt als normale Schaufeln – oder wie in meinem Fall: Ich legte mir eine Metallplatte von 100×100 cm vor den Schotterhaufen, zog dann die Steine mit einer Harke auf die Platte und konnte dann von dieser ganz bequem schaufeln.

Nach und nach konnte ich den Graben somit verfüllen und letztendlich diesen dann mit meiner Rüttelplatte auch verdichten.

Da es Mitte August ständig regnete konnten wir unsere Trockenlegungsmaßnahmen direkt testen und ich muß sagen das alles wie gewünscht funktioniert. Eine 100%tige Fernhaltung das Boden- oder Grundwassers ist bei einem 110 Jahre altem Haus faktisch nicht möglich. Aber ich denke das wir an die 90% gekommen sind.

 

Weiterhin zeigte sich durch den Regen sehr schnell, das sich die Flächen um das Haus durch den hohen Lehmanteil in unserer Erde sehr schnell in eine Matschlandschaft verwandelten. Ich brachte daher vor unserer Urlaubswoche hinter dem Haus nochmal großzügig frischen Rasensamen aus und sperrte den Bereich ab. Mittlerweile habe ich auch hier wieder einen gut 20cm hohen relativ dichten Rasen stehen 🙂

Um das Haus werde ich dann noch eine Borde setzen und diese dann wohl mit weißen Ziersteinen auffüllen damit dem ganzen noch ein optischer Kick gegeben wird. Mit dem restlichen Schotter habe ich übrigens einen Pflastersteinweg zum Nebeneingang angelegt sowie einen weiteren Stellplatz vorbereitet. Doch dazu dann in einem anderen Beitrag mehr.

 

 

© 2014 – 2015, commaik. Alle Rechte liegen beim Autor.

Suchbegriffe für diesen Beitrag:

Kommentar verfassen